Nach israelischen Angriffen: Iran feuert Raketen auf Israel und droht mit massiver Vergeltung
Als Reaktion auf israelische Luftschläge gegen Hisbollah-Stellungen in Beirut hat der Iran Raketen auf Israel abgefeuert. Teheran warnt vor einer vernichtenden Antwort bei weiteren Angriffen, während die USA ihre Schutzmaßnahmen verstärken.

Am Sonntagabend detektierte die israelische Armee den Abschuss mehrerer Raketen aus Iran in Richtung israelisches Territorium. Die Luftabwehrsysteme wurden aktiviert, um die Bedrohung abzuwehren. Auslöser für die iranische Reaktion waren israelische Luftangriffe auf das Hauptquartier der Hisbollah im südlichen Beirut am selben Tag. Damit verschärft sich die ohnehin angespannte Lage zwischen dem Iran und Israel weiter. Nach Angaben der Revolutionsgarden (IRGC) handelte es sich bei dem Raketenbeschuss um eine reine Warnung; sollte Israel erneut zuschlagen, würden die Antworten „umfassender und vernichtender“ ausfallen. Gleichzeitig drohten mehrere iranische Kommandeure und Militärmedien mit massiven Vergeltungsschlägen.
So erklärte der Sprecher des Khatam-al-Anbiya-Hauptquartiers, die Islamische Republik werde bei einer Ausweitung der israelischen Angriffe auf den Libanon „vernichtende und bedauernswerte Schläge“ gegen Israel und seine Unterstützer führen. Auch das IRGC-nahe Medium Tasnim zitierte eine Militärquelle mit den Worten, die nächste Raketensalve werde „volumenreicher“ sein. Der Militärberater Mohsen Rezaei betonte, man habe wiederholt klargemacht, dass ein Angriff auf den Libanon nicht toleriert werde.
Hinter den Kulissen herrscht derweil Unklarheit über die Entscheidungswege in Teheran. Zwei mit den Streitkräften vertraute Quellen berichteten Iran International, dass die Raketeneinheiten der IRGC nach den israelischen Schlägen in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden seien. Offenbar sei ein förmlicher Antrag zur Genehmigung der Raketenangriffe an das Büro von Mojtaba Khamenei, dem neuen Führer der Islamischen Republik, gestellt worden. Eine Antwort stehe bislang jedoch aus. Dies deutet auf interne Abstimmungsprozesse und mögliche Zögerlichkeiten hin, die im Widerspruch zur forschen öffentlichen Rhetorik stehen.
Aus Washingtoner Sicht wird die Eskalation mit Sorge beobachtet. Ein nicht namentlich genannter Verteidigungsbeamter der USA erklärte, die amerikanischen Streitkräfte im Nahen Osten seien „bereit zur Verteidigung“, falls der Iran seine Drohungen wahrmache. Zudem bemühen sich die USA auf diplomatischer Ebene um eine Reaktion der internationalen Gemeinschaft. Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, konsultiert Washington derzeit Mitglieder des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), um einen Resolutionsentwurf zu unterstützen, der von Teheran Aufklärung über den Zustand seiner angegriffenen Atomanlagen und seines angereicherten Urans fordert. Dieser Schritt könnte den Druck auf den Iran erhöhen, steht aber im Kontrast zu den militärischen Drohungen.
Die jüngsten Entwicklungen zeigen ein gefährliches Eskalationsmuster: Auf israelische Präzisionsschläge folgt eine iranische Antwort, die als Warnung deklariert wird, aber mit der vagen Drohung einer massiven Ausweitung verbunden ist. Die Unsicherheit über die tatsächliche Entscheidungsgewalt in Teheran – insbesondere die Rolle des noch unerfahrenen Führers Mojtaba Khamenei – könnte das Risiko von Fehlkalkulationen erhöhen. Für Europa und insbesondere Deutschland, das traditionell gute Beziehungen zu Israel pflegt und zugleich um diplomatische Kanäle nach Teheran bemüht ist, bleibt die Lage brisant. Eine unkontrollierte Eskalation würde nicht nur den Nahen Osten erschüttern, sondern auch die Energieversorgung und Flüchtlingsbewegungen nach Europa beeinflussen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Drohungen reine Rhetorik bleiben oder in einen breiteren militärischen Konflikt münden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Teheran warnt, eine israelische Antwort auf die iranischen Raketenangriffe würde eine noch massivere Welle auslösen – mit einer großen Zahl bereits einbereiter Raketen auf erweiterte Ziele. Iran erklärt sich für einen umfassenden Krieg bereit und fordert das zionistische Regime auf, die Angriffe auf den Südlibanon und Dahieh sofort einzustellen.
Das israelische Militär hat Raketenstarts aus dem Iran auf sein Gebiet erkannt und die Verteidigungssysteme zur Abwehr aktiviert. US-Vertreter erklärten, die amerikanischen Streitkräfte in der Region seien bereit, sich gegen erneute Angriffe der Islamischen Republik zu verteidigen.
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