US-Streitkräfte wehren iranische Angriffe ab und schlagen auf Qeshm-Insel zurück
Die USA fingen Raketen und Drohnen ab, die auf Kuwait und Bahrain zielten, und griffen Irans Qeshm-Insel an. Teheran reklamierte Angriffe auf US-Basen, die CENTCOM dementierte.

In der Nacht zum Mittwoch haben die Vereinigten Staaten nach eigenen Angaben eine Reihe von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen im Persischen Golf abgewehrt und einen Vergeltungsschlag auf die Insel Qeshm durchgeführt. Wie das US-Zentralkommando (CENTCOM) mitteilte, seien zwei auf Kuwait gerichtete ballistische Raketen vorzeitig abgestürzt oder zerbrochen, drei auf Bahrain abgefeuerte Geschosse von US- und bahrainischen Luftabwehrkräften abgefangen worden. Zudem habe man drei iranische Angriffsdrohnen zerstört, die auf zivile Schiffe in internationalen Gewässern abzielten. Als Reaktion griffen US-Streitkräfte eine militärische Bodenkontrollstation auf Qeshm an. Die Revolutionsgarden Irans behaupteten ihrerseits, das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain und einen Luftwaffenstützpunkt getroffen zu haben – Darstellungen, die CENTCOM als „falsch“ zurückwies.
Parallel dazu eskalierte die maritime Konfrontation. Ein US-Kampfflugzeug feuerte eine Hellfire-Rakete auf den unter botswanischer Flagge fahrenden Öltanker M/T Lexie, der trotz wiederholter Warnungen einen von den USA seit Mitte April verhängten Blockadegürtel um iranische Häfen durchbrechen wollte. Der Treffer setzte den Maschinenraum außer Gefecht und verhinderte das Anlaufen der Insel Kharg. Iranische Medien meldeten umgehend einen Vergeltungsschlag der Marine der Revolutionsgarden gegen ein „mit den USA verbundenes“ Schiff namens Panaya.
Die Angriffswelle traf die gesamte Golfregion: In Kuwait heulten Sirenen, die Armee bestätigte die Abwehr von Raketen und Drohnen, ohne deren Urheber zu nennen. Bahrain forderte Bewohner auf, Schutzräume aufzusuchen. An den Ölmärkten sorgten die Gefechte für einen Anstieg der Rohölpreise um mehr als ein Prozent, während die seit Ende Februar andauernden Kämpfe und die Blockade der Straße von Hormus die Handelsströme belasten.
Aus Washingtoner Sicht handelte es sich um notwendige Selbstverteidigung gegen wiederholte iranische Provokationen. Teheran hingegen warnte, die „Ära von Hit-and-Run“ sei vorbei, und drohte mit massiveren Vergeltungsschlägen, falls die US-Angriffe andauerten. Die diplomatischen Gespräche zwischen beiden Seiten stecken fest. Beobachter in Peking und Moskau sehen in der Eskalation eine Gefahr für die globale Energiesicherheit, während europäische Regierungen – auch mit Blick auf die Abhängigkeit vom Nahen Osten – zunehmend besorgt sind. Ohne eine belastbare Waffenruhe droht eine weitere Spirale von Schlag und Gegenschlag, die den Konflikt ausweiten und die Weltmärkte dauerhaft verunsichern könnte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Russische Medien berichten, dass die USA Angriffe auf die iranische Insel Qeshm durchgeführt und einen Tanker lahmgelegt haben, und bezeichnen diese Maßnahmen als angebliche Selbstverteidigung. Die Behauptungen von CENTCOM werden mit Skepsis wiedergegeben, während iranische Angaben über Treffer auf amerikanische Stützpunkte Raum erhalten. Die Darstellung deutet auf eine von US-Aggression getriebene Eskalationsspirale hin.
Die arabischen Golfmedien betonen, dass Kuwait und Bahrain von iranischen Raketen und Drohnen angegriffen wurden, was Sirenen und defensive Abfangaktionen auslöste. Kuwaitische und US-Militärerklärungen werden zitiert, um zu bekräftigen, dass die Angriffe vereitelt wurden, und stellen den Iran als Aggressor dar, die Golfstaaten als erfolgreiche Verteidiger.
Lateinamerikanische Medien stellen die US-Angriffe auf die Insel Qeshm und gegen einen Tanker als aggressive Handlungen dar, die als „Selbstverteidigung“ getarnt sind, wobei der Begriff in Anführungszeichen gesetzt wird, um Skepsis auszudrücken. Sie heben Irans Behauptungen von Vergeltungsschlägen auf amerikanische Stützpunkte in Kuwait hervor und rahmen die Eskalation als Folge des US-Militärinterventionismus.
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