Trumps Sondergesandte konsultieren Nuklearexperten für Iran-Deal
Witkoff und Kushner besuchen das Oak Ridge National Laboratory; die Verhandlungen über eine Absichtserklärung mit Iran treten in die entscheidende Phase, doch Zeitrahmen und eingefrorene Vermögenswerte bleiben strittig.

Mit einer bislang geheim gehaltenen Reise in das Oak Ridge National Laboratory im Bundesstaat Tennessee haben die Sonderbeauftragten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, die Vorbereitungen für ein mögliches Atomabkommen mit Iran intensiviert. Über den Besuch, bei dem die beiden Emissäre ein Team technischer Experten konsultierten, die bei künftigen Verhandlungen eine Schlüsselrolle spielen könnten, berichtete zuerst das Nachrichtenportal Axios. Demnach strebt das Weiße Haus eine „Absichtserklärung“ mit Teheran an, um den seit einem Jahr andauernden Krieg zu beenden und den Weg für vertiefte nukleare Gespräche zu ebnen. Sowohl amerikanische Regierungsvertreter als auch regionale Quellen, die in die Vermittlung eingebunden sind, bestätigten später, dass die Gespräche in ihre entscheidende Phase eingetreten seien – auch wenn eine Einigung keineswegs gesichert sei.
Aus Washingtoner Sicht unterstreicht die Konsultation in Oak Ridge die Ernsthaftigkeit der Bemühungen. Das Labor verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Extraktion und sicheren Handhabung von hochangereichertem Uran, darunter eine mobile Anlage, die für den Abtransport von spaltbarem Material aus dem Iran genutzt werden könnte. Scott Rucker, Vizepräsident des Programms für nukleare Materialsicherheit der Nuclear Threat Initiative, verwies auf die einzigartige Expertise des Standorts – eine Fähigkeit, die umso bedeutsamer ist, als Iran Berichten zufolge noch immer über rund 900 Pfund hochangereichertes Uran verfügt, das sich an von US-Flugzeugen bombardierten Standorten befindet. Gleichzeitig offenbaren sich jedoch tiefe Differenzen: Trump besteht auf einer 60-tägigen Frist für die Reduzierung der Urananreicherung, während Teheran 90 Tage fordert. Ein zweiter Streitpunkt betrifft Umfang und Zeitplan der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte.
Aus Teheraner Perspektive bleibt das Misstrauen groß. Trump selbst bezeichnete die Führung der Islamischen Republik als „arrogant“, fügte jedoch hinzu, sie werde letztlich keine andere Wahl haben, als einer Vereinbarung zuzustimmen. Ausweichend äußerte er sich bei einem Auftritt in Wisconsin: Die nukleare Frage sei „weitgehend erledigt“ und werde „auf die eine oder andere Weise“ gelöst – entweder mit einem Stück Papier oder auf schwierigerem Weg. Diese ambivalente Rhetorik spiegelt den Balanceakt Washingtons wider, das einerseits militärischen Druck aufrechterhält, andererseits diplomatische Kanäle nutzt. Regionale Vermittler, darunter Golfstaaten, bemühen sich unterdessen, die Differenzen in den letzten Verhandlungsmetern zu überbrücken.
Für Europa, insbesondere für die energieabhängigen Volkswirtschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, hätte ein Durchbruch unmittelbare Folgen. Energieminister Chris Wright betonte, dass eine Lösung des Iran-Konflikts der entscheidende Schlüssel sei, um den Ölfluss durch die Straße von Hormus wieder zu erhöhen und die Kraftstoffpreise zu senken. Eine Entspannung am Persischen Golf würde die globalen Energiemärkte stabilisieren und das Risiko von Preisschocks für die deutsche Industrie mindern. Zugleich wirft die mögliche Rolle Russlands Fragen auf: In Moskau erklärte Präsidentenberater Juri Uschakow, man erwarte ebenfalls einen Besuch von Witkoff und Kushner – ein Indiz dafür, dass die beiden Emissäre in ein umfassendes diplomatisches Geflecht eingebunden sind, bei dem neben der nuklearen Frage auch geopolitische Gewichtsverschiebungen verhandelt werden.
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Russland erwartet einen Besuch der Gesandten Witkoff und Kushner, jedoch ohne festen Termin. Russische Kommentare verorten das erwartete Treffen im Rahmen der US-iranischen Verhandlungen und verweisen sachlich auf Moskaus diplomatische Rolle.
Der Sondergesandte und Trumps Schwiegersohn trafen Nuklearexperten in Oak Ridge, ein technischer Schritt auf dem Weg zu einem möglichen Abkommen mit dem Iran. Die Regierung besteht darauf, dass jede Vereinbarung Teheran die Entwicklung von Atomwaffen verwehrt. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt.
Die Verhandlungen befinden sich in der Endphase, doch Unterschiede bleiben: Washington fordert 60 Tage zur Reduzierung der Anreicherung, Teheran besteht auf 90 Tage. Unstimmigkeiten gibt es auch über Zeitplan und Umfang der Freigabe von Vermögenswerten. Trotz des technischen Treffens der USA ist der Ausgang ungewiss.
Ein geheimes Treffen zwischen US-Gesandten und Nuklearexperten wirft Fragen über die Richtung der Gespräche mit dem Iran auf. Während Trump die Lage als sehr gut bezeichnet, verweisen Quellen auf Differenzen bei den Fristen zur Anreicherungsreduktion — 60 Tage werden von den USA verlangt, 90 vom Iran gefordert. Die Verhandlungen gelten als in der Endphase, doch Unsicherheiten bleiben.
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