Regenfronten über Skandinavien, Gewitter in Moskau und hochsommerliche Hitze in Indonesien
Während Schweden eine regnerische Woche mit täglichem Niederschlag bevorsteht, werden in Moskau Gewitter und um 30 Grad erwartet. Jakarta meldet widersprüchliche Prognosen zwischen klarem Himmel und Bewölkung, der Iran kämpft mit Staub und Starkregen.

Die Wetterkarten der Welt zeigen an diesem Juni-Wochenanfang 2026 ein Mosaik der Extreme – und bisweilen überraschende redaktionelle Diskrepanzen. Am auffälligsten ist die Lage im hohen Norden Europas: Für Schweden prognostiziert das nationale Wetterinstitut SMHI eine unbeständige Woche, in der von Montag an täglich Niederschlag fällt. „Die Nacht zum Dienstag bringt ein zusammenhängendes Regengebiet, das von Südwesten her über Götaland und Svealand zieht und am Dienstagabend Norrland erreicht“, wird Meteorologin Lisa Frost zitiert. Nach Durchzug der Front folgen südlich davon weitere Schauer. Die Temperaturen bewegen sich um die 15 Grad im Regen, sonst um 20 Grad – ein für die Jahreszeit unaufgeregtes, aber für Freiluftveranstaltungen wenig erfreuliches Niveau. Wie sich das Wetter zum kommenden Wochenende entwickelt, sei noch unsicher.
Ein anderes Bild bietet der Großraum Moskau. Dort gerät die Region unter den Einfluss eines Tiefs über Belarus und der Ukraine, was zu wechselnder Bewölkung und örtlichen Gewittern führt. Der führende Spezialist des Wetterdienstes Fobos, Michail Leus, erwartet kurze Regenfälle und stürmische Böen bei Temperaturen von 27 bis 29 Grad in der Hauptstadt, im Umland sogar bis 30 Grad. Der Dienstag bringt ähnliche Bedingungen mit Gewitterneigung und nächtlichen Tiefstwerten um 17 Grad. Der Luftdruck sinkt auf 748 Millimeter Quecksilbersäule – ein weiteres Signal für turbulente Verhältnisse.
Im Iran dominieren derweil Staub und vereinzelte Starkregen. Für die Provinz Teheran melden die Behörden in den kommenden fünf Tagen teils starken Wind mit Staubaufwirbelung, vor allem im Süden und Westen, während in den nördlichen Landesteilen und im Alborz-Gebirge Gewitter und Regengüsse niedergehen. Für Mittwoch werden in der Hauptstadt Höchstwerte um 34 Grad und nachts 21 Grad erwartet. Eine gelbe Warnstufe gilt für mehrere Nordprovinzen – von Ardabil über das Kaspische Küstengebiet bis nach Nord-Chorasan – wegen der Gefahr von Sturzfluten und hochwasserführenden Flüssen.
In Südostasien zeigt sich die meteorologische Informationslage uneinheitlicher als das Wetter selbst. Während der indonesische Wetterdienst BMKG für Depok südlich von Jakarta für Dienstag durchgehend klaren Himmel und Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad vorhersagt, widersprechen sich die Meldungen aus der Hauptstadtregion vom Montag auffallend. Einige Medien berichten von einem strahlend klaren Tag in ganz Jabodetabek mit Spitzenwerten um 36 Grad in Süd-Jakarta, andere melden für denselben Zeitraum dichte Bewölkung und vereinzelte dicke Wolken am Morgen, bei ähnlichen Temperaturen. Diese redaktionellen Unterschiede – teils innerhalb ein und derselben Nachrichtenagentur – veranschaulichen die Herausforderungen lokaler Kurzfristprognosen in tropischen Breiten. In Sorong auf West-Papua hingegen regnete es bereits am Montag leicht, begleitet von diesig-trübem Himmel.
Insgesamt zeigt sich ein planetares Wettergeschehen mit markanten regionalen Kontrasten: feuchtkühle Luftmassen über Skandinavien, gewittrige Schwüle über der russischen Tiefebene, staubige Hitze im iranischen Hochland und die für Indonesien typische Mischung aus Sonne, Wolken und lokalen Schauern. Die Unsicherheit der schwedischen Prognose für das Wochenende deutet darauf hin, dass zumindest über Nordeuropa noch keine stabile Hochdrucklage in Sicht ist – während die Tropen in ihrer gewohnten thermischen Konstanz verharren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Eine unbeständige Woche mit täglichem Regen, der am Dienstag und Mittwoch am stärksten ausfällt. Der Wetterdienst rät, zu den Abschlussfeiern im Freien einen Regenschirm mitzunehmen. Eine Störungszone zieht von Südwest nach Nordost, gefolgt von Schauern.
Der Wetterdienst sagt für den Großraum Jakarta und Depok sonniges und klares Wetter voraus, nur am Abend etwas bewölkt. Es bleibt trocken und stabil bei jahreszeittypischen Temperaturen. Bestes Wetter für Aktivitäten im Freien.
Für mehrere Provinzen wurde eine gelbe Unwetterwarnung wegen Gewittern, starken Winden und Staubstürmen ausgegeben. In Teheran ziehen teilweise Wolken auf, dazu frische Böen und steigende Temperaturen. Die Behörden warnen vor möglichen Sturzfluten und raten zur Vorsicht.
Wechselbewölkung mit kurzen Regenfällen und Gewittern am Abend in der Region Moskau, beeinflusst von einem Tief über Belarus und der Ukraine. Die Temperaturen bleiben mit 27 bis 30 Grad hoch. Während der Gewitter sind böige Winde möglich, eine deutliche Abkühlung bleibt aus.
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