El Niño kündigt sich an: Argentinien stellt sich auf ungewöhnlich milden und feuchten Winter ein
Der Wetterdienst in Buenos Aires korrigiert seine Prognose: Für die Monate Juni bis August werden überdurchschnittliche Temperaturen und Niederschläge erwartet – ein erstes Anzeichen des sich entwickelnden Klimaphänomens.

Der argentinische Wetterdienst (SMN) hat seine saisonale Vorhersage für den Südwinter 2026 überraschend revidiert. Statt der üblichen kühlen Trockenheit erwarten die Meteorologen nun für weite Teile des Landes, insbesondere für die Hauptstadtregion Buenos Aires und das zentrale Agrarland, deutlich mildere Temperaturen und überdurchschnittlich viel Regen. Der Grund dafür ist das sich rasch entwickelnde Klimaphänomen El Niño, das die atmosphärische Zirkulation über dem Südpazifik grundlegend verändert.
Bereits jetzt beziffert das SMN die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten von El Niño bis zum Ende des Winters auf 60 Prozent; einzelne Experten halten bis zum Frühjahr sogar Werte um 80 Prozent für möglich. Ungewöhnlich starke Erwärmungen des Oberflächenwassers im äquatorialen Pazifik kennzeichnen die Entwicklung. Internationale Klimaforscher warnen vor einem sogenannten „Super El Niño“ – einer informellen Bezeichnung für Ereignisse von außergewöhnlicher Intensität –, der die globalen Wettermuster spürbar verschieben könnte.
Während Argentinien mit einer willkommenen Linderung der winterlichen Kälte rechnet, fallen die Erwartungen im Nachbarland Brasilien gedämpft aus. Agrarexperten in São Paulo verweisen auf historische Daten, wonach starke El-Niño-Jahre die Erträge der brasilianischen Soja- und Maisproduktion im Schnitt um neun Prozent sinken lassen. Demgegenüber profitieren die US-Farmer typischerweise von einem Produktivitätsschub – in der Vergangenheit lag das Plus bei vergleichbaren Ereignissen bei über 120 Prozent. Diese Asymmetrie hat unmittelbare Folgen für die globalen Rohstoffmärkte.
Analysten des Agrarhandels beobachten daher mit Sorge, dass ein Super-El-Niño die Preise für Soja, Weizen und andere Grundnahrungsmittel in die Höhe treiben könnte – mit potenziellen Auswirkungen bis in die Regale europäischer Supermärkte. Noch ist die Prognose mit Unsicherheiten behaftet, doch die ersten Anzeichen verdichten sich. Der kommende Südwinter dürfte in Argentinien nicht nur meteorologisch, sondern auch ökonomisch eine Wegmarke darstellen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Argentiniens Wetterdienst korrigierte seine Quartalsprognose und erwartet einen wärmeren, regnerischen Winter, da die Wahrscheinlichkeit für El Niño auf 60 % steigt. In Brasilien könnte der Super-El Niño die Sojapreise belasten und die Ernteausfälle erhöhen, während er historisch den US-Erträgen zugutekommt.
Indische Medien erklären das Super-El-Niño-Phänomen und weisen auf die stark gestiegene Wahrscheinlichkeit eines starken Ereignisses bis Ende Juli hin, während Wissenschaftler vor weltweiten Wetterveränderungen bis 2027 warnen. Die Berichterstattung bleibt sachlich, mit Fokus auf ozeanisch-atmosphärische Mechanismen und Auswirkungen auf den Monsun.
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