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Ausgabe von 20:00 CETFreitag, 12. Juni 2026
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Freitag, 12. Juni 2026 · Ausgabe von 20:00 CET

Pariser Konferenz wirbt für Zweistaatenlösung – Proteste in Jakarta

Während in Paris israelische und palästinensische Friedensaktivisten mit Diplomaten beraten, demonstriert Indonesien gegen die anhaltende Gewalt. Die Perspektive für zwei Staaten schwindet.

Geopolitik6 Quellen4 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 21:25

In Paris hat Frankreich am Freitag, dem 12. Juni, zum zweiten Mal eine internationale Konferenz zur Zweistaatenlösung ausgerichtet. Vertreter der israelischen und palästinensischen Zivilgesellschaft trafen mit rund fünfzehn Ministerdelegationen zusammen, um konkrete Empfehlungen für den bevorstehenden G7-Gipfel in Évian zu erarbeiten. Die Gespräche mündeten in einen Acht-Punkte-Aufruf, der einen Waffenstillstand, Reformen der palästinensischen Regierungsführung und den Wiederaufbau des Gazastreifens fordert. Aus Pariser Sicht ist die Konferenz „heute notwendiger und dringlicher denn je“, wie Teilnehmer mit Blick auf die stockende Waffenruhe und die vielen zivilen Opfer betonten.

Die Zusammenkunft knüpft an eine ähnliche Initiative vor einem Jahr an, die den sogenannten Pariser Appell hervorbrachte – später von der UN-Generalversammlung angenommen – und den Weg für die New Yorker Erklärung zur palästinensischen Staatlichkeit ebnete. In der Folge erkannten Frankreich, Großbritannien, Kanada und weitere Staaten einen palästinensischen Staat an. Doch die regionale Realität hat sich seither weiter verdüstert: Der Krieg an mehreren Fronten, die schleppende Umsetzung der Gaza-Waffenruhe und die politische Fragmentierung lassen das Ziel zweier friedlich koexistierender Staaten ferner erscheinen denn je. Die in Paris anwesenden Friedensbefürworter aus Israel und Palästina gelten Beobachtern als mutige, aber zunehmend isolierte Stimmen.

Parallel zur diplomatischen Initiative in Europa formiert sich auch in Asien öffentlicher Druck. In Jakarta kündigten muslimische Organisationen für Sonntag, den 14. Juni 2026, eine Großdemonstration vor der US-Botschaft an. Unter dem Titel „Aksi Bela Palestina“ werden führende indonesische Geistliche wie der stellvertretende Vorsitzende des Rates der islamischen Rechtsgelehrten Cholil Nafis und weitere Persönlichkeiten erwartet. Die Organisatoren prangern die anhaltende israelische Militäraggression an, die zahlreiche Todesopfer gefordert und die zivile Infrastruktur zerstört habe. Die Kundgebung unterstreicht, dass die Solidarität mit den Palästinensern weit über den Nahen Osten hinausreicht und auch in Südostasien eine mobilisierende Kraft entfaltet.

Frankreichs beharrliches Werben für die Zweistaatenlösung stößt damit auf eine gespaltene internationale Bühne. Während Paris den Dialog zwischen den Zivilgesellschaften am Leben hält und die Ergebnisse in die G7-Agenda einspeisen will, fehlt es an wirksamen politischen Hebeln. Die Anerkennungswelle des vergangenen Jahres hat die israelische Regierung nicht zu Zugeständnissen bewegt, und die palästinensische Seite bleibt intern zerstritten. Ohne einen belastbaren Waffenstillstand und eine Perspektive für die Menschen in Gaza droht auch diese Konferenz ein symbolischer Akt zu bleiben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Empfehlungen aus Paris in Évian Gehör finden oder im Getöse des Krieges verhallen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Frankreich richtet eine zweite Konferenz zur Zwei-Staaten-Lösung aus und bringt israelische und palästinensische Zivilgesellschaft zusammen. Doch das Ziel schien nie so fern, und Stimmen fordern, die Anerkennung Palästinas an eine demokratische Erneuerung zu knüpfen, da die versprochenen Wahlen nicht abgehalten wurden.

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Israelische und palästinensische Zivilgesellschaftsgruppen treffen sich in Paris, um die internationale Gemeinschaft aufzufordern, die Zwei-Staaten-Lösung nicht aufzugeben, während die Aussichten im anhaltenden Krieg schwinden. Die Konferenz, ein Jahr nach der New Yorker Erklärung, wird einen Aufruf zu Waffenstillstand, Regierungsreformen und Wiederaufbau Gazas verabschieden.

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Eine große Kundgebung zur Verteidigung Palästinas wird vor der US-Botschaft in Jakarta stattfinden, an der prominente islamische Führer teilnehmen, um die muslimische Einheit und humanitäre Solidarität zu stärken. Der Protest formuliert neun Forderungen und spiegelt die weitverbreitete Empörung und Dringlichkeit für die palästinensische Sache wider.

Diese Geschichte erschien in

6 Quellen · 4 Sprachen · 24h-Fenster

Internazionale12. Juni, 10:44
Atlasinfo12. Juni, 17:24
Le Monde12. Juni, 10:44
Jerusalem Post12. Juni, 12:47
Haaretz English12. Juni, 17:25
Republika12. Juni, 17:25