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ICC suspendiert Chefankläger Karim Khan nach Missbrauchsvorwürfen

Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Karim Khan, ist mit sofortiger Wirkung suspendiert. Die Vertragsstaaten sollen in einer Sondersitzung über seine endgültige Abberufung entscheiden. Er bestreitet alle Vorwürfe.

Recht16 Quellen7 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 19:37

Das Büro der Versammlung der Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs hat den britischen Chefankläger Karim Khan mit sofortiger Wirkung suspendiert. Dieser beispiellose Schritt erfolgte, nachdem eine interne Untersuchung zu dem Schluss gekommen war, dass Khan sich eines schwerwiegenden Fehlverhaltens schuldig gemacht habe. Das aus 21 Staaten bestehende Gremium fasste seinen Beschluss mit qualifizierter Mehrheit und verwies den Fall zugleich an eine Sondersitzung aller 125 Mitgliedstaaten. Diese werden „so bald wie möglich“ endgültig über Khans Zukunft entscheiden. Das Büro betonte, die Suspendierung greife dem endgültigen Ausgang nicht vor.

Khan war bereits im Mai 2025 freiwillig von der Leitung der für die Strafverfolgung zuständigen Abteilung zurückgetreten und in Urlaub gegangen. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe – nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen mit einer Mitarbeiterin innerhalb seines Büros – stehen seit 2024 im Raum und führten zu einer 18-monatigen Untersuchung durch den unabhängigen Kontrollmechanismus des Gerichtshofs. Khans Anwälte kritisierten die Entscheidung als „rechtswidrig, verfahrensrechtlich unfair und nicht durch Beweise gestützt“. Der Ankläger selbst hat stets sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen.

Der Fall wird in unterschiedlichen geopolitischen Zusammenhängen gedeckt. Während britische und US-amerikanische Medien den verfahrenstechnischen Präzedenzfall und den Reputationsschaden für das Gericht in Den Haag hervorheben, verweisen Berichte aus Italien und dem Nahen Osten verstärkt auf Khans Rolle bei den internationalen Haftbefehlen gegen Wladimir Putin und Benjamin Netanjahu. Aus iranischer Perspektive erscheint seine Positionierung in diesen geopolitischen Brennpunkten als zentral; manche Beobachter deuten die Vorwürfe als Teil einer gezielten Kampagne zu seiner Diskreditierung. Der Gerichtshof selbst, zu dessen treuesten Unterstützern Deutschland, Österreich und die Schweiz zählen, sieht seine Glaubwürdigkeit in einem kritischen Moment gefährdet.

Mit der Suspendierung tritt der Strafgerichtshof in eine Phase juristischer und politischer Unsicherheit. Die stellvertretenden Ankläger werden vorläufig die Amtsgeschäfte übernehmen, doch der Führungsvakum fällt in eine Zeit, in der das Gericht mit hochkarätigen Verfahren zu Kriegsverbrechen in der Ukraine und in den palästinensischen Gebieten befasst ist. Die Sonderabstimmung der Mitgliedstaaten darüber, ob Khan endgültig abberufen wird, dürfte zu einer Bewährungsprobe für das internationale Strafrechtssystem werden. Sollte sich die Mehrheit – darunter voraussichtlich auch die EU-Länder – dem Votum des Büros anschließen, würde erstmals ein Chefankläger des IStGH seines Amtes enthoben. Die Entscheidung wird weit über Den Haag hinaus als Signal für den Umgang mit Machtmissbrauch innerhalb internationaler Institutionen gewertet werden.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Die Suspendierung von ICC-Chefankläger Karim Khan wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe verschärft die institutionelle Krise des Gerichts, das wegen seiner Ermittlungen zu Verbrechen in den palästinensischen Gebieten bereits unter Druck der USA und Israels steht. Die Entscheidung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt und könnte die Glaubwürdigkeit der Untersuchungen, einschließlich der Haftbefehle gegen Putin und Netanyahu, gefährden. Einige Beobachter vermuten, dass die Vorwürfe Teil einer Diskreditierungskampagne gegen den Ankläger sein könnten.

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ICC-Chefankläger Karim Khan wurde nach einer Untersuchung von Belästigungsvorwürfen vorläufig suspendiert, bis die Mitgliedstaaten über seine Zukunft entscheiden. Das Exekutivbüro des Leitungsorgans traf diese Entscheidung nach einer 18-monatigen Disziplinaruntersuchung. Nun müssen die 125 Mitgliedstaaten in einer Sondersitzung über seine endgültige Absetzung abstimmen.

Stampa atlantica / anglosferaindignazioneurgenza

Der angeschlagene ICC-Chefankläger Karim Khan wurde mit sofortiger Wirkung wegen sexueller Verfehlungen suspendiert – ein beispielloser Disziplinarschritt. Der britische Anwalt, bekannt für aufsehenerregende Ermittlungen, bestreitet jegliches Fehlverhalten und wartet auf das Votum der Mitgliedstaaten. Der Skandal beschädigt das Image des internationalen Gerichts weiter, das wegen seines Umgangs mit sensiblen Fällen bereits in der Kritik steht.

Diese Geschichte erschien in

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Open9. Juni, 16:09
Le Monde9. Juni, 18:18
Radio Farda9. Juni, 14:33
Premium Times9. Juni, 17:18
Jerusalem Post9. Juni, 14:34
BBC Persian9. Juni, 14:33
Daily Nation9. Juni, 14:34
La Repubblica9. Juni, 14:32