US-Kampfflugzeug setzt iranischen Tanker im Golf von Oman außer Gefecht
Ein mit Sanktionen belegter Öltanker, der die US-Blockade iranischer Häfen durchbrechen wollte, wurde am Montag von einer F/A-18 beschossen. Die 24-köpfige indische Besatzung meldete einen Brand und bat um Hilfe.

Am 8. Juni 2026 hat ein amerikanischer Kampfjet vom Typ F/A-18 Super Hornet den unter der Flagge Palaus fahrenden Öltanker „M/T Marifex“ im Golf von Oman mit präzisionsgelenkter Munition angegriffen. Die Maschine war vom Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ gestartet, nachdem der Tanker mehrfach Aufforderungen der US-Streitkräfte missachtet hatte. Gezielt wurden nach Angaben des US-Zentralkommandos die Antriebs- und Steuerungssysteme sowie das Ruderhaus, um das Schiff zu stoppen. Die Besatzung des leeren Tankers – 24 indische Seeleute – setzte unmittelbar einen Notruf ab, in dem sie von einem Feuer an Bord infolge eines „Angriffs der US-Marine“ berichtete.
Aus Washingtoner Sicht reiht sich der Vorfall in eine systematische Durchsetzung der seit dem 13. eines nicht näher genannten Monats geltenden Blockade gegen iranische Häfen ein. CENTCOM erklärte, die „Marifex“ habe ebenso wie andere Schiffe zuvor versucht, die Sanktionen zu unterlaufen. Nach offiziellen Angaben sind in diesem Zusammenhang bereits sieben Schiffe außer Gefecht gesetzt oder gestoppt, 134 umgeleitet und 42 humanitäre Hilfslieferungen passieren gelassen worden. Der im Dezember von den USA mit Sanktionen belegte Tanker war ohne Ladung unterwegs gewesen, was eine unmittelbare Umweltkatastrophe verhinderte.
In Teheran wird der Zwischenfall als illegitimer Akt der Seeblockade gewertet. Iran-nahe Medien betonen, der Tanker habe kein Öl transportiert und es habe keine Verletzten gegeben, was die humanitäre Kritik entkräften soll. Die indische Seeleutegewerkschaft forderte dagegen umgehend Hilfe für die Besatzung und lenkte den Blick auf die gefährliche Lage, in der sich zivile Seeleute bei derartigen Konfrontationen befinden. Dass auch der Tanker „Mariox“ genannt wird, deutet auf die teils widersprüchliche Informationslage in der Region hin.
Die Eskalation im Golf von Oman birgt erhebliche Risiken für die internationale Schifffahrt und die Energieversorgung Europas. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz, die über den Nahen Osten einen Teil ihrer Rohölimporte beziehen, könnte ein anhaltender Blockadekonflikt die Preise weiter in die Höhe treiben. Diplomatische Kanäle sind gefordert, eine Ausweitung der militärischen Zwangsmaßnahmen zu verhindern, zumal die US-geführte Blockadeoperation ohne UN-Mandat völkerrechtliche Fragen aufwirft. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Teheran und seine Handelspartner alternative Routen finden oder sich der Druck auf das iranische Regime weiter verschärft.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
US-Streitkräfte setzten Sanktionen gegen den Iran durch, indem sie einen leeren Tanker außer Gefecht setzten, der die Blockade durchbrechen wollte. Das unter der Flagge Palaus fahrende Schiff mit indischer Besatzung war auf dem Weg zu einem iranischen Hafen, als ein amerikanischer Kampfjet mit Präzisionsmunition Antriebs- und Steuerungssysteme traf und es ohne Opfer stoppte.
Washington behauptet, einen mit dem Iran verbundenen Tanker außer Gefecht gesetzt zu haben, nachdem die Besatzung angeblich Anweisungen missachtete. Teheran-nahe Medien berichten, amerikanische Kampfjets hätten die Motoren eines zivilen Schiffes ins Visier genommen, und werfen den USA vor, illegale maritime Beschränkungen gegen die Islamische Republik durchzusetzen. Der Vorfall reiht sich in aggressive Akte gegen Schiffe in der Region ein.
Das US-Militär hat einen Tanker mit Ziel Iran abgefangen und das Feuer eröffnet, wobei Antriebs- und Steuerungssysteme beschädigt wurden, nachdem die Besatzung Befehle verweigerte. Medien aus der Levante und dem Maghreb werten die Aktion als weiteren Fall der einseitigen Durchsetzung der Blockade Washingtons gegen iranische Häfen und stellen die Rechtmäßigkeit solcher Eingriffe in internationalen Gewässern infrage.
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