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Kuba stoppt Visa und Mastercard: Druck der USA zeigt Wirkung

Die kubanische Zentralbank verkündete das Ende von Visa- und Mastercard-Transaktionen zum 6. Juni, nachdem eine ausländische Bank unter Berufung auf neue US-Sanktionen die Kooperation aufgekündigt hatte.

Finanzen7 Quellen5 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 08:05

Am 3. Juni teilte die kubanische Zentralbank (BCC) mit, dass ab dem 6. Juni keine Zahlungen mit Visa- und Mastercard-Karten mehr möglich sein werden. Grund sei die Ankündigung einer nicht namentlich genannten ausländischen Bank, ihre Geschäftsbeziehung mit dem staatlichen Finanzinstitut Fincimex zu beenden. Fincimex gehört zur Holding GAESA, dem Firmenkonglomerat der kubanischen Streitkräfte. Die Bank reagierte damit auf die US-amerikanische Executive Order 14404 vom 1. Mai, mit der Washington die Sanktionen gegen Kuba drastisch verschärft hat.\n\nAus Washingtoner Sicht markiert das Dekret die bedeutendste Ausweitung der Kuba-Sanktionen seit Jahrzehnten. Erstmals werden systematisch Sekundärsanktionen gegen ausländische Unternehmen verhängt, die mit dem von Militärs kontrollierten Wirtschaftsimperium Geschäfte machen. Ziel ist es, ausländische Banken und Firmen vor die Wahl zu stellen: den Zugang zum US-Finanzmarkt oder die Fortsetzung des Kuba-Geschäfts. Die Anonymität der betroffenen Bank verstärkt den abschreckenden Effekt, wie Beobachter in Lateinamerika anmerken.\n\nHavanna verurteilte die Maßnahmen als ‚Teil der Erstickungsstrategie gegen das kubanische Volk‘. Mit dem Wegfall der internationalen Kreditkartenakzeptanz wird eine wichtige Einnahmequelle des Tourismussektors gekappt, der auf Hartwährungen angewiesen ist. Kubanische Medien beklagten, dass die Insel fortan keine Erlöse aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen über weltweit anerkannte Karten erzielen könne. Dies verschärft die wirtschaftliche Notlage des Karibikstaates, der ohnehin unter chronischem Devisenmangel leidet.\n\nDie Entscheidung unterstreicht die extraterritoriale Reichweite US-amerikanischer Sanktionen. Auch europäische und asiatische Finanzinstitute könnten sich gezwungen sehen, ihre Beziehungen zu Kuba zu überprüfen. Für deutsche Unternehmen, die traditionell im Tourismus oder in der Medizintechnik auf der Insel aktiv sind, steigt das Compliance-Risiko. Bislang hielten sich die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen dem deutschsprachigen Raum und Kuba in überschaubarem Rahmen, doch die Signalwirkung der neuen US-Politik könnte präventives Handeln auslösen – etwa durch den Rückzug von Zahlungsdienstleistern. Die kommenden Monate werden zeigen, ob weitere Sektoren wie das Hotelgewerbe oder der Handel ins Visier Washingtons geraten.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Die US-Regierung hat weitreichende neue Sanktionen gegen Kuba verhängt, die erstmals ausländische Firmen ins Visier nehmen, die mit militärnahen Unternehmen Havannas Geschäfte machen. Dies hat Visa und Mastercard gezwungen, ihre Dienste auf der Insel einzustellen, wodurch wichtige Einnahmequellen gekappt werden und eine langfristige strategische Verschärfung des US-Drucks eingeleitet wird.

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Unter dem Druck der US-Sanktionen brechen private Banken ihre Beziehungen zu kubanischen Finanzinstituten ab und zwingen Visa und Mastercard, den Betrieb einzustellen. Die kubanische Regierung spricht von einer Erdrosselungsstrategie, während der Wegfall der Kartenzahlungen der Tourismusbranche und der Wirtschaft der Insel einen weiteren schweren Schlag versetzt.

Diese Geschichte erschien in

7 Quellen · 5 Sprachen · 24h-Fenster

Valor Econômico3. Juni, 22:24
El Financiero3. Juni, 21:26
Fox News3. Juni, 22:24
Radio-Canada Info3. Juni, 22:25
La República3. Juni, 21:25
El Universal3. Juni, 21:25
CNN Brasil3. Juni, 23:24