Japans holpriger Start in Monterrey: Trainingsplatz-Posse vor der WM 2026
Wegen unzureichender Platzverhältnisse musste die japanische Nationalmannschaft in Mexiko mehrfach das Trainingsgelände wechseln – ein Vorgeschmack auf logistische Herausforderungen vor dem Turnier.

Die japanische Fußballnationalmannschaft hat ihre Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2026 mit einem unerwarteten logistischen Ärgernis begonnen. In Monterrey, Mexiko, wo sich das Team auf die klimatischen Bedingungen und die Zeitumstellung einstellen wollte, erwiesen sich die zugesagten Trainingsplätze als ungenügend. Zunächst war das Team im Leistungszentrum des Klubs Tigres UANL untergekommen, doch der Zustand des Rasens veranlasste die Delegation um Trainer Hajime Moriyasu zu einer schnellen Umdisponierung. Auf Bilder, die in den sozialen Medien kursierten, waren deutliche Unebenheiten und kahle Stellen zu erkennen – ein Umstand, der in mexikanischen Netzwerken eine Welle von Spott-Memes auslöste, während japanische Medien von scharfen Protesten der Mannschaft berichteten.
Nach dem überstürzten Abschied von Tigres wich das Team kurzfristig auf die Fußballplätze der medizinischen Fakultät der Autonomen Universität von Nuevo León aus, bevor schließlich ein dauerhaftes Ausweichquartier gefunden wurde. Die endgültige Wahl fiel auf El Barrial, das Trainingszentrum des Rayados de Monterrey, dem Lokalrivalen von Tigres – eine Wendung, die in der mexikanischen Presse als besondere Ironie kommentiert wurde. Die Umzüge kosteten wertvolle Trainingseinheiten und zwangen die Mannschaft, ihre akribisch geplante Agenda mehrmals anzupassen. Nicht nur die Platzbeschaffenheit bereitete Sorge: Die japanischen Spieler, darunter Yukinari Sugawara von Werder Bremen, trainierten bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius teils in langärmeligen Trikots, um sich gezielt an die erwartete Hitze bei den Spielen in den USA zu gewöhnen.
Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Zumutungen, mit denen Teilnehmer bei großen Turnieren rechnen müssen, und offenbaren zugleich die hohen Erwartungen eines Teams, das nach dem bitteren Scheitern im Achtelfinale 2022 gegen Kroatien (im Elfmeterschießen) mit neuem Selbstbewusstsein antritt. Takefusa Kubo, einer der Leistungsträger, hatte erst kürzlich betont, die Mannschaft sei „reifer und gefestigter“ als je zuvor – eine Aussage, die durch die akribische Vorbereitung und den Perfektionismus unterstrichen wird, mit dem nun selbst Trainingsplätze unter die Lupe genommen werden. Aus unterschiedlichen regionalen Perspektiven zeigt sich, wie das Ereignis bewertet wird: Ist es aus mexikanischer Sicht ein peinlicher Ausrutscher eines Klubs, der erst kürzlich im Finale der Concachampions stand, so sehen japanische Kommentatoren darin eine mangelnde Ernsthaftigkeit des Gastgeberlandes. Internationale Beobachter verweisen auf die grundsätzliche Frage, ob die Infrastruktur für das Mammutturnier in drei nordamerikanischen Ländern tatsächlich allerorts Weltmeisterniveau erreicht.
Für Japan, das seine Zelte in Kürze im Basislager in Nashville aufschlagen und sein Auftaktspiel in Gruppe F gegen die Niederlande am 14. Juni in Arlington bestreiten wird, ist der Zwischenfall ein Warnsignal. Die Episode von Monterrey dürfte die interne Fehlersuche befeuern – und die Wachsamkeit der Verantwortlichen schärfen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die symbolträchtige Posse um den Rasen bei der Bewertung der mexikanischen Vorbereitungen eine Rolle spielen wird, sollte das Team wider Erwarten nicht an seine ambitionierten Ziele anknüpfen können. Die Samurai Blue wollen endlich den Sprung in die Weltspitze schaffen; die Art und Weise, wie sie mit widrigen Umständen umgehen, könnte zur ersten echten Prüfung auf diesem Weg werden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Japans Auswahl kehrte dem unzureichenden Platz der Tigres den Rücken, was eine Meme-Flut und Spott in den sozialen Medien auslöste. Sie zog ins Trainingszentrum des Rivalen Monterrey um und machte aus dem logistischen Desaster ein Stück Fußball-Schadenfreude.
Japan protestierte heftig gegen die schlechten Platzbedingungen in Mexiko und nannte sie inakzeptabel. Während die Organisatoren mit adäquaten Einrichtungen kämpfen, konzentriert sich Japan weiter auf Hitzeanpassung und Teamzusammenhalt.
Japan wechselte das Trainingsgelände in Monterrey wegen des schlechten Rasenzustands im Tigres-Stadion. Das Team zog ohne detaillierte Gründe in das Trainingszentrum des Monterrey um.
Japan musste sein Training wegen der schlechten Platzqualität verlegen, was Online-Kritik anfachte und Fragen zur Stadionbereitschaft für die WM aufwarf. Der Vorfall hat die Debatte über den Zustand der Infrastruktur vor dem globalen Ereignis neu entfacht.
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