Rote Karten und ein Faustschlag: Portugals mühevoller Testsieg gegen Chile
Beim 2:1-Erfolg Portugals in der WM-Vorbereitung fliegen Rafael Leão und Iván Román nach einer Rudelbildung vom Platz; Cristiano Ronaldo bleibt torlos, Bruno Fernandes glänzt.

Ein Testspiel der portugiesischen Nationalmannschaft im Estádio do Jamor in Oeiras bei Lissabon endete am Samstagabend mit einem 2:1-Sieg gegen Chile, doch die Partie wurde von einer hässlichen Rudelbildung in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit überschattet. Rafael Leão vom AC Mailand und der chilenische Verteidiger Iván Román gerieten in einer Massenschlägerei aneinander, nachdem zuvor João Cancelo und Felipe Faúndez um den Ball gerungen hatten. Schiedsrichter Zufferli zeigte beiden Kontrahenten die rote Karte – ein Eklat, der die WM-Vorbereitung der Seleção wenige Tage vor dem Turnierbeginn belastet.
Die internationale Presse zeichnete den Vorfall aus unterschiedlichen Blickwinkeln nach. Italienische Medien rückten Leaos Faustschlag ins Zentrum und verwiesen auf die schwierige Phase des Stürmers, der jüngst seinen Wunsch nach einem Vereinswechsel bekundet hatte. Deutsche Berichte sprachen von massiven Tumulten und betonten, dass Leão seinen Gegenspieler mehrfach geschubst und am Hals gepackt habe. Aus südamerikanischer Perspektive wurde hervorgehoben, dass Román, der in Brasilien für Atlético Mineiro spielt, ebenfalls handgreiflich wurde. Asiatische und arabische Nachrichtenagenturen meldeten den doppelten Platzverweis sachlich und hoben die sportliche Wende im zweiten Durchgang hervor.
Fußballerisch begann die Partie verheißungsvoll mit einem wegen Abseits aberkannten Treffer Cristiano Ronaldos, der zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Nach dem Wiederanpfiff mit jeweils zehn Spielern erzielte der eingewechselte Gonçalo Guedes nach Vorlage von Rúben Neves die Führung (58. Minute). Bruno Fernandes, der überragende Akteur des Abends, erhöhte mit einem Fernschuss (75.), ehe Lucas Cepeda in der Nachspielzeit für Chile verkürzte. Fernandes’ Torjubel, die sogenannte „Kicau Mania“-Tanzgeste, sorgte in sozialen Netzwerken für Aufsehen.
Für Portugal, das in der WM-Gruppe K auf Kolumbien, Usbekistan und die Demokratische Republik Kongo trifft, ist der Erfolg ein wichtiger Stimmungsaufheller. Die Disziplinlosigkeit Leaos wirft jedoch Fragen auf: Der 26-Jährige riskiert eine Sperre und könnte zur Belastung für das Team von Roberto Martínez werden. Cristiano Ronaldo blieb beim sechsten WM-Anlauf seiner Karriere torlos, doch sein unbändiger Ehrgeiz, den Rekord von 1.000 Pflichtspieltoren zu knacken, ist ungebrochen. Das nächste und letzte Testspiel gegen Nigeria am Mittwoch bietet die Chance zur Korrektur. Chile, das die WM-Endrunde verpasst hat, nutzte die Begegnung immerhin für einen Achtungserfolg und den Blick in die Zukunft.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Rafael Leão verlor in einem Testspiel die Nerven, schlug einem Gegner ins Gesicht und flog vom Platz. Der Vorfall verlängert seine schwierige Phase bei Milan und wirft Fragen nach seiner mentalen Stabilität vor der WM auf.
Das Testspiel wurde von der Auseinandersetzung zwischen Leão und dem chilenischen Verteidiger Román überschattet, die in Südamerika Schlagzeilen machte. Die lateinamerikanischen Medien verurteilten die Gewalt des Portugiesen und betonten den Schlag gegen einen Spieler aus der brasilianischen Liga.
Russische Medien warnen: Die Rote Karte wegen gewalttätigen Verhaltens könnte Leão eine erweiterte Sperre für die WM einbringen. Laut FIFA-Regularien kann ein Platzverweis wegen aggressiven Verhaltens zu disziplinarischen Maßnahmen über die Testspiele hinaus führen.
In Südostasien wurde Leãos Faustschlag zum viralen Meme, doch die Aufmerksamkeit verlagerte sich schnell auf Bruno Fernandes' Torjubel-Tanz. Der gewalttätige Vorfall wurde mit einer Mischung aus Neugier und Gelassenheit als skurrile Anekdote vor der WM betrachtet.
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