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Notenbanken horten Gold – indische Anleger entdecken Bitcoin als Sparalternative

Während globale Zentralbanken Gold als Reservefavoriten aufwerten, wächst in Indien das Interesse an Bitcoin als langfristige Sparform. Die RBI dementiert Medienberichte über Goldverkäufe.

Finanzen6 Quellen2 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 13:53

Die globale Reservehaltung verschiebt sich grundlegend: Gold hat nach Angaben des Europäischen Zentralbank (EZB) erstmals die US-Staatsanleihen als wichtigstes Reserve-Asset überholt. Ende 2025 entfielen 27 Prozent aller Zentralbankreserven auf das Edelmetall, während Treasuries auf 22 Prozent sanken. Diese Umschichtung sei Folge jahrelanger Käufe nach dem Einfrieren russischer Reserven, heißt es im jüngsten EZB-Bericht. Euro-denominierte Anlagen verharrten unverändert bei 15 Prozent.

In Indien weist die Reserve Bank of India (RBI) derweil Berichte über angebliche Goldverkäufe im Wert von zwölf Milliarden US-Dollar scharf zurück. Die physischen Goldbestände blieben mit 880,52 Tonnen unverändert, teilte die Notenbank mit. Zugleich stieg der Goldanteil an den indischen Währungsreserven binnen eines halben Jahres von 13,92 Prozent (September 2025) auf 16,85 Prozent Ende Mai 2026, wie das Presseinformationsbüro der Regierung präzisierte. Die Dementis folgen auf einen Medienbericht, der einen Goldverkauf zur Stützung der Devisenreserven im Nahost-Konflikt vermutet hatte.

Während Notenbanken physisches Gold anhäufen, vollzieht sich im indischen Privatanlagesektor ein bemerkenswerter Wandel: Bitcoin wird zunehmend nicht mehr als spekulatives Handelsinstrument betrachtet, sondern als Instrument der langfristigen Vermögensbildung. Angesichts niedriger Renditen bei Festgeldern und Gold, das selten mit Gewinnabsicht verkauft werde, wählen risikoscheue Anleger die schrittweise Akkumulation der Kryptowährung. Indien führt laut Branchenbeobachtern die globale Adoptionskurve an.

Diese gegenläufigen Bewegungen – institutionelle Goldhortung und private Hinwendung zu digitalen Werten – spiegeln eine tiefergehende Unsicherheit über traditionelle Sicherheitsanker. Für Anleger im deutschsprachigen Raum wirft die Entwicklung die Frage auf, ob Gold als Absicherung in Krisenzeiten unangefochten bleibt oder ob dezentrale Alternativen auch hierzulande an Relevanz gewinnen. Während sich Notenbanken mit physischen Beständen gegen Währungsrisiken wappnen, könnte die indische Dynamik ein frühes Signal für einen globalen Wandel im Sparverhalten sein.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Einige indische Anleger betrachten Bitcoin als langfristige Spargewohnheit, da traditionelle Anlagen wie Festgelder und Gold kaum die Inflation schlagen. Unterdessen weist die Reserve Bank of India Berichte über einen Goldverkauf von 12 Milliarden Dollar zurück und betont, dass ihre physischen Bestände unverändert seien und der Goldanteil an den Reserven sogar gestiegen sei.

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Einem Bericht der Europäischen Zentralbank zufolge hat Gold US-Staatsanleihen als wichtigste Reserveanlage der Welt überholt. Das Edelmetall macht nun 27 % der Zentralbankreserven aus, während Staatsanleihen auf 22 % gefallen sind – eine historische Verschiebung nach Jahren massiver Käufe und starker Preissteigerungen.

Diese Geschichte erschien in

6 Quellen · 2 Sprachen · 24h-Fenster

Mint3. Juni, 10:04
ABP News3. Juni, 10:06
Valor Econômico3. Juni, 10:05
NDTV3. Juni, 10:05
India TV3. Juni, 10:05
Bloomberg3. Juni, 10:04