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Trainingsplatz wie ein Acker: Japans peinliche Erfahrungen vor der WM 2026

Japans Nationalmannschaft musste in Monterrey mehrfach die Trainingsstätte wechseln, weil die Plätze löchrig und uneben waren. Spieler fürchteten um ihre Gesundheit – ein Ansehensverlust für den Gastgeber.

Sport6 Quellen3 Sprachen3 Min. LesezeitAkt. 05:14

Die japanische Fußballnationalmannschaft hat in Monterrey, Mexiko, kurz vor dem Beginn der Weltmeisterschaft 2026 einen herben Rückschlag erlitten. Nicht sportlicher Natur, sondern logistischer: Die Trainingsbedingungen, die der Gastgeber zur Verfügung gestellt hatte, erwiesen sich als unzumutbar. Nach Berichten aus Asien und Lateinamerika mussten die „Samurai Blue“ gleich mehrfach die Übungsstätte wechseln, weil die Rasenflächen voller Löcher und uneben waren. Die peinliche Episode offenbart die Herausforderungen, vor denen die Co-Gastgeber der WM stehen.

Japans Ankunft in der nordöstlichen Metropole Anfang Juni hatte eigentlich unter günstigen Vorzeichen gestanden. Doch bereits die erste Trainingseinheit am Mittwoch fand unter erbärmlichen Bedingungen statt. Die ursprünglich zugewiesenen Plätze, die zur Universidad Autónoma de Nuevo León (UANL) und dem Club Tigres gehören, wiesen harte Stellen, Kuhlen und große Flicken auf. Das japanische Trainerteam um Hajime Moriyasu zeigte sich unzufrieden, und die Medien in Japan verglichen die Zustände mit schlichten Amateurplätzen, auf Japanisch „Tarkam“ genannt. Die indonesische Nachrichtenseite CNN Indonesia griff dieses Detail auf und illustrierte so den Kontrast zwischen den Erwartungen eines WM-Teilnehmers und der Realität vor Ort.

Die Unruhe im japanischen Lager wuchs, als die Spieler selbst das Wort ergriffen. Takefusa Kubo, Stürmer bei Real Sociedad, erklärte gegenüber mexikanischen Journalisten, der erste Platz sei „sehr hart“ gewesen und habe „Löcher“ aufgewiesen. Die Spieler hätten „Angst gehabt, sich zu verletzen, wenn sie um jeden Ball kämpfen“. Solche Aussagen, die auch von der argentinischen Nachrichtenagentur Noticias Argentinas und der mexikanischen Zeitung Excelsior zitiert wurden, machen das Verletzungsrisiko deutlich, das von den mangelhaften Anlagen ausging. Nach dem ersten desillusionierenden Tag zog die Delegation zunächst auf einen Trainingsplatz um, der eigentlich für Japans U-19-Auswahl vorgesehen war, wie die libanesische Zeitung An-Nahar berichtete. Doch auch dieser genügte den Ansprüchen nicht.

Erst der Umzug am zweiten Tag auf das Gelände von Rayados de Monterrey, genauer ins Trainingszentrum „El Barrial“, brachte Besserung. Dort absolvierte Japans Team ein 90-minütiges Training, das nach Kubos Worten deutlich besser verlief. Die prompte Reaktion des japanischen Verbands, die Masakuni Yamamoto, Technischer Direktor der JFA, gegenüber Reportern bestätigte, verhinderte wohl größeren Schaden. Die peinliche Affäre wirft dennoch ein Schlaglicht auf die Vorbereitungen in Mexiko, das gemeinsam mit den USA und Kanada die WM ausrichtet. Aus Sicht europäischer und asiatischer Beobachter stellt sich die Frage, ob die Infrastruktur rechtzeitig das Niveau eines Weltturniers erreichen wird.

Für Japan bleibt die Episode ein Warnschuss. Die Mannschaft wird sich nun auf die sportliche Vorbereitung konzentrieren – doch das Vertrauen in die Organisation des Gastgebers hat gelitten. Im Nachgang der Panne wird die FIFA genau hinschauen müssen, wie Mexiko die weiteren Trainingsstätten für die 48 Teilnehmer in Schuss hält. Der Vorfall erinnert daran, dass die WM nicht nur auf dem Rasen gewonnen wird, sondern auch eine logistische Meisterleistung erfordert. Deutschsprachige WM-Interessierte werden solche Entwicklungen mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgen, steht doch auch die Infrastruktur bei Turnieren in Europa stets auf dem Prüfstand.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Empörung in Monterrey: Schweden und Japan verweigerten das Training im Universitätsstadion und prangerten gefährliche Platzverhältnisse an. Takefusa Kubo gestand, die Spieler hätten wegen Löchern und steinhartem Boden Verletzungen befürchtet – eine nationale Blamage für Mexiko. Das logistische Scheitern wird zum Symbol mangelnder Vorbereitung unmittelbar vor der WM.

Stampa sud-est asiaticaschadenfreudeironia

Mit einem scharfen Vergleich zu Dorfbolzplätzen reagierte Südostasien ironisch auf Japans logistische Pannen in Mexiko. Das Bild mangelhafter Trainingsstätten – zwei Verlegungen und ein Protest waren nötig – ging als Paradebeispiel für eine 'Tarkam'-Organisation viral. Statt Empörung herrschte Schadenfreude über die fremde Panne.

Stampa arabo levante-Maghrebdistaccopragmatismo

Die Presse der Levante und des Maghreb vermeldet nüchtern die logistischen Hürden Japans in Monterrey. Die beiden Trainingsplatzwechsel werden auf schlechten Rasenzustand zurückgeführt, japanische Quellen sachlich zitiert. Keine Wertung, lediglich die pragmatische Feststellung technischer Schwierigkeiten vor WM-Beginn.

Diese Geschichte erschien in

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Excelsior
El Norte
An-Nahar
El Financiero
Noticias Argentinas (NA)
CNN Indonesia