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USA erreichen Raucher-Rekordtief – doch global wächst die Gefahr

Während in den USA nur noch 9 Prozent rauchen, sterben in Iran jährlich 60.000 Menschen an Tabakfolgen, und Brasilien kämpft gegen süße Verlockungen für Jugendliche.

Gesundheit & Wissenschaft4 Quellen2 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 06:06

Die Vereinigten Staaten vermelden einen historischen Erfolg im Kampf gegen das Rauchen: 2025 bezeichneten sich nur noch 9 Prozent der Erwachsenen als Raucher – ein Rekordtief. In den 1960er Jahren lag der Anteil noch bei 42 Prozent. Steuern, Rauchverbote und Aufklärungskampagnen haben die Rate kontinuierlich gedrückt. Gleichzeitig bleibt die Nutzung von E-Zigaretten mit etwa 7 Prozent stabil. Aus Washingtoner Sicht markiert dies einen monumentalen Fortschritt, wie die Organisation Campaign for Tobacco-Free Kids betont.

Doch der globale Blick offenbart eine tiefe Kluft. In Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen fordern Tabakprodukte weiterhin einen hohen Tribut. In Iran etwa starben im vergangenen Jahr 60.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Besonders alarmierend: Der Konsum unter jungen Frauen zwischen 18 und 25 Jahren ist um 135 Prozent gestiegen. Beobachter in Teheran fordern deshalb eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Behörden und Familien, um die Gesellschaft tabakfrei zu machen.

Auch in Brasilien schlägt die Gesundheitsbehörde Alarm. Der Direktor des Nationalen Krebsinstituts (INCA), Roberto Gil, warnt vor einer skrupellosen Nikotinindustrie, die gezielt Jugendliche mit aromatisierten Zigaretten und elektronischen Geräten ködert. „Ein Produkt, das jeden zweiten Konsumenten tötet, dürfte es nicht geben“, erklärte Gil. Das Gesundheitsministerium sieht in den Aromastoffen eine Strategie, den Einstieg zu erleichtern – eine Entwicklung, die auch in europäischen Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz zunehmend beobachtet wird.

Die unterschiedlichen Dynamiken zeigen, dass der Kampf gegen Tabak längst nicht gewonnen ist. Während reiche Nationen durch Regulierung Erfolge erzielen, verlagert die Industrie ihre aggressiven Marketingmethoden in Schwellenländer und setzt auf neue Produkte, um junge Menschen abhängig zu machen. Die globale Gesundheitspolitik steht vor der Herausforderung, diese Taktiken einzuhegen. Das Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs bietet einen rechtlichen Rahmen, doch seine Durchsetzung bleibt unvollständig. Der Erfolg der USA könnte als Blaupause dienen – doch ohne internationale Solidarität droht eine neue Epidemie, die sich vor allem im globalen Süden entfaltet.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa latinoamericanaStampa russa e CSI · statoStampa iraniana e affini · regime
Stampa latinoamericanaallarmeindignazionepaternalismo

Die lateinamerikanische Presse brandmarkt das Rauchen als soziale und wirtschaftliche Notlage, die Familienbudgets auszehrt und Jugendliche mit aromatisierten Zigaretten ins Visier nimmt; sie fordert Rechenschaftspflicht der Nikotinindustrie und verweist darauf, dass kostenlose öffentliche Gesundheitsbehandlungen die Aufhörchancen verdoppeln können.

Stampa russa e CSI/ statodistaccopragmatismo

Die russische Presse vermerkt ein historisches Tief von 9 % erwachsenen Rauchern in den USA im Jahr 2025 und führt den Rückgang auf Steuern, Verbote und Aufklärungskampagnen zurück, in einer nüchternen Meldung ohne inländische Parallelen.

Stampa iraniana e affini/ regimeallarmeurgenzapaternalismo

Iranische Medien schlagen Alarm: 60.000 jährliche Tabaktote und ein Anstieg des Rauchens bei Frauen zwischen 18 und 25 Jahren um 135 %, fordern ressortübergreifende Mobilisierung und Familienerziehung für eine tabakfreie Gesellschaft.

Diese Geschichte erschien in

4 Quellen · 2 Sprachen · 24h-Fenster

Donya-e Eqtesad31. Mai, 02:48
Vedomosti30. Mai, 20:16
Agência Brasil30. Mai, 20:18
Band31. Mai, 00:35