Australien und Südafrika krönen sich beim Saisonfinale in Bordeaux zu Sevens-Weltmeistern
Die Frauen-Auswahl Australiens besiegte im Finale von Bordeaux Neuseeland und holte den WM-Titel. Bei den Männern gewann Frankreich das Heimturnier, doch Südafrika sicherte sich die Gesamtwertung.

Die World-Rugby-Sevens-Serie 2025/2026 endete am Wochenende mit einem packenden Finalturnier in Bordeaux. Während sich die australischen Frauen zum Weltmeister krönten, sicherte sich Südafrika den Gesamttitel bei den Männern – und das, obwohl Gastgeber Frankreich das Turnier für sich entschied. Die Entscheidungen spiegeln eine Saison wider, die von wechselnden Dominanzen und überraschenden Wendungen geprägt war.
Im Frauenwettbewerb setzte sich Australien im Endspiel mit 26:19 gegen den Dauerrivalen Neuseeland durch. Maddison Levi, die trotz einer Knieverletzung aus dem vorangegangenen Turnier in Valladolid antrat, erzielte zwei Versuche und wurde zur Matchwinnerin. Die Australierinnen hatten nach dem Auftaktsieg Neuseelands in Hongkong die europäischen Etappen in Valladolid und Bordeaux dominiert und damit verdient den WM-Titel eingefahren. Der Erfolg unterstreicht die wachsende Stärke des australischen Programms, das nun auch auf der großen Bühne konstant liefert.
Bei den Männern erlebte das Stade Atlantique ein französisches Rugby-Fest: Les Bleus bezwangen Neuseeland im Finale mit 14:5 und revanchierten sich für die Gruppenniederlage (21:26) vom Turnierauftakt. Der Heimerfolg sicherte Frankreich zwar den Turniersieg, doch in der Gesamtwertung führte kein Weg an Südafrika vorbei. Die Springboks hatten über die gesamte Saison die konstanteste Leistung gezeigt und krönten sich zum Weltmeister. Argentinien, das als Zweiter der Gesamtwertung in die letzte Etappe gestartet war, erlebte eine Enttäuschung: Nach Niederlagen gegen Frankreich und Neuseeland in der Gruppenphase blieb nur der neunte Platz in Bordeaux und Rang fünf im Endklassement. Immerhin gelang den Pumas ein versöhnlicher Abschluss mit einem 47:19-Sieg über Deutschland, bei dem Marcos Moneta mit drei Versuchen die Marke von 200 Versuchen in der World Series übertraf.
Aus deutschsprachiger Perspektive bleibt die Sevens-Serie eine Randnotiz – Mannschaften aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz waren in Bordeaux nicht vertreten. Doch das Turnier zeigte, wie sich die globale Landschaft verschiebt: Australien und Südafrika etablieren sich als neue Konstanten, während traditionelle Großmächte wie Neuseeland in beiden Wettbewerben knapp scheiterten. Für die kommende Saison zeichnen sich spannende Duelle ab, insbesondere mit Blick auf die Olympischen Spiele, wo Rugby Sevens weiter an Prestige gewinnen dürfte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Australische Medien feierten den Weltmeisterschaftssieg der Frauen-Rugby-7er-Mannschaft gegen Neuseeland und hoben Maddison Levis zwei Versuche trotz einer Verletzung hervor. Die Berichterstattung betonte den Nationalstolz und die Dominanz des Teams in der Serie, die zwei der drei Turniere gewann.
Französische Medien konzentrierten sich auf den Sieg der Männermannschaft gegen Neuseeland im Finale von Bordeaux und bezeichneten ihn als 'tour de force'. Die Berichterstattung feierte die Leistung des Teams und betonte seine Dominanz in der letzten Etappe, während das Ergebnis des Frauenfinales weniger prominent erwähnt wurde.
Argentinische Medien berichteten über die Leistungen der Männer- und Frauenteams beim Turnier in Bordeaux, wobei sie den neunten Platz der Männermannschaft und den Sieg der Frauen gegen Großbritannien hervorhoben. Die Berichterstattung nahm eine ausgewogene Sichtweise ein, erwähnte die Gesamtwertung der Saison (fünfter Platz für die Männer) und hob die positiven Fortschritte trotz des verpassten Titels hervor.
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