Neymar erklärt WM 2026 zu seinem letzten Tanz – Portugal vor Test mit Verletzungssorgen
Der brasilianische Stürmer bestätigte kurz vor Turnierstart sein viertes und letztes WM-Turnier; währenddessen muss Portugal im Test gegen Nigeria auf Matheus Nunes verzichten.

In einer knappen, aber emotional aufgeladenen Botschaft hat der brasilianische Superstar Neymar wenige Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft 2026 seinen Abschied von der größten Bühne des Fußballs angekündigt. Unter einem Instagram-Beitrag der FIFA, der seine bisherigen WM-Auftritte von 2014 über 2018 bis 2022 zeigte, kommentierte der 34-Jährige mit den Worten: „The Last Dance“ – der letzte Tanz. Damit bestätigte der Angreifer des FC Santos, dass die bevorstehende Endrunde seine vierte und letzte WM-Teilnahme sein wird. Neymar kuriert derzeit eine Wadenverletzung aus und ist für das Auftaktspiel fraglich, doch sein Statement lenkt den Blick auf das Vermächtnis eines Spielers, der mit 13 Einsätzen und acht Toren zu den prägendsten Figuren des Turniers zählt. Die Resonanz in den sozialen Medien war unmittelbar immens; internationale Medien von CNN Brasil bis zur mexikanischen Zeitung Excelsior griffen die Nachricht auf.
Die Ankündigung verschiebt den Fokus vor dem Turnier in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko auf eine Abschiedstournee der großen Generation. Für ein deutschsprachiges Publikum ist Neymar eine schillernde, oft polarisierende Figur – sein letztes WM-Kapitel reiht sich ein in die Erzählung eines globalen Stars, dem der ultimative Titel trotz aller Kunstfertigkeit noch fehlt. Beobachter in Lateinamerika sehen darin eine zusätzliche Motivation für die Seleção, die nach der Enttäuschung von 2022 unter Trainer Dorival Júnior auf Revanche sinnt. In Europa ist das Echo gemischt: Während die Iberische Halbinsel bereits auf ein mögliches Duell mit Portugal blickt, richten sich die Blicke hierzulande auch auf die eigene Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann, die mit jungen Kräften antritt.
Parallel dazu bestätigte Portugals Nationaltrainer Roberto Martínez personelle Sorgen vor dem Testländerspiel gegen Nigeria am 10. Juni, das auf den Nationalfeiertag des Landes fällt. Der Mittelfeldspieler Matheus Nunes von Manchester City fällt aufgrund von Fitnessbedenken aus, wie Martínez am Freitag bei einer Pressekonferenz bekanntgab. Der 27-Jährige, der zuletzt kaum Spielpraxis bei den Citizens erhielt, wird auch gegen Chile nicht mitwirken, da der Trainerstab vor der WM kein Risiko eingehen will. Nigeria, hierzulande die Super Eagles, trifft damit auf einen portugiesischen Kader, der bereits in Turnierform kommen soll.
Die Personalie Nunes unterstreicht die allgemeine Vorsicht vieler Trainer vor dem letzten Härtetest, während Stars wie Neymar die ganz große Bühne suchen. Die WM 2026 wird nicht nur durch die erweiterte Teilnehmerzahl und die drei Gastgeberländer historisch, sondern auch durch eine Reihe von Abschieden prägender Spieler – von Cristiano Ronaldo bis Lionel Messi könnte eine Ära enden. Für die deutschsprachigen Fußballfans bedeutet dies, einen letzten Blick auf eine Generation zu werfen, die den Sport globalisiert hat, während der heimische Nachwuchs bereitsteht, die Lücke zu füllen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Kurz vor der WM verkündet Neymar, dass dies sein letztes Turnier mit Brasilien sein wird, und spricht von 'The Last Dance'. Die Enthüllung wird von privaten Details begleitet – leichtes Gepäck, emotionale Momente mit der Partnerin – und die heimischen Medien feiern ihn als Ikone kurz vor dem großen Finale. Die Berichterstattung verbindet Nostalgie mit Triumph und verleiht dem Ereignis eine dringliche, fast mythische Qualität.
Neymars WM-Nominierung spaltet Brasilien: Ist er ein echter Gewinn oder nur ein 'Geldmagnet'? Festlandeuropäische Stimmen verweisen auf seine Wadenverletzung und die Fitnesszweifel und fragen, ob die Entscheidung des Trainers eher geschäftlichen als sportlichen Kalkül folgt. Der Ton ist skeptisch und ironisch, und die Debatte wird als Beispiel für die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs gesehen.
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