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Freitag, 12. Juni 2026 · Ausgabe von 20:00 CET

Papst Leo XIV. muss auf Teneriffa das Flugzeug wechseln – König Felipe stellt eigenen Jet

Ein technischer Defekt am Iberia-Airbus zwang den Papst zum Aussteigen. Der spanische Monarch eskortierte ihn zurück in den VIP-Bereich und überließ ihm seine Falcon-Maschine für den Rückflug nach Rom.

Politik14 Quellen6 Sprachen3 Min. LesezeitAkt. 21:33

Der Pontifex hatte die einwöchige Spanienreise bereits abgeschlossen, der Airbus A320 der Iberia stand startklar auf dem Flughafen Teneriffa-Nord, und König Felipe VI. hatte sich soeben mit einem protokollarischen Abschiedsgruß vom Papst verabschiedet. Dann durchbrach eine Durchsage des Kapitäns die Routine: Ein technisches Problem mache den sofortigen Abflug unmöglich. Leo XIV., der zusammen mit vatikanischen Mitarbeitern und rund achtzig Journalisten bereits an Bord war, musste die Maschine wieder verlassen. Der spanische Monarch, der das Rollfeld noch nicht verlassen hatte, stieg daraufhin erneut die Gangway hinauf und geleitete den Papst zurück in den VIP-Bereich des Airports – eine Geste, die in den spanischen, italienischen und arabischen Medien gleichermaßen als Ausdruck enger Verbundenheit gewertet wurde.

Die Ursache der Panne blieb zunächst vage. Während erste Meldungen aus Madrid und Rom lediglich von einem „Wartungsproblem“ sprachen, präzisierten später mehrere Korrespondenten, der Kapitän habe von einem triebwerksbezogenen Fehler berichtet, der wahrscheinlich auf starken Rückenwind zurückzuführen sei. Ein Versuch, das Flugzeug zu wenden und gegen den Wind zu positionieren, brachte keine Abhilfe. Die Maschine, mit der der Papst am Morgen noch problemlos von Gran Canaria nach Teneriffa gelangt war, blieb vorerst am Boden. In der deutschsprachigen Berichterstattung wurde vermerkt, dass Fernsehkommentatoren bereits zuvor gescherzt hatten, dem Kirchenoberhaupt gefalle es auf den Kanaren so gut, dass es gar nicht mehr in den Vatikan zurückwolle – eine ironische Pointe, die angesichts der realen Verzögerung eine unfreiwillige Aktualität erhielt.

Nach knapp einer Stunde des Wartens zeichnete sich ab, dass der Defekt nicht kurzfristig zu beheben war. Die Sala Stampa des Heiligen Stuhls gab schließlich bekannt, dass König Felipe dem Papst „großzügig“ seine eigene Falcon-Maschine für den Rückflug nach Rom zur Verfügung gestellt habe. Gegen 18 Uhr Ortszeit hob das Regierungsflugzeug mit dem Pontifex und seiner engsten Delegation ab; die Ankunft in Rom wurde für etwa 23 Uhr erwartet. Die übrigen Passagiere – vatikanisches Personal und die mitreisenden Journalisten – sollten mit einem von Iberia eigens entsandten Ersatzflugzeug folgen. Diese logistische Aufteilung spiegelte sowohl die Dringlichkeit der päpstlichen Rückkehr als auch die begrenzte Kapazität des königlichen Jets wider.

Der Vorfall fügt sich in eine Reihe kleinerer technischer Unwägbarkeiten, die das päpstliche Reiseprogramm gelegentlich begleiten, und unterstreicht zugleich die symbolische Dimension der Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der spanischen Krone. Dass der Monarch dem Oberhaupt der katholischen Kirche in einer solchen Situation unmittelbar und diskret aushalf, wurde von Beobachtern in Rom und Madrid als Zeichen eines belastbaren bilateralen Vertrauensverhältnisses gedeutet. Die Reise selbst, die den Papst durch mehrere spanische Regionen und auf die Kanarischen Inseln geführt hatte, war von großen öffentlichen Messen und pastoralen Gesten geprägt; der unerwartete Abgang von Teneriffa dürfte die Aufmerksamkeit indes noch einmal verstärkt auf die persönliche Verbindung zwischen Leo XIV. und Felipe VI. gelenkt haben.

Für die Zukunft wirft der Zwischenfall die Frage auf, ob die vatikanische Reiselogistik künftig noch stärker auf redundante Flugbereitschaft setzen wird. Die Iberia, die den Papst auf seinen Auslandsreisen regelmäßig befördert, betonte, dass ihre Wartungsspezialisten den Fehler gründlich untersuchen würden. Dass die Lösung letztlich in der spontanen Solidarität des Gastgeberlandes lag, verlieh dem technischen Missgeschick eine diplomatische Note, die in den Schlagzeilen von Rom über Berlin bis Kairo nachhallte.

Diese Geschichte erschien in

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El Sol de México12. Juni, 19:22
Excelsior12. Juni, 18:22
La Stampa12. Juni, 19:23
El Espectador12. Juni, 19:23
Open12. Juni, 19:23
Blick12. Juni, 19:26
ANSA Politica12. Juni, 19:23
La Razón12. Juni, 19:25