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Freitag, 5. Juni 2026 · Ausgabe von 20:00 CET

US-Arbeitsmarkt trotzt geopolitischen Risiken: 172.000 neue Stellen im Mai

Die Beschäftigungszahlen übertreffen die Erwartungen deutlich, getrieben vom Gastgewerbe im Vorfeld der Fußball-WM. Doch Risiken bleiben.

Wirtschaft16 Quellen3 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 05:20

Die US-Wirtschaft hat im Mai 2026 unerwartet starke Arbeitsmarktdaten vorgelegt. Mit 172.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft übertraf sie die Prognosen von Ökonomen, die im Schnitt mit etwa 80.000 bis 105.000 gerechnet hatten, deutlich. Die Arbeitslosenquote verharrte bei niedrigen 4,3 Prozent, wie das Bureau of Labor Statistics am Freitag mitteilte. Zudem wurden die Werte für März und April nach oben revidiert – zusammen um 93.000 Stellen –, was auf eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes nach monatelangen Schwankungen hindeutet.

Treiber des Beschäftigungsaufbaus war vor allem das Gastgewerbe, das mit 70.000 neuen Jobs herausragte. Restaurants und Bars allein stellten 48.000 Beschäftigte ein, da sich die Branche auf die im Sommer beginnende Fußball-Weltmeisterschaft vorbereitet, die gemeinsam von den USA, Mexiko und Kanada ausgerichtet wird. Aus New York wird berichtet, dass Pubs und Sportbars zusätzliches Personal anheuern, um den erwarteten Andrang zu bewältigen. Das Gesundheitswesen legte um 35.000 Stellen zu, und auch die Kommunalverwaltungen stockten auf. Hingegen baute der Finanzsektor 22.000 Arbeitsplätze ab, ein Zeichen für die ungleiche Dynamik zwischen den Branchen.

Aus Washingtoner Sicht sind die Zahlen ein politischer Lichtblick für die Regierung Trump, die mit den wirtschaftlichen Folgen des Militäreinsatzes gegen Iran und gestiegenen Benzinpreisen konfrontiert ist. Iranische Staatsmedien beklagen die Auswirkungen der Sanktionen, während demokratische Kritiker die Kosten der Konfrontation hervorheben. Beobachter in Peking und im Nahen Osten werten die robusten Daten als Signal für die Widerstandsfähigkeit der US-Konjunktur, trotz hoher Zölle und globaler Unsicherheit. Für exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland, Österreich und die Schweiz bedeutet ein starker US-Arbeitsmarkt tendenziell eine höhere Nachfrage nach Industriegütern, allerdings überschattet von geopolitischen Risiken.

Analysten verweisen auf eine Verdreifachung des monatlichen Stellenzuwachses im Frühjahr im Vergleich zum Vorjahr. Die anhaltende Stärke überrascht angesichts von Gegenwind: Rekordzölle, Inflationsdruck und eine verbreitete Konsumentenskepsis. Ökonomen warnen jedoch, dass die US-Notenbank angesichts der soliden Daten weniger Anlass zu Zinssenkungen sehen könnte, was Kapitalströme und Wechselkurse beeinflussen würde. Für Europa könnte dies eine straffere Geldpolitik bedeuten, während die strukturellen Verwerfungen durch Handelskonflikte und den Krieg in Nahost die Konjunkturaussichten eintrüben.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Der US-Arbeitsmarktbericht zeigt ein deutlich über den Erwartungen liegendes Beschäftigungswachstum, das Präsident Trump Auftrieb gibt. Allerdings stehen die guten Zahlen im Schatten der Militäroperationen gegen die Islamische Republik, die die Benzinpreise in die Höhe getrieben und demokratische Kritik hervorgerufen haben.

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Der Beschäftigungsaufbau in den USA im Mai, mit einem Boom im Gastgewerbe, wird durch die Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft angetrieben, die die USA gemeinsam mit Mexiko und Kanada ausrichten. Kneipen, Bars und Restaurants stockten ihr Personal im Vorfeld des Turniers auf, was den wirtschaftlichen Effekt des Ereignisses unterstreicht.

Stampa latinoamericana/ bolivariana_progressistascetticismourgenza

Das stärker als erwartete US-Beschäftigungswachstum hat die Debatte über Konsum, Protektionismus und wirtschaftliche Entwicklung neu entfacht. Analysten fragen sich, ob die Beschäftigungsgewinne zwar positiv sind, aber ein nachhaltiges Modell widerspiegeln oder ob protektionistische Maßnahmen die breitere Entwicklung in den Amerikas behindern könnten.

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