EU strebt nach digitaler Souveränität: Im Spannungsfeld zwischen Trump und China
Brüssel bereitet ein Technologiepaket vor, um die Abhängigkeit von den USA und China drastisch zu reduzieren. Trumps Drohungen und der Handelskonflikt mit Peking zwingen zum Umdenken.

Die Europäische Union rüstet sich für einen Zweifrontenkampf um technologische Souveränität. Angesichts der Drohungen aus Washington unter Präsident Trump und der eskalierenden Wirtschaftsbeziehungen mit Peking arbeitet Brüssel an einem umfassenden Maßnahmenpaket. Es soll die Abhängigkeit von amerikanischer Cloud-Infrastruktur, asiatischen Chips und chinesischen Handelsströmen drastisch reduzieren. Wie mehrere Quellen berichten, will die EU-Kommission in Kürze ihre Pläne vorstellen.
Besonders der Druck aus den USA hat in Europa ein Umdenken ausgelöst. Noch vor wenigen Jahren galt die enge digitale Anbindung an amerikanische Konzerne als unproblematisch. Doch seit Trump regelmäßig mit Strafzöllen, dem Austritt aus der NATO oder gar der Annexion Grönlands droht, wächst das Unbehagen. »Wir leben in einer Welt, in der solche Abhängigkeiten als Waffe gegen uns eingesetzt werden können«, zitiert die schwedische Presse eine zuständige EU-Kommissarin. Die Abhängigkeit von US-Clouddiensten und -Netzwerken gefährde lebenswichtige Sektoren.
Parallel dazu spitzt sich der Handelskonflikt mit China zu. Die EU-Kommission hält die Wirtschaftsbeziehungen nicht mehr für tragfähig und hat in einer vertraulichen Sitzung über restriktive Maßnahmen beraten. Bloomberg zufolge ist die Führungsriege nahezu einig: Ohne tiefgreifende industrielle Erneuerung und eine moderne Verteidigungsbasis drohe die Union, zwischen den Blöcken zerrieben zu werden. Ein Schritt könnten milliardenschwere Investitionen sein.
Ein zentraler Trend ist die »souveräne KI«. Schon jetzt, so berichtet die schwedische Wirtschaftszeitung, laufen rund 70 bis 80 Prozent der europäischen Digitalinfrastruktur über ausländische Tech-Riesen. Strengere Datenschutzauflagen und die Furcht vor plötzlichen Lieferstopps treiben Unternehmen dazu, KI-Anwendungen auf lokalen Systemen zu betreiben. Eine neue Generation europäischer Anbieter positioniert sich.
Für Deutschland, Österreich und die Schweiz bedeutet dies eine heikle Gratwanderung. Die exportorientierte deutsche Industrie ist auf offene Märkte in China angewiesen, gleichzeitig drängen Sicherheitsbedenken und der Wunsch nach technologischer Autonomie. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Brüssel den Spagat zwischen Abschottung und globaler Wettbewerbsfähigkeit meistert – und ob die transatlantischen Bande die Belastung überstehen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Angetrieben von Trumps Drohungen zu Grönland, Zöllen und der Nato stellt die EU ein Technologiepaket zusammen, um die digitale Abhängigkeit von den USA – vor allem bei Cloud‑Diensten und Chips – zu verringern. Brüssel beansprucht strategische Autonomie, scheut aber den endgültigen Bruch mit Washington. Unternehmen und Regierungen in Europa empfinden die starke Abhängigkeit von amerikanischen Anbietern zunehmend als Schwachstelle.
Die EU stellt einen Plan vor, mit dem sie ihre technologische Abhängigkeit von den USA und Asien drastisch senken und europäische digitale Ökosysteme fördern will. Das Streben nach ‚technologischer Souveränität‘ könnte jedoch die Spannungen mit Washington verschärfen, das sich bereits über europäische Strafen und Regeln gegen amerikanische Tech‑Konzerne verärgert zeigt.
Die Europäische Union bereitet sich auf einen Handelskrieg mit dem BRICS‑Staat China vor, wie Medien berichten. In einer vertraulichen Sitzung bewertete die Kommission die Wirtschaftsbeziehungen zu Peking als nicht länger tragbar und versprach eine entschlossenere, abgestimmte Antwort. Die EU‑Spitzen sind sich weitgehend einig, dass das Bündnis ohne Gegenmaßnahmen ins Hintertreffen gerät.
Diese Geschichte erschien in
11 Quellen · 1 Sprachen · 24h-Fenster