Anmelden
Ausgabe von 20:00 CETFreitag, 12. Juni 2026
287 Quellen · 16 Sprachen791 Briefings heute
Dienstag, 2. Juni 2026 · Ausgabe von 16:00 CET

Andoni Iraola soll Liverpool zurück in die Erfolgsspur führen

Nach der Trennung von Arne Slot steht der Spanier vor der Unterschrift an der Anfield Road – eine Verpflichtung mit Signalwirkung.

Sport11 Quellen2 Sprachen3 Min. LesezeitAkt. 00:18

Die Entscheidung fiel schnell und ohne Zögern: Nur wenige Tage nach der Entlassung von Arne Slot hat sich der FC Liverpool auf Andoni Iraola als neuen Cheftrainer verständigt. Wie mehrere übereinstimmende Medienberichte bestätigen, erzielte der Klub eine grundsätzliche Einigung mit dem 43-jährigen Basken, der zuvor den AFC Bournemouth betreut hatte. Der frühere Bournemouth-Sportdirektor Richard Hughes, der nun in gleicher Funktion an der Anfield Road wirkt, führte die Verhandlungen und treibt den Abschluss voran. Ziel ist es, die Personalie noch vor Beginn der Weltmeisterschaft 2026 am 11. Juni offiziell zu verkünden, um Iraola eine möglichst lange Eingewöhnungszeit zu gewähren.

Slot hatte Liverpool im Mai 2024 übernommen und in seiner Premierensaison überraschend die Meisterschaft gewonnen. Das darauffolgende Jahr geriet jedoch zu einer Enttäuschung: Platz fünf, 25 Punkte Rückstand auf die Spitze und das Verpassen der Champions League kosteten dem Niederländer den Job. Die Klubführung sah sich zum Handeln gezwungen, um den Abwärtstrend zu stoppen. Mit Iraola verpflichtet Liverpool nun einen Vertreter jener offensiven, pressingintensiven Spielphilosophie, die das Team unter Jürgen Klopp so lange ausgezeichnet hatte und deren Verlust viele Fans betrauern.

Die Personalie wird international unterschiedlich bewertet. Während britische und indonesische Quellen unter Berufung auf Transferinsider Fabrizio Romano von einem „Here We Go“ und einer idealen Passung sprechen, äußern sich persische Medien skeptischer. Sie verweisen auf die hohe Fluktuation im Trainergeschäft der Premier League und fragen, ob Iraola dem Druck an der Anfield Road gewachsen sei. Russische Sportportale wiederum nehmen die Wettmärkte in den Blick: Nach Bekanntwerden der Einigung notieren die Buchmacher Liverpool bei einer Quote von 7,00 als dritten Favoriten für den nächsten Titel – hinter dem FC Arsenal (2,50) und Manchester City (3,80). Französische Berichte unterstreichen derweil, dass Liverpool mit Iraola einen klaren Plan verfolgt und andere Kandidaten wie Pierre Sage von der RC Lens bewusst außen vor ließ.

Mit der Verpflichtung Iraolas verbindet sich die Hoffnung, die von Richard Hughes propagierte „aggressive, offensive Identität“ wiederzubeleben. Der Spanier hatte Bournemouth in der abgelaufenen Saison zu einem sechsten Platz und in die Europa League geführt, was seinen Ruf als einer der vielversprechendsten jungen Trainer Europas festigte. Die Kombination aus taktischem Feinschliff und der Fähigkeit, Spieler zu entwickeln, soll nun auf eine höhere Bühne übertragen werden. Gelingt der Umbruch, könnte Liverpool schneller als erwartet wieder in die Phalanx der europäischen Spitzenklubs vorstoßen. Andernfalls droht eine unruhige Saison, in der die Geduld der Besitzer – wie so oft in der Premier League – auf eine harte Probe gestellt wird.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa sud-est asiaticaStampa iraniana e affini · regimeStampa latinoamericana · mercato
Stampa sud-est asiaticatrionfourgenza

Aus Südostasien kommt die Lesart, dass Liverpool bereits vollendete Tatsachen geschaffen hat: Statt großer Namen wie Xabi Alonso oder Zinedine Zidane vertrauen die Reds auf Andoni Iraola. Ein bekannter Transfer-Insider sendete das entscheidende Signal, und die Anhänger feiern den Spanier als idealen Mann für den Neuanfang.

Stampa iraniana e affini/ regimescetticismoironia

Die iranische Berichterstattung begegnet der Iraola-Entscheidung mit Skepsis und bettet sie in eine umfassendere Kritik an der rastlosen Trainerentlassungskultur der Premier League ein. Eine regelrechte Dominokette von Wechseln, in der Iraola zunächst für Crystal Palace vorgesehen war, lässt Zweifel aufkommen, ob ein weiterer Rauswurf tatsächlich Probleme löst – eine detaillierte Analyse von 16 Trainerwechseln untermauert diese Frage.

Stampa latinoamericana/ mercatodistaccopaternalismo

Die lateinamerikanische Presse blendet den Liverpool-Iraola-Deal völlig aus und richtet das Licht stattdessen auf einen Trainerwechsel mit portugiesischem Einschlag: Marco Silva verlässt Fulham und tritt bei Benfica die Nachfolge von José Mourinho an. Die Darstellung liest den Trainermarkt durch eine lusofone Brille, die das englische Karussell nur als Kulisse für eine nationale Thronfolge behandelt.

Diese Geschichte erschien in

11 Quellen · 2 Sprachen · 24h-Fenster

Lenta.ru2. Juni, 21:46
Viva.co.id2. Juni, 20:32
Le Figaro2. Juni, 21:46
Hamshahri Online2. Juni, 11:59
Sydsvenskan2. Juni, 11:59
Citizen TV2. Juni, 14:25
Al Ittihad2. Juni, 20:32
The Independent2. Juni, 22:50