Proteste gegen Kushners Luxusresort in Albanien erreichen Deutschland – Meloni unter Druck
Tausende demonstrieren in Tirana gegen ein Milliardenprojekt der Trump-Familie. Die Proteste weiten sich nach Berlin und München aus, während die italienische Regierungschefin US-Interessen in der Region fördert.

In Albanien schlagen die Proteste gegen ein geplantes Luxusresort der Trump-Familie hohe Wellen. Seit Tagen gehen in der Hauptstadt Tirana Tausende auf die Straße, um gegen das Projekt auf der Insel Sazan und an der Küste von Vjosa-Narta zu demonstrieren. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, treibt Jared Kushner über seine Investmentfirma Affinity Partners das Vorhaben voran, das ein Volumen von 1,4 Milliarden Euro bis zu 4 Milliarden Dollar haben soll. Die Demonstranten schwenken Flamingo-Attrappen und Transparente mit der Aufschrift „Albanien ist nicht käuflich“. Die Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft SPAK hat bereits Ermittlungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten aufgenommen.
Die ökologische Dimension des Konflikts ist erheblich. Die betroffenen Gebiete sind geschützte Feuchtgebiete, die Lebensraum für Flamingos, Robben und Meeresschildkröten bieten. Ivanka Trump und Jared Kushner, die nach eigenen Angaben die Insel zufällig bei einem Bootsausflug entdeckten und von ihr „fasziniert“ waren, planen dort Luxushotels und Villen. Der Widerstand hat inzwischen die albanischen Grenzen überschritten: Für Freitagabend wurden nach Informationen der Bild-Zeitung Kundgebungen in Berlin und München angekündigt, die sich mit den albanischen Demonstranten solidarisieren.
Politisch brisant wird die Angelegenheit durch die Rolle Italiens. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die am Freitag am EU-Westbalkan-Gipfel in Montenegro teilnahm, gerät zunehmend in die Kritik. Die Zeitung Domani legt dar, dass Meloni systematisch amerikanische Interessen in der Region befördert – von der Unterstützung des US-favorisierten Kandidaten Antonio Zanardi Landi für das Amt des Hohen Repräsentanten in Bosnien bis zur Begünstigung des Kushner-Projekts in Albanien, das auch mit katarischen Geldern kofinanziert wird. Dabei soll sie den albanischen Regierungschef Edi Rama unterstützen, dem innenpolitischer Widerstand entgegenschlägt.
Das Vorhaben wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Einflussnahme privater US-Investoren im Westbalkan, oft auf Kosten von Umweltauflagen und lokaler Gemeinschaften. Während die Europäische Union den Rechtsstaat in Beitrittskandidaten wie Albanien einfordert, verfolgen Mitgliedstaaten wie Italien eigene geopolitische Ziele. Die Ermittlungen der Sonderstaatsanwaltschaft und der zunehmende öffentliche Druck könnten das Projekt noch zu Fall bringen – doch angesichts der politischen Verflechtungen ist der Ausgang offen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Das Luxusresort der Kushners bedroht ein geschütztes Ökosystem und löst Massenproteste sowie Korruptionsermittlungen aus. Während sich Melonis Italien den Interessen Trumps beugt, skandieren die albanischen Demonstranten, dass ihr Land nicht käuflich ist.
Jared Kushner und Ivanka Trump entdeckten die Insel Sazan zufällig und planen nun ein Luxusresort mit Investitionen von über einer Milliarde Dollar. Trotz lokaler Kritik wird das Projekt als faszinierende Vision für gehobenen Tourismus und als cleveres Geschäftsvorhaben inszeniert.
Tausende protestierten in Tirana gegen ein Küstenresort, das mit Jared Kushner in Verbindung steht, und forderten den Schutz eines Feuchtgebiets, das Flamingos und Meeresschildkröten beheimatet. Die Demonstranten riefen, Albanien sei nicht käuflich, während die Regierung zunehmend unter Druck gerät, das Projekt zu stoppen.
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