WMO warnt vor El Niño: 80 Prozent Wahrscheinlichkeit für Extremwetter bis August
Die Weltorganisation für Meteorologie sieht ein starkes El-Niño-Ereignis heraufziehen. Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen drohen weltweit – auch Europa könnte die Folgen spüren.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat ihre Prognose aktualisiert und warnt vor einem sich anbahnenden El-Niño-Ereignis. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent werde sich das Klimaphänomen zwischen Juni und August dieses Jahres entwickeln, so die UN-Organisation. Die Wahrscheinlichkeit, dass es mindestens bis November anhält, liege bei oder über 90 Prozent. „Wir müssen uns auf einen potenziell starken El Niño vorbereiten, der Dürren und heftige Regenfälle verstärken und das Risiko von Hitzewellen erhöhen wird – sowohl an Land als auch im Meer“, erklärte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo. UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einer „dringenden Klimawarnung“ und betonte, El Niño werde „Öl ins Feuer einer sich erwärmenden Welt gießen“.
Die Auswirkungen des Phänomens, das durch außergewöhnlich warmes Wasser im tropischen Pazifik ausgelöst wird, sind von Region zu Region verschieden. In Australien rechnen Experten mit Dürren, erhöhter Buschbrandgefahr und einer schwachen Skisaison. Kolumbien, das mit Engpässen bei der Energieversorgung rechnet, startete eine nationale Kampagne zum sparsamen Umgang mit Wasser und Strom. In Brasilien, insbesondere im Bundesstaat São Paulo, werden verspätete Regenfälle und intensive Hitzewellen befürchtet. Für Indonesien sagt die WMO trockenere Bedingungen voraus, während in Teilen Südamerikas, etwa im Norden des Kontinents, mit schweren Dürren zu rechnen ist, im Südosten Brasiliens dagegen mit übermäßigen Niederschlägen. Auch die Hurrikansaison im Atlantik dürfte unterdurchschnittlich ausfallen, während der Pazifik mit erhöhter Aktivität rechnet.
Das kommende El-Niño-Ereignis fällt in eine Periode ohnehin steigender globaler Temperaturen. Die WMO verweist darauf, dass schon die nächsten fünf Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit neue Temperaturrekorde bringen werden. Der natürliche Klimazyklus verstärkt den menschengemachten Klimawandel – eine Entwicklung, die Wissenschaftler mit Sorge beobachten. „Jedes El-Niño-Ereignis ist einzigartig, aber die Richtung ist klar: Es wird Extremwetter verschärfen“, sagte Wilfran Moufouma Okia, Leiter der Klimavorhersagen der WMO.
Angesichts der drohenden Gefahren drängen die Vereinten Nationen auf den Ausbau von Frühwarnsystemen, um Menschenleben zu retten und wirtschaftliche Schäden zu begrenzen. Während die genaue Intensität des Ereignisses noch unsicher ist, mahnen Experten weltweit zur Vorsorge. Für Europa sind die direkten Auswirkungen schwer vorherzusagen, doch die globalen Rückkopplungen – von Ernteausfällen bis zu Migrationsbewegungen – könnten auch den Kontinent treffen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die düsteren Prognosen bewahrheiten.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die unmittelbare Rückkehr von El Niño mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % wird als dringende Klimabedrohung dargestellt, die Öl ins Feuer einer sich erwärmenden Welt gießt. Die Behörden werden aufgefordert, sich auf verheerende Hitzewellen, Dürren und sintflutartige Regenfälle vorzubereiten, und die UN-Warnung wird als Weckruf für globale Bereitschaft behandelt. Das Ereignis wird als weiterer Beschleuniger des fortschreitenden Klimanotstands gesehen.
Die atlantische Welt verfolgt das Herannahen von El Niño mit einer auffälligen Mischung aus Erleichterung und Besorgnis. Während die USA aufgrund der unterdrückenden Wirkung des Phänomens eine ruhigere Hurrikansaison erwarten, stellt sich Australien auf verschärfte Waldbrand- und Dürrerisiken ein, was zeigt, wie dieselbe Klimaverschiebung sowohl Vorteile als auch Gefahren bringt. Diese pragmatische Dualität relativiert einen einheitlichen globalen Alarm und offenbart ein differenzierteres Mosaik von Auswirkungen.
In Lateinamerika löst die hohe Wahrscheinlichkeit eines starken El Niño eine Welle lokaler Vorbereitungen aus. Kolumbien startet landesweite Kampagnen, die Bürger zum Wasser- und Energiesparen aufrufen, während brasilianische Experten die erwarteten Hitzewellen und verspäteten Regenfälle in São Paulo detailliert beschreiben. Der Fokus liegt weniger auf einer fernen globalen Katastrophe, sondern auf konkreten, sofortigen Anpassungsmaßnahmen für gefährdete Gemeinschaften.
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