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Ukrainische Drohnen treffen Putins Wirtschaftsforum: Angriffe auf St. Petersburg und tödlicher Busangriff in Donezk

Während in St. Petersburg das internationale Wirtschaftsforum tagt, attackiert die Ukraine mit Drohnen den Ölhafen und Kronstadt. In der Ostukraine tötet ein Drohnenangriff auf einen Bus sieben Zivilisten. Moskau kündigt systematische Vergeltung an.

Geopolitik17 Quellen8 Sprachen3 Min. LesezeitAkt. 13:59

Ein gezielter Schlag ins Herz der russischen Selbstinszenierung: Am Morgen des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg, das als „russisches Davos“ seit Jahren um internationale Investoren wirbt, drangen ukrainische Kampfdrohnen in den streng gesicherten Luftraum der Newa-Metropole ein. Das Ölterminal im Petrograder Hafen, eine der wichtigsten Energie-Exportdrehscheiben des Landes, stand in Flammen, schwarzer Rauch verdunkelte den Himmel über der Stadt. Gleichzeitig wurden Einrichtungen im Marinestützpunkt Kronstadt und kritische Infrastruktur in mehreren Stadtbezirken beschädigt. Das russische Verteidigungsministerium sprach von 354 abgeschossenen Drohnen über 15 Regionen, doch die Treffer in St. Petersburg – mehr als 1100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt – offenbarten die Verwundbarkeit des russischen Luftraums. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Operation und lobte ihre „guten Resultate“. Aus Washingtoner Sicht unterstreicht die Attacke die Fähigkeit Kiews, trotz anhaltender russischer Luftüberlegenheit strategische Nadelstiche zu setzen, während europäische Beobachter die peinliche Blöße für den Kreml betonen, der das Forum als Beweis für Russlands ungebrochene globale Vernetzung inszenieren wollte. Erstmals seit fast einem Jahrzehnt war auch eine US-Delegation angereist.

Parallel zu den Angriffen auf die nördliche Metropole ereignete sich im Osten der Ukraine ein Vorfall mit tragischen zivilen Opfern. In der von Russland kontrollierten Stadt Jenakijewe im Gebiet Donezk traf ein ukrainischer Drohnenangriff einen Fernbus, der von Moskau nach Simferopol auf der annektierten Krim unterwegs war. Sieben Menschen starben, elf weitere erlitten teils schwere Verletzungen, wie der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Denis Puschilin mitteilte. Bilder des völlig ausgebrannten Fahrzeugs am Straßenrand gingen durch russische Staatsmedien und lösten Empörung aus. Der Kreml verurteilte den Vorfall als terroristischen Akt und kündigte „systematische Antworten“ an. Aus Pekinger Perspektive dürfte man mit Sorge auf die Eskalation blicken – chinesische Staatsmedien hatten zuletzt wiederholt alle Konfliktparteien zur Mäßigung aufgerufen und sich als Vermittler ins Spiel gebracht, während pragmatische Wirtschaftskreise in Hongkong die Stabilität der eurasischen Handelsrouten gefährdet sehen.

Beide Angriffe sind Teil einer neuen Eskalationswelle, die als direkte Reaktion Kiews auf die massiven russischen Luftschläge vom Vortag gilt, bei denen in mehreren ukrainischen Städten 22 Zivilisten getötet worden waren. Die ukrainische Führung beweist damit erneut die Intention, den Krieg tief ins russische Kernland zu tragen und die symbolträchtige Schaufensterveranstaltung der russischen Elite zu sabotieren. Die Teilnehmer des Wirtschaftsforums – rund 20.000 Gäste aus 130 Ländern, wie die South China Morning Post meldet – wurden Zeugen einer militärischen Realität, die Putins Erzählung von einem unter Kontrolle stehenden Konflikt konterkariert. Der Gouverneur von St. Petersburg betonte zwar, es habe keine Todesopfer gegeben, doch die psychologische Signalwirkung ist verheerend.

Für die Zukunft zeichnet sich eine weitere Verhärtung der Fronten ab. Während der Kreml Vergeltung ankündigt, zeigt sich die Ukraine entschlossen, die russische Logistik und Wirtschaftsinfrastruktur zu treffen. Der Schlag gegen den Petrograder Ölhafen unterstreicht diese Strategie. Aus deutscher und österreichischer Sicht ist die Entwicklung besonders brisant: Die Diskussionen über weitere Waffenlieferungen an die Ukraine dürften an Fahrt gewinnen, während gleichzeitig die Sorge vor einer unkontrollierbaren Ausweitung des Krieges wächst. Der Wirtschaftsstandort St. Petersburg, einst ein Magnet für westeuropäische Investoren, ist durch die anhaltenden Sanktionen und nun auch durch direkte militärische Bedrohung weiter in Mitleidenschaft gezogen – ein Umstand, der die Entkopplung der europäischen von der russischen Wirtschaft beschleunigt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Ukrainische Drohnen schlagen tief in Russland zu, setzen ein Ölterminal in St. Petersburg in Brand, während Putin sein Wirtschaftsforum eröffnet, und töten sieben Zivilisten in einem Bus auf dem Weg zur Krim. Der Angriff, der als Blamage für den Kreml gilt, offenbart die russische Verwundbarkeit und die Ausweitung des Krieges weit hinter die Frontlinien.

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Ukrainische Drohnen greifen Energie- und Militäranlagen in St. Petersburg an, während die Stadt das führende internationale Wirtschaftsforum Russlands ausrichtet. Der Angriff überschattet das Vorzeige-Event mit Tausenden Delegierten aus 130 Ländern.

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Die Ukraine führt am Eröffnungstag eines wichtigen Wirtschaftsereignisses einen Drohnenangriff auf St. Petersburg durch und reagiert damit auf russische Angriffe. Die Explosionen töten sieben Menschen in einem besetzten Gebiet und bestätigen die geografische Ausweitung des Krieges.

Diese Geschichte erschien in

17 Quellen · 8 Sprachen · 24h-Fenster

MillenniuM3. Juni, 10:03
Le Figaro3. Juni, 10:03
Bild3. Juni, 10:03
Open3. Juni, 10:05
South China Morning Post (SCMP)3. Juni, 10:05
Il Sole 24 Ore3. Juni, 10:04
El País3. Juni, 10:04
La Repubblica3. Juni, 10:04