Machtwechsel beim Mossad: Netanjahu und Gofman prophezeien Ende des iranischen Regimes
Bei der Amtseinführung des neuen Mossad-Direktors Roman Gofman bekräftigte Israels Premierminister den Kampf gegen Teherans Atomprogramm und kündigte an, den Sturz des Regimes aktiv zu unterstützen.

Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Mossad-Chefs Roman Gofman in Tel Aviv haben Israels politische und geheimdienstliche Führung eine ungewöhnlich deutliche Sprache gegenüber Iran angeschlagen. Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, Israel werde nicht zulassen, dass Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelange, und sagte dem „Terrorregime“ ein baldiges Ende voraus: „Dieses Regime, dessen Schicksal es ist, zu verschwinden, wird uns niemals mehr mit Atombomben und Tausenden ballistischen Raketen drohen – und wir werden ihm helfen, dieses Schicksal zu erreichen“, so Netanjahu laut übereinstimmenden Berichten arabischer und israelischer Medien. Der neue Mossad-Direktor Roman Gofman, der auf David Barnea folgt, gelobte, den verdeckten Kampf gegen die Islamische Republik und ihre Verbündeten fortzusetzen.\n\nIn der israelischen Berichterstattung wurde die Zeremonie als Signal der Entschlossenheit gewertet. Die Jerusalem Post hob hervor, dass Gofman von einem „strategischen Umschwung“ sprach, den Israel der iranischen Achse aufgezwungen habe und der das Machtgleichgewicht in der gesamten Region verändert habe. Arabische Nachrichtensender wie Sky News Arabia und das libanesische Portal Al-Modon stellten indes Netanjahus Drohungen in den Mittelpunkt, insbesondere das Versprechen, eine nukleare Wiederaufrüstung Irans zu verhindern. Die in London ansässige, regimekritische Plattform Iran International wies auf die explizite Rede von „Regimewechsel“ hin – ein Ziel, das Barnea in seiner Abschiedsrede als „erreichbar“ bezeichnet hatte. Aus Teheraner Sicht dürften solche Aussagen die Hardliner bestärken, die ohnehin auf Konfrontation setzen.\n\nDie Eskalation der Rhetorik fällt in eine Phase erhöhter Spannungen, in der die USA unter Präsident Donald Trump parallel zu den Feierlichkeiten weitere Sanktionen gegen Irans Kryptowährungssektor verhängten, wie Iran International berichtete. Aus Brüsseler und Berliner Sicht wächst die Sorge, dass eine militärische Zuspitzung die europäische Sicherheit unmittelbar gefährden könnte – etwa durch Destabilisierung des Nahen Ostens, Fluchtbewegungen oder Angriffe auf kritische Infrastruktur. Deutschland, das zusammen mit den E3-Partnern Frankreich und Großbritannien noch immer versucht, eine diplomatische Lösung in der Atomfrage zu vermitteln, sieht sich durch solche israelischen Unmissverständlichkeiten unter Zugzwang. Die Aussicht auf ein offenes Streben nach Regimewechsel stellt die traditionelle europäische Doppelstrategie aus Dialog und Abschreckung vor neue Herausforderungen.\n\nDie Personalie Gofman gilt in Fachkreisen als Signal für eine noch aggressivere Gangart des Mossad. Der neue Chef, der zuvor eine Abteilung für Spezialoperationen leitete, dürfte den Druck auf das iranische Nuklearprogramm und dessen regionale Stellvertreter weiter erhöhen. Die von ihm beschworene ‚Vollendung der Arbeit‘ könnte auf eine Ausweitung der verdeckten Operationen hindeuten – von Sabotageakten in Nuklearanlagen bis hin zu gezielten Tötungen. Für die Region bedeutet dies eine Fortsetzung des Schattenkriegs mit unkalkulierbaren Risiken, auch für die europäische Diplomatie. Während die israelische Regierung das Ende des iranischen Regimes als realistische Perspektive zeichnet, bleibt offen, ob die rhetorische Verschärfung eher der innenpolitischen Stabilisierung oder einer echten strategischen Weichenstellung dient.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die Amtseinführung des neuen Mossad-Chefs wurde als Moment genutzt, um zu betonen, dass die Tage des iranischen Regimes gezählt sind, nachdem es von israelischen Geheimdiensten schwer getroffen wurde. Der Premierminister rief die strategische Wende gegenüber Teheran in Erinnerung und gelobte, den Untergang der Ajatollahs zu beschleunigen.
Golf-Medien berichteten über die neuen Anweisungen an den Mossad-Chef: Teheran am Erwerb von Atomwaffen hindern und den Kampf gegen die iranische Aggression fortsetzen. Der Bericht zitierte den israelischen Premierminister, der die iranische Führung als schreckliches Regime bezeichnete, das letztlich verschwinden werde.
Die europäische Presse hob hervor, dass die Ernennung zum Mossad-Chef umstritten war und der Bestätigung durch das Oberste Gericht bedurfte. Bei der Zeremonie wurde die Warnung an Teheran erneuert, mit der Behauptung, die Grundfesten des Regimes seien bereits erschüttert; der Ton bleibt der eines Beobachters, der eine kriegerische Rhetorik zur Kenntnis nimmt, die nicht ohne Kontroversen ist.
Die arabisch-levantinische Presse stellte die Äußerungen als eine weitere israelische Drohung dar, wobei Verben wie ‘behaupten’ Distanz signalisierten. Der israelische Premierminister wird als entschlossen geschildert, den Iran am Wiederaufbau seiner nuklearen Fähigkeiten zu hindern, in einer Darstellung, die Tel Avivs Führung als bedrohlichen Akteur porträtiert, der den Sturz des theokratischen Regimes verspricht.
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