FIFA kämpft mit neuen Regeln gegen Zeitspiel und Diskriminierung bei der WM 2026
Rote Karte für Hand-vor-dem-Mund, erweiterte VAR-Befugnisse und Countdowns bei Standards: Die Fußball-WM 2026 wird zum Experimentierfeld für ein schnelleres und saubereres Spiel.

Die FIFA hat wenige Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko ein umfassendes Paket an Regeländerungen vorgestellt, das den Profifußball nachhaltig verändern könnte. Im Zentrum steht eine neue, ungewöhnliche Sanktion: Wer sich in einer konfrontativen Situation den Mund mit der Hand bedeckt, riskiert die rote Karte. Pierluigi Collina, Vorsitzender der FIFA-Schiedsrichterkommission, begründete den Schritt mit den Worten: »Wenn ein Spieler seinen Mund verdeckt, bedeutet das, dass er etwas sehr Ernstes sagen könnte« [A7]. Die Maßnahme zielt auf die Unterbindung von verbalen Entgleisungen und rassistischen Beleidigungen, die zuletzt durch die Geste des Mund-Verdeckens der Ahndung zu entgehen versuchten [A1][A6].
Gleichzeitig rüstet der Weltverband im Kampf gegen Zeitspiel auf. Ein besonderes Ärgernis sind Torhüter, die Verletzungen vortäuschen, um ihren Mitspielern eine taktische Auszeit an der Seitenlinie zu ermöglichen. Künftig müssen alle Spieler bei einer Torwart-Behandlung auf dem Spielfeld bleiben oder sich im Mittelkreis versammeln – der Gang zum Trainer ist strikt untersagt [A2][A4]. Für Abstöße und Einwürfe wird ein Fünf-Sekunden-Countdown eingeführt; wer die Zeit überschreitet, verliert den Ball an den Gegner [A1][A6]. Zudem haben ausgewechselte Spieler nur noch zehn Sekunden, um das Feld am nächstgelegenen Punkt zu verlassen, sonst spielt ihr Team eine Minute in Unterzahl [A4][A12].
Auch der Videobeweis (VAR) erhält erweiterte Kompetenzen. Er kann nun bei ruhenden Bällen eingreifen, wenn ein Foul der angreifenden Mannschaft vor der Ausführung der Standardsituation begangen wurde und dieses das Tor, einen Strafstoß oder eine Disziplinarmaßnahme direkt beeinflusst [A8][A9]. Ein bereits als Musterbeispiel genanntes Tor der englischen Nationalmannschaft gegen Uruguay, bei dem ein Engländer einen Verteidiger vor dem Eckball behinderte, wäre nach der neuen Regel annulliert worden [A10][A11].
Die Neuerungen, die in enger Abstimmung mit dem International Football Association Board (IFAB) erarbeitet wurden, sollen das Spiel beschleunigen und die Autorität der Schiedsrichter stärken [A5][A19]. Collina sprach von einer »Säuberung des Spiels von all diesem Schmutz« [A5]. Kritiker könnten eine Überregulierung befürchten, doch die FIFA betrachtet das Turnier mit 48 Mannschaften als ideales Labor, um die Praxistauglichkeit zu testen [A3]. Aus europäischer Sicht werden vor allem die strengen Zeitlimits und die VAR-Ausweitung aufmerksam verfolgt, da sie bereits in nationalen Ligen diskutiert wurden. Sollten sie sich bewähren, könnten sie den globalen Fußball dauerhaft prägen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die neuen Regeln sind ein Eingeständnis, dass das Spiel schwer zu kontrollieren ist, und fördern eine strafende Schiedsrichterlinie. Das Verdecken des Mundes bei Konfrontationen gilt als Zeichen von Beschimpfungen und wird mit Rot geahndet, während die Basketball-ähnliche Blockregel einen disziplinarischen Kurswechsel markiert.
Die FIFA reagiert auf zwei jüngste Skandale mit acht völlig neuen Regeln für die WM, die auf ein schnelleres Spiel und eine ausgebaute VAR abzielen. Das Bedecken des Mundes, um das Lippenlesen zu verhindern, wird mit Rot bestraft, und ein Countdown für zügige Spielfortsetzungen wird eingeführt.
Das erklärte Ziel ist, den Fußball von allem Schmutz zu befreien und diese WM als Labor für ein gerechteres und technologischeres Schiedsrichterwesen zu nutzen. Versprochen werden Platzverweise für das Bedecken des Mundes und ein hartes Durchgreifen gegen Zeitschinderei, womit der Grundstein für eine globale Reform gelegt wird.
Die FIFA schiebt den englischen Tricks bei ruhenden Bällen einen Riegel vor: Tore, denen Halte- und Blockfouls vor dem Schuss vorausgehen, werden zurückgenommen. Die Premier-League-Gewohnheit, Verteidiger im Strafraum zu blockieren, wird nicht mehr toleriert, und taktische Besprechungen bei vorgetäuschten Torwartverletzungen werden ebenfalls unterbunden.
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