OpenAI reicht vertraulichen Börsenantrag ein – KI-Giganten drängen an die Wall Street
Nach Anthropic und vor SpaceX strebt nun auch der ChatGPT-Entwickler an die Börse. Das Trio könnte ein KI-Ökosystem von bis zu 3,6 Billionen Dollar bewerten.

OpenAI hat in der Nacht zum Dienstag vertraulich einen S-1-Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht – der erste formelle Schritt zu einem der am heißesten erwarteten Börsengänge der jüngeren Technologiegeschichte. Das von Sam Altman geführte Unternehmen betonte, man habe noch keinen Zeitplan festgelegt; es gebe Dinge, die als privates Unternehmen leichter umzusetzen seien. Der Schritt erfolgt nur eine Woche, nachdem der direkte Rivale Anthropic ein ähnliches vertrauliches Gesuch deponiert hatte, und unmittelbar vor dem für Freitag erwarteten Debüt von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX am Nasdaq.
Damit schließt sich binnen weniger Wochen ein Kreis: Die drei Firmen, die derzeit die Grenzen der künstlichen Intelligenz und der Raumfahrt neu vermessen, klopfen fast zeitgleich an die Tür der Wall Street. Die Bewertungen summieren sich zu einer gewaltigen OPI-Pipeline von bis zu 3,6 Billionen Dollar. OpenAI bezifferte seinen Wert zuletzt im März auf 852 Milliarden Dollar, Anthropic nach einer jüngsten Finanzierungsrunde auf 965 Milliarden, und SpaceX peilt bei seinem Börsengang eine Marktkapitalisierung von rund 1,75 Billionen Dollar an. Insidern zufolge haben die begleitenden Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley das Herbstfenster als wahrscheinlichsten Termin für OpenAI ins Auge gefasst; die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von einem Zielwert von einer Billion Dollar und notiert September als möglichen Monat.
Aus Washingtoner Sicht erhält die Kapitalbeschaffung zusätzliche politische Brisanz, da die Trump-Administration Beteiligungen an führenden Technologieunternehmen prüft. Der finanzielle Druck ist enorm: OpenAI selbst hatte Investoren mitgeteilt, bis 2030 rund 600 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur investieren zu wollen – allein der Bau neuer Rechenzentren und die Jagd nach Spitzenforschern verschlingen Summen, die nur über öffentliche Märkte dauerhaft zu stemmen sind. Währenddessen gibt sich das KI-Start-up Perplexity unabhängig vom Timing der großen Rivalen gelassen; es hält an seinem eigenen IPO-Plan für 2028 fest.
Für Anleger im deutschsprachigen Raum öffnen die Börsengänge erstmals eine direkte Tür zu den dominanten KI-Plattformen der Zukunft. Doch Fachleute warnen vor erheblichen Risiken: Die hohen Bewertungen speisen sich aus Wachstumsfantasien, die im raueren Klima öffentlicher Märkte bestehen müssen. Die vertrauliche Einreichung gibt OpenAI zunächst die Möglichkeit, die Unterlagen mit der SEC abzustimmen, ohne Details publik zu machen. Sollten alle drei Debüts gelingen, würde sich das KI-Ökosystem an den Börsen grundlegend neu ordnen – mit unabsehbaren Folgen für etablierte Tech-Konzerne und eine wachsende Zahl von Wettbewerbern.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Das Verfahren für den Börsengang von OpenAI ist offiziell eingeleitet und markiert den letzten großen KI-Start-up, das diesen Schritt wagt. Mit einer potenziellen Bewertung von über einer Billion Dollar schließt der Vorgang einen Kreis: Innerhalb weniger Wochen haben alle drei Unternehmen, die die globale künstliche Intelligenz neu formen, den Markteintritt gesucht. Die vertrauliche Einreichung leitet einen mehrmonatigen Prozess ein, wobei der Herbst als wahrscheinlichstes Zeitfenster gilt.
Der Börsengang von OpenAI ist der jüngste Meilenstein in einem Goldrausch der künstlichen Intelligenz, der bei Anlegern Euphorie auslöst. Nur eine Woche nach dem ähnlichen Schritt des Rivalen Anthropic signalisiert die vertrauliche Einreichung einen hektischen Wettlauf um Kapital, bei dem alle großen KI-Player Schlange stehen für Billionenbewertungen. Sogar die Trump-Administration verhandelt über eine Beteiligung und fügt dem Finanzfieber politische Dramatik hinzu.
Die vertrauliche Einreichung von OpenAI folgt der von Anthropic und kommt zu einem Zeitpunkt, an dem SpaceX bereits weit fortgeschritten ist, was Warnungen nährt, dass die Welle der Mega-Börsengänge 2026 der Auftakt zu einem Börsencrash sein könnte. Analysten sehen diese riesigen Angebote mit Bewertungen in Billionenhöhe als gefährliche Blase, die schließlich platzen könnte und zu einem schweren Markteinbruch führen würde.
OpenAI hat vertraulich einen Börsenantrag eingereicht, warnt jedoch, dass die Notierung einige Zeit in Anspruch nehmen könnte. Während Privatanleger bald Zugang zu einem heißen KI-Titel erhalten könnten, warnen Experten, dass eine frühe Investition in solche neu notierten Tech-Giganten mit hohen Risiken verbunden ist, angesichts überhöhter Bewertungen und unsicherer Profitabilität.
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