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UN: Iran-Krieg verschärft globale Hungersnot – Millionen betroffen

Das Welternährungsprogramm sieht düstere Prognosen wahr werden: Die Blockade der Straße von Hormus treibt die Nahrungsmittelpreise und bringt fragile Staaten wie Somalia und Afghanistan an den Rand einer Hungerkrise.

Wirtschaft11 Quellen4 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 05:24

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: Der Krieg im Nahen Osten, ausgelöst durch gemeinsame Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar, führt zu einer dramatischen Verschärfung der weltweiten Ernährungslage. Wie das Welternährungsprogramm (WFP) am Freitag mitteilte, beginnen sich die pessimistischen Szenarien, die bereits im März prognostiziert wurden, nun zu bewahrheiten. „Leider hat sich das düstere Szenario bewahrheitet“, erklärte Jean-Martin Bauer, Direktor des Analysebereichs Ernährungssicherheit beim WFP. Nach aktuellen Erhebungen kämpfen zusätzlich 2,5 Millionen Menschen in Somalia, 2,3 Millionen in Afghanistan und 1,3 Millionen in Sri Lanka um die Deckung ihrer Grundnahrungsmittelversorgung; manche geraten in akuten Hunger.\n\nDie unmittelbare Ursache sehen die Experten in der Blockade der Straße von Hormus, die durch die Kampfhandlungen im Persischen Golf erzwungen wurde. Diese vitale Schifffahrtsroute ist für den globalen Öltransport unverzichtbar; ihre Schließung hat die Energiepreise in die Höhe schnellen lassen und damit die Logistikkosten für Lebensmittel massiv verteuert. Betroffen sind vor allem ohnehin fragile Länder, die stark von Nahrungsmittelimporten abhängig sind. Das WFP hatte im März gewarnt, dass bei einem anhaltenden Konflikt und einem Ölpreis von über 100 Dollar je Barrel bis Ende Juni mit 45 Millionen zusätzlichen Menschen zu rechnen sei, die von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein würden. Nun zeichnet sich ab, dass diese Marke erreicht werden könnte.\n\nDoch die Auswirkungen reichen weit über die Nahrungsmittelversorgung hinaus. Aus Washingtoner Sicht wird der Krieg als energiestrategischer Hebel betrachtet, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow behauptete. In Europa werden die wirtschaftlichen Folgen spürbar: Frankreich beziffert die Schäden durch den Konflikt bereits auf sechs Milliarden Euro, wie der französische Minister für öffentliche Haushalte, David Emile, einräumte. Die Türkei sieht durch den Krieg nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Welt in Mitleidenschaft gezogen, erklärte Außenminister Hakan Fidan. In Großbritannien warnte Premierminister Keir Starmer gar vor einer möglichen direkten Konfrontation zwischen der NATO und Russland, da die derzeitige Instabilität an zwei Fronten – in der Ukraine und im Nahen Osten – die Sicherheitslage drastisch verschärfe.\n\nDas WFP drängt auf rasches Handeln, denn die frühzeitigen Warnungen seien nicht beachtet worden. „Wir haben gewarnt, doch die Welt hat nicht gehandelt“, kritisierte Bauer. Die Krise ähnelt in ihrem Mechanismus jener von 2022, als der russische Überfall auf die Ukraine die globalen Lebensmittelketten erschütterte. Sollte der Konflikt nicht bald eingedämmt werden, droht eine noch größere humanitäre Katastrophe, die die fragile Stabilität ganzer Regionen gefährden könnte.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Stampa del Golfo araboStampa iraniana e affini · regimeStampa europea continentale
Stampa del Golfo araboallarmeindignazione

Der vom Iran geführte Krieg treibt Millionen Menschen in akuten Hunger, warnt die UNO. Die Sperrung der Straße von Hormus verschärft die Ernährungsunsicherheit in verwundbaren Ländern wie Somalia, Sri Lanka und Afghanistan; das düstere Frühjahrsszenario wird nun Wirklichkeit.

Stampa iraniana e affini/ regimevittimismorevanscismo

Der dem Iran aufgezwungene Krieg fügt dem Westen ebenfalls schweren wirtschaftlichen Schaden zu – Frankreich vermeldet einen Verlust von 6 Milliarden Euro, der britische Premierminister räumt den Energieschock ein. Während die UNO vor einer globalen Hungerkrise warnt, betont Teheran, dass die Not alle trifft und der von US- und israelischen Angriffen entfachte Konflikt die gesamte Region destabilisiert.

Stampa europea continentaleallarmedistacco

Die UN-Prognosen einer schweren globalen Nahrungsmittelkrise werden Realität, während der Nahostkrieg anhält und steigende Treibstoff- und Transportkosten den Hunger weit über die Region hinaus verschärfen. Besonders gefährdete Länder sind stark betroffen und bestätigen die Warnungen, die das Welternährungsprogramm bereits vor Monaten ausgesprochen hat.

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CNN Arabic
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