Ghana unter Queiroz: Letzte Kaderänderungen vor WM-Start
Trainer Carlos Queiroz verkündet den 26-Mann-Kader für die WM 2026, ersetzt den verletzten Djiku und verteidigt die Nominierung des umstrittenen Thomas Partey.

Mit der Bekanntgabe seines endgültigen 26-Mann-Kaders hat Ghanas Nationaltrainer Carlos Queiroz die letzten Weichen für die Weltmeisterschaft in Nordamerika gestellt. Der erfahrene Portugiese, der erst im März als Nachfolger von Otto Addo verpflichtet wurde, musste kurzfristig umplanen: Innenverteidiger Alexander Djiku vom russischen Klub Spartak Moskau fällt mit einer Oberschenkelverletzung aus, die er sich im Pokalfinale zugezogen hatte. Für ihn rückt der in den Niederlanden geborene Derrick Luckassen von Pafos FC nach. Auch der offensive Mittelfeldspieler Mohammed Kudus, der mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hat, steht nicht im Aufgebot. Die Liste, die nach FIFA-Angaben fristgerecht eingereicht wurde, umfasst 15 WM-Debütanten und prominente Namen wie Thomas Partey, Antoine Semenyo und Kapitän Jordan Ayew.
Queiroz nutzte die Gelegenheit, um Spekulationen über externe Einflussnahme auf seine Nominierungen entschieden zurückzuweisen. Auf einer Pressekonferenz in Cardiff, wo die Black Stars ein Testspiel gegen Wales bestreiten, betonte er mit unmissverständlicher Mimik: „Schauen Sie mich genau an, und Sie haben die Antwort.“ Der 73-Jährige, der auf eine lange Karriere bei Spitzenklubs und Nationalteams zurückblickt, unterstrich zugleich, dass der Druck vor einem Weltturnier unvermeidlich sei und als Antrieb diene. Fünf Niederlagen in Serie lasten auf dem Team, doch Queiroz verspricht attraktiven Offensivfußball.
Besondere Aufmerksamkeit erregt die Mitnahme von Thomas Partey. Der Mittelfeldspieler sieht sich in England mit Vergewaltigungs- und sexuellen Übergriffsvorwürfen konfrontiert, beteuert jedoch seine Unschuld. Queiroz stellte sich vor seine Entscheidung und verwies auf die Unschuldsvermutung, die sowohl im englischen als auch im portugiesischen Recht gelte. Kapitän Jordan Ayew rief derweil die heimischen Fans zu Geduld auf und zeigte sich optimistisch, dass das Team bei der WM „Menschen überraschen“ könne. Insbesondere Stürmer Antoine Semenyo, der nach seinem Wechsel zu Manchester City in der Premier League auftrumpfte, verkörpert die Hoffnungen.
Vor dem Abflug nach Übersee testet Ghana an diesem Dienstag in Cardiff gegen Wales – eine Partie, die Queiroz als Gelegenheit sieht, Spielfreude und Siegeswillen zu demonstrieren. Unterdessen hat die Regierung in Accra 1.000 Eintrittskarten für mitreisende Anhänger erworben, um den Support im Gastgeberland sicherzustellen. In der Gruppe L trifft Ghana am 17. Juni in Toronto auf Panama, am 23. Juni in Boston auf England und am 29. Juni in Kansas City auf Kroatien – eine anspruchsvolle Aufgabe für den viermaligen Afrikameister, der nach zuletzt schwankenden Leistungen um internationales Prestige ringt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Ghanas Trainer weist Vorwürfe äußerer Einflussnahme zurück und verteidigt die Berufung eines strafrechtlich angeklagten Spielers unter Berufung auf die Unschuldsvermutung. Unter Druck, Verletzungssorgen und Fan-Skepsis bereitet sich das Team mit staatlich erworbenen tausend Tickets für die Fans und dem Appell des Kapitäns um Geduld auf die WM vor.
Lateinamerikanische Medien berichten über die verschobene Kaderbekanntgabe Ghanas aufgrund von Verletzungen, wodurch das Team eines der letzten ist. Im Vordergrund stehen die Ausfälle eines Verteidigers und eines Schlüsselspielers, ergänzt um die endgültige Kaderliste und die Gruppengegner.
Die russische Berichterstattung konzentriert sich auf Spartak-Moskau-Verteidiger Alexander Djiku, der nach einer Verletzung im russischen Pokalfinale die WM verpasst. Meldung zitiert die Bestätigung des ghanaischen Trainers und geht nicht auf das Turnier ein.
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