Kolumbien: Petro wirft Trump Bündnis mit Drogenhändlern vor – Stichwahl am 21. Juni
Der scheidende kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat die USA scharf kritisiert, nachdem Donald Trump den rechtspopulistischen Kandidaten Abelardo de la Espriella für die Stichwahl unterstützt hatte. Petro spricht von einer Allianz mit 'Narcotraficantes'.

Die kolumbianische Präsidentschaftswahl hat eine scharfe diplomatische Kontroverse ausgelöst: Der scheidende Präsident Gustavo Petro warf den Vereinigten Staaten vor, sich mit Drogenhändlern zu verbünden, nachdem der amerikanische Präsident Donald Trump den rechtspopulistischen Kandidaten Abelardo de la Espriella öffentlich unterstützt hatte. In einem Interview mit der AFP bezeichnete Petro die US-Regierung als Verbündete von „narcotraficantes“ und „génocidaires“. Der Angriff des linken Staatschefs markiert einen neuen Tiefpunkt in den ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Bogotá.
De la Espriella, ein 47-jähriger Anwalt, hatte im ersten Wahlgang überraschend den linken Senator Ivan Cepeda, einen engen Verbündeten Petros, besiegt. Die beiden treten nun am 21. Juni in einer Stichwahl an. Der Jurist, der sich als Bewunderer Trumps inszeniert, machte sein Vermögen vor allem mit der Vertretung von paramilitärischen Drogenhändlern, Betrügern und Fußballstars. Trump lobte seinen „totalen und vollständigen“ Rückhalt für de la Espriella und dessen „außergewöhnliche Lebensleistungen“.
Aus Washingtoner Sicht gilt der Rechtspopulist als geeigneter Partner für einen harten Kurs gegen die Drogenkartelle und als Gegengewicht zu linken Regierungen in der Region. Europäische Beobachter hingegen sehen mit Sorge, dass die Unterstützung eines Mandatsträgers, der enge Verbindungen zu kriminellen Netzwerken unterhalten haben soll, die Rechtsstaatlichkeit untergräbt. Petro, der erste linke Präsident Kolumbiens, hatte seinerseits versucht, die Drogenpolitik zu reformieren und die Abhängigkeit von US-Militärhilfe zu verringern, was in Washington auf Widerstand stieß.
International wird die Entwicklung aufmerksam registriert. Während Trumps Einmischung in kolumbianische Angelegenheiten in Teilen Lateinamerikas als imperiale Geste kritisiert wird, betrachten konservative Kreise sie als notwendige Unterstützung gegen eine vermeintlich sozialistische Bedrohung. Im Nahen Osten, etwa im Iran, wird die Auseinandersetzung als Teil eines globalen ideologischen Kampfes zwischen Links und Rechts verstanden. Für die deutschsprachigen Länder, die traditionell enge Wirtschaftsbeziehungen zu Kolumbien pflegen und sich für stabile demokratische Prozesse einsetzen, ist die Entwicklung ein Warnsignal.
Der Ausgang der Stichwahl wird nicht nur über die politische Zukunft Kolumbiens entscheiden, sondern auch über die künftige Ausrichtung der Beziehungen zu den USA und zur internationalen Gemeinschaft. Ein Sieg de la Espriellas könnte zu einer radikalen Wende in der Drogen- und Sicherheitspolitik führen und die Kooperation mit Washington vertiefen, während Petro bis zuletzt versucht, sein Vermächtnis zu sichern. Unabhängig davon bleibt die Sorge, dass die Einmischung ausländischer Mächte – sei es durch Wahlhilfe oder diplomatische Angriffe – die Souveränität und Stabilität des Landes gefährdet.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Der scheidende kolumbianische Präsident wirft Trump vor, sich mit der extremen Rechten und mit Drogenhändlern zu verbünden. Der Vorgang wird als unerwartete diplomatische Spannung dargestellt, die die anstehende Präsidentschaftsstichwahl überschattet. Die Wortwahl ist scharf, doch die Berichterstattung hält sich zurück und protokolliert die gegenseitigen Vorwürfe.
Aus der Region wird Petros Angriff als legitime Anklage gegen die Einmischung Washingtons verstärkt. Die USA werden bezichtigt, einen Kandidaten der extremen Rechten zu stützen, der mit Paramilitärs und Drogenhändlern verbunden ist, während sie einen Drogenkrieg vorgeben. Der Vorfall gilt als weiterer Beleg für die Doppelmoral der USA in Lateinamerika.
Die US-Regierung ist entlarvt: Sie gibt vor, den Drogenhandel zu bekämpfen, während sie in Wirklichkeit Narco-Paramilitärs und Betrüger stützt, um eine Marionette in Kolumbien einzusetzen. Der kolumbianische Präsident demontiert die Heuchelei Washingtons, das seine Vorherrschaft in der Region durch Bündnisse mit Kriminellen aufrechtzuerhalten sucht. Eine weitere Bestätigung für die räuberische Natur des US-Imperialismus.
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