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Kushners Milliardenprojekt: Proteste in Albanien eskalieren

Zehntausende Albaner protestieren gegen ein Milliardenprojekt von Jared Kushner und Ivanka Trump. Umweltverbände schlagen Alarm, die EU beobachtet die Korruptionsvorwürfe – ein Fall mit Signalwirkung für den Westbalkan.

Wirtschaft4 Quellen6 Sprachen3 Min. LesezeitAkt. 08:00

In der albanischen Hauptstadt Tirana haben in den vergangenen Tagen Tausende Menschen gegen ein geplantes Luxusresort demonstriert, das mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, und dessen Ehefrau Ivanka Trump in Verbindung steht. Mit aufblasbaren Flamingos und Plakaten mit der Aufschrift „Nation ist nicht zu verkaufen“ belagerten die Protestierenden das Büro von Ministerpräsident Edi Rama und brachten damit ihren Unmut über ein Projekt zum Ausdruck, das nicht nur die Umwelt massiv gefährden, sondern auch nationale Interessen verraten würde.

Das Vorhaben, das vom Private-Equity-Fonds Affinity Partners unter Kushners Führung vorangetrieben wird, umfasst zwei Standorte: Die unbewohnte Insel Sazan, für die ein Investment von 1,4 Milliarden Dollar vorgesehen ist, sowie ein Küstengebiet bei Zvërnec im Süden Albaniens, das weitere 4,7 Milliarden Dollar kosten soll. Kushner selbst sprach von einem „very high-end luxury product“ und träumt von einem Refugium für Superreiche. Die albanische Regierung unter dem sozialistischen Ministerpräsidenten Rama sieht in dem Projekt einen Katalysator für den Ausbau des Luxustourismus und einen Schub für die Ambitionen des Landes, der Europäischen Union beizutreten. Doch aus Washingtoner Sicht wirft das Engagement Kushners Fragen auf, da er während der zweiten Amtszeit seines Schwiegervaters Geschäfte mit ausländischen Regierungen macht – ein potenzieller Interessenkonflikt, der in den USA zunehmend kritisch beäugt wird.

Aus umweltpolitischer Perspektive schlagen Naturschutzorganisationen Alarm. Die Organisation BirdLife International warnte, dass schwere Maschinen bereits ohne Genehmigung und ohne Umweltverträglichkeitsprüfung durch das Gebiet pflügten. Die Region Vjosa-Narta gilt als einer der bedeutendsten Lebensräume Europas – Brutstätte für Rosaflamingos, Krauskopfpelikane und Meeresschildkröten. Ein kontroverser Regierungsbeschluss aus dem Jahr 2024 hatte den Schutzstatus des Areals kurzerhand geändert und damit das Tor für die Bebauung geöffnet. Parallel dazu laufen nun Korruptionsermittlungen, wie schwedische Medien berichten.

In Brüssel beobachtet man die Vorgänge mit wachsender Sorge. Der Fall könnte zum Lackmustest für die Rechtsstaatlichkeit und den Umweltschutz in Albanien werden – beides Kernkriterien für einen EU-Beitritt. Aus deutscher und europäischer Sicht geht es auch um die Frage, ob internationale Investoren unter Missachtung europäischer Standards bevorzugt werden. Die Proteste in Tirana zeigen, dass große Teile der Bevölkerung der Regierung Rama nicht mehr vertrauen und einen Ausverkauf des Landes fürchten.

Die Zukunft des Projekts ist ungewiss. Kushner zeigt sich bislang unbeeindruckt von der Kritik, und mit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus könnte der politische Rückhalt für das Vorhaben sogar steigen. Für Albanien aber geht es um mehr als nur Luxusvillen: Es geht um die Glaubwürdigkeit des gesamten EU-Integrationsprozesses. Sollte Rama an dem Projekt festhalten, droht nicht nur ein innenpolitischer Flächenbrand, sondern auch ein schwerer Konflikt mit Brüssel. Der Ausgang dieses Streits dürfte Signalwirkung für ähnliche Großvorhaben im Westbalkan haben.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Tausende protestieren in Albanien gegen ein 1,4-Milliarden-Dollar-Luxusresort-Projekt, das mit Jared Kushner in Verbindung steht und wertvolle Lebensräume von Flamingos, Pelikanen und Meeresschildkröten gefährdet. Korruptionsermittlungen und die Zerstörung geschützter Küstenlandschaften ohne Genehmigung haben eine Welle der Empörung ausgelöst, bei der aufblasbare Flamingos geschwenkt und 'Die Nation ist nicht käuflich' gerufen wird.

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Jared Kushners geplantes Luxusresort in Albanien gerät zunehmend in die Kritik, nachdem Tausende gegen den 1,4-Milliarden-Dollar-Deal protestieren, der die Insel Sazan und ein geschütztes Küstengebiet umfasst. Die Affäre wirft erneut Fragen nach Interessenkonflikten auf, da Trumps Schwiegersohn seinen Private-Equity-Fonds nutzt, um während der zweiten Amtszeit seines Schwiegervaters mit ausländischen Regierungen Geschäfte zu machen.

Diese Geschichte erschien in

4 Quellen · 6 Sprachen · 24h-Fenster

Forbes4. Juni, 03:26
Blick3. Juni, 19:22
TV43. Juni, 23:25
The Independent3. Juni, 23:24