Kaur-Rekord, Serienausgleich in Lahore und Cummins' IPL-Dilemma
Während Harmanpreet Kaur mit ihrem 368. Länderspiel einen Weltrekord aufstellte und England die indischen Frauen bezwang, glich Australien die ODI-Serie in Pakistan aus. Pat Cummins denkt derweil über IPL-Verzicht nach.

Harmanpreet Kaur, die Kapitänin des indischen Frauen-Cricketteams, hat sich mit ihrem 368. Länderspieleinsatz im dritten T20I gegen England zur Rekordnationalspielerin aufgeschwungen. Sie überholte die Neuseeländerin Suzie Bates, die bei 367 Einsätzen steht und nach der T20-Weltmeisterschaft 2026, die am 12. Juni beginnt, zurücktreten wird. Damit dürfte Kaur die Bestmarke weiter ausbauen, während Bates' glanzvolle Karriere in England endet.
Das Spiel selbst geriet für Indien jedoch zur Enttäuschung. England jagte die Vorgabe von 181 Runs – die höchste erfolgreiche Aufholjagd in einem T20I auf englischem Boden – und gewann dank einer 137-Run-Partnerschaft zwischen Alice Capsey und Heather Knight mit sechs Wickets. Der 2:1-Seriensieg verleiht den Engländerinnen vor der Heim-WM Rückenwind, während Indien eine verpasste Chance beklagt.
Auf der anderen Seite des Globus, in Lahore, glich Australiens Männerteam die ODI-Serie gegen Pakistan mit einem 41-Run-Erfolg aus. Auf einem schwierigen, spinnfreundlichen Pitch ragte Nathan Ellis mit 4 für 33 heraus und führte eine ersatzgeschwächte Mannschaft zum Sieg, nachdem Cameron Green, Matt Renshaw und der Teenager Ollie Peake solide Batting-Leistungen zeigten. Pakistan verlor früh Wickets und konnte trotz eines kämpferischen Shadab Khan nur 190 Runs erzielen. Besondere Erwähnung fand Shaheen Shah Afridi, der mit dem ersten Ball des Spiels Alex Carey bowltet und damit als dritter pakistanischer Kapitän nach Wasim Akram und Waqar Younis ein Wicket mit dem ersten Wurf in einem ODI verbuchte.
Abseits des Platzes sorgt Australiens Testkapitän Pat Cummins für Schlagzeilen. Angesichts eines brutalen Spielplans mit möglichen 21 Tests in zwölf Monaten – darunter Auswärtsserien gegen Südafrika, Indien und England sowie die ODI-Weltmeisterschaft 2027 – deutete Cummins an, auf die Indian Premier League 2027 verzichten zu müssen, um für sein Land fit zu bleiben. „Irgendetwas muss nachgeben“, so Cummins, der damit die wachsende Belastung der Spitzenspieler im modernen Cricket unterstreicht.
Aus globaler Perspektive zeigen die Ereignisse, wie der internationale Kalender vor der T20-Weltmeisterschaft an Fahrt aufnimmt. Während England als Gastgeber sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern als Favorit gilt, müssen Nationen wie Indien, Pakistan und Australien ihre Kaderjustierungen und Belastungssteuerung meistern. Die Entscheidung von Cummins könnte dabei wegweisend für andere Topspieler sein.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Indiens Frauenteam vergab den Seriensieg, nur Harmanpreet Kaurs Rekord an Länderspielen tröstet. Pakistan verlor gegen Australien, trotz Shaheen Afridis frühem Erfolg.
Australien hat die ODI-Serie in Pakistan ausgeglichen, angeführt von Cameron Green und Nathan Ellis. Der Erfolg des Ersatzteams unterstreicht dessen Widerstandskraft und Tiefe.
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