Anmelden
Ausgabe von 20:00 CETMittwoch, 10. Juni 2026
287 Quellen · 16 Sprachen0 Briefings heute
Freitag, 5. Juni 2026 · Ausgabe von 06:00 CET

El Niño 2026: Hohe Wahrscheinlichkeit für extremes Klimaphänomen und globale Auswirkungen

Weltweit warnen Meteorologiebehörden vor einem sich entwickelnden Super-El-Niño mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von bis zu 96 Prozent. Satelliten detektieren Wärmeanomalien im Atlantik von bis zu fünf Grad.

Wirtschaft10 Quellen2 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 09:07

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat die Wahrscheinlichkeit eines El-Niño-Ereignisses im laufenden Jahr auf 90 Prozent erhöht. Satelliten des europäischen Copernicus-Programms registrieren derzeit Anomalien von bis zu fünf Grad im Atlantik, was auf einen möglichen „Super-El-Niño“ hindeutet. Zugleich bestätigt das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF), dass die Temperaturen im tropischen Pazifik im Mai die entscheidende Schwelle von 0,5 Grad über dem Normalwert überschritten haben. Die US-amerikanische NOAA beziffert die Wahrscheinlichkeit für eine Fortdauer bis in den Winter 2026/27 sogar auf 96 Prozent.\n\nDiese Entwicklung stellt besonders Südamerika vor große Herausforderungen. In Argentinien und Brasilien rechnen Meteorologen mit extremen Niederschlägen und Überschwemmungen, während für Zentralamerika Dürreperioden vorhergesagt werden. In Indien droht eine handfeste Entwicklungskrise: Unregelmäßige Monsunregen könnten Ernteausfälle, Wasserknappheit und eine Inflation der Nahrungsmittelpreise auslösen, die gerade die informelle Wirtschaft hart trifft. Auch die globale Agrarproduktion ist gefährdet, was die Lebensmittelpreise weiter in die Höhe treiben könnte.\n\nTrotz aller Warnsignale mahnen Experten zur Zurückhaltung gegenüber reißerischen Begriffen wie „Niño Godzilla“. Der von einem NASA-Wissenschaftler geprägte Ausdruck verzerre das Bild eines komplexen Phänomens, das anhand konkreter Meerestemperaturwerte klassifiziert werden sollte. Zwar deuten einige Modelle auf eine Erwärmung von bis zu vier Grad im östlichen Pazifik hin, andere erwarten dagegen ein moderates Ereignis. Ein separates Tiefdrucksystem, das derzeit Regenfälle im Norden Argentiniens auslöst, zeigt zudem, dass nicht jede Wetteranomalie auf El Niño zurückzuführen ist.\n\nSicher ist indes, dass selbst ein normaler El Niño in einer durch den Klimawandel bereits erwärmten Welt verheerendere regionale Auswirkungen haben wird. Die atmosphärischen Voraussetzungen für eine Verstärkung sind gegeben, wie die Wärmeanomalien im Atlantik belegen. „Wir kennen die Intensität noch nicht“, betont der brasilianische Klimaforscher José Marengo, doch die Kombination aus natürlicher Variabilität und globaler Erwärmung mache künftige Ereignisse immer zerstörerischer. Die Weltgemeinschaft muss sich auf kaskadierende Folgen für Nahrungsmittelversorgung, Wassersicherheit und wirtschaftliche Stabilität einstellen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa latinoamericanaStampa indiana e sudasiaticaStampa europea continentale · mediterranea
Stampa latinoamericanaallarmeurgenza

Die Warnungen vor einem Super-El-Niño verschärfen sich: Satellitenbilder zeigen Temperaturanomalien von bis zu 5 °C im Pazifik und Atlantik, und die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Phänomen in den kommenden Monaten verfestigt, liegt inzwischen bei 90 %. In Argentinien häufen sich Alarmmeldungen vor drei extremen Wetterereignissen – Hitzewellen, sintflutartigen Regenfällen und Stürmen –, die Bevölkerung und Landwirtschaft unmittelbar treffen könnten.

Stampa indiana e sudasiaticaindignazioneurgenza

El Niño ist keine bloße Wetteranomalie, sondern eine Entwicklungskrise, die Indien bevorsteht. Die gewohnte Gleichgültigkeit, mit der das Land extreme Hitze und unberechenbare Regenfälle hinnimmt, übersieht die viel größere Gefahr: Hitzestress, Wassermangel, Ernteverluste und Lebensmittelinflation werden die Anfälligkeit der informellen Wirtschaft offenlegen.

Stampa europea continentale/ mediterraneascetticismodistacco

Hinter den sensationsheischenden Schlagzeilen über einen ‘Godzilla-Niño’ steht eine gemäßigtere Realität: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich bis September ein El Niño entwickelt, liegt bei 80 %, die meisten Modelle gehen jedoch von einem moderaten Ereignis aus. Der eigentliche Anlass zur Sorge ist nicht dieses einzelne Phänomen, sondern die Gewissheit, dass in den kommenden Jahrzehnten noch verheerendere Ereignisse eintreten werden.

Diese Geschichte erschien in

10 Quellen · 2 Sprachen · 24h-Fenster

Internazionale5. Juni, 05:42
La Gaceta5. Juni, 00:19
C5N5. Juni, 04:40
The Times of India5. Juni, 00:19
Clarín4. Juni, 19:18
Radio Mitre4. Juni, 20:16
El Tribuno5. Juni, 00:19
Perfil4. Juni, 23:18