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Unter US-Druck: Spanische Hotelkonzerne verlassen Kuba massiv

Meliá und Iberostar geben Dutzende Hotels auf der Insel auf. Washington setzt Fristen und Sanktionen ein, um den Einfluss des Militärkonglomerats Gaesa zu brechen.

Wirtschaft7 Quellen4 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 08:06

Die spanische Hotelkette Meliá hat mit sofortiger Wirkung die Geschäftstätigkeit für 15 Hotels in Kuba eingestellt – ein Schlag für den ohnehin kriselnden Tourismussektor der sozialistischen Insel. Das Unternehmen, das seit 1990 auf Kuba präsent ist, begründete den Schritt mit dem „geopolitischen, sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Umfeld". Die Entscheidung fiel nur zwei Tage vor Ablauf einer von Washington gesetzten Frist, bis zu der ausländische Firmen ihre Verbindungen zum kubanischen Militärkonglomerat Gaesa kappen sollen. Auch die spanische Kette Iberostar sowie die kanadische Blue Diamond und Royalton Hotels haben in den vergangenen Tagen ähnliche Rückzüge oder Betriebseinschränkungen bekannt gegeben.

Auslöser ist der verschärfte Sanktionskurs der US-Regierung. Die Exekutivorder 14404 erlaubt es Washington, Vermögenswerte von Unternehmen einzufrieren, die mit sanktionierten kubanischen Entitäten zusammenarbeiten – allen voran Gaesa, das weite Teile der Wirtschaft kontrolliert und als Finanzierungsquelle des Regimes gilt. Aus Washingtoner Sicht sollen so dem Staat in Havanna die Ressourcen entzogen werden. Europäische Beobachter verweisen auf das Dilemma der Konzerne: Sie sind dem Druck der US-Sekundärsanktionen ausgesetzt, während sie zugleich langjährige Verträge und Investitionen auf der Insel verlieren. Iberia etwa hat bereits Flugverbindungen gestrichen, weitere Unternehmen könnten folgen.

Für Kuba ist die Entwicklung ein schwerer Rückschlag. Der Tourismus, der nach dem Einbruch von 2018 noch immer nicht das Vorkrisenniveau erreicht hat, leidet unter einer akuten Energiekrise und Versorgungsengpässen. Meliá allein betrieb bislang 34 Hotels auf der Insel; die nun aufgegebenen 15 Häuser werden künftig unter anderem Namen geführt, doch die erfahrene Management- und Vermarktungskompetenz der Spanier fehlt. Symbolträchtig fiel die Ankündigung auf den 95. Geburtstag von Revolutionsführer Raúl Castro – ein Datum, das in Havanna sonst Anlass zu staatstragender Feierlichkeit ist.

Für die europäischen Tourismuskonzerne markiert der Exodus eine Zäsur. Sie geraten zwischen die Fronten einer geopolitischen Konfrontation, die über klassische Sanktionen hinausgeht und zunehmend privatwirtschaftliche Akteure zwingt, sich zwischen dem US-Markt und riskanten Schwellenländern zu entscheiden. Beobachter in Peking und Moskau, die ihrerseits um Einfluss in der Karibik ringen, werden die Entwicklung aufmerksam verfolgen. Für Kuba verschärft sich derweil die wirtschaftliche Abwärtsspirale: Ohne ausländische Partner und Investitionen droht dem Tourismussektor der Kollaps, während die Regierung in Havanna kaum Handlungsspielraum besitzt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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US-Sanktionen zwingen Hotelketten zum Rückzug aus Kuba. Die nahende Frist, Verbindungen zum Militärkonglomerat Gaesa zu kappen, löst eine beispiellose Abwanderung aus. Unternehmen sehen keine Alternative zur Aufgabe, um rechtlichen Vergeltungsmaßnahmen Washingtons zu entgehen.

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Washingtons Druck versetzt dem kubanischen Tourismus, der bereits unter der Energiekrise leidet, einen schweren Schlag. Meliá schließt umgehend 15 Hotels, Iberostar folgt und die Wirtschaft der Insel wird erstickt. Die Sanktionen treffen europäische Betreiber, ohne die Macht der Regierung in Havanna wirklich zu untergraben.

Stampa atlantica / anglosfera/ sicurezzatrionfoschadenfreude

Trumps Offensive gegen den militärisch-wirtschaftlichen Komplex Kubas zeigt Wirkung. Die Abwanderung der Hotelketten beweist, dass die Sanktionen das Regime strangulieren. Ein Sieg des harten Kurses, der Kuba isoliert und die Finanzierung des Militärs kappt.

Diese Geschichte erschien in

7 Quellen · 4 Sprachen · 24h-Fenster

El Sol de México3. Juni, 23:22
La Nación3. Juni, 21:25
El Financiero3. Juni, 21:26
The Independent3. Juni, 23:24
La República3. Juni, 18:02
El Colombiano3. Juni, 19:21
UOL3. Juni, 21:25