Taifun Jangmi löst höchste Warnstufe aus – Tokio im Ausnahmezustand
Nachdem der Sturm in der Präfektur Wakayama die erste Hochwasser-Warnung der Stufe 5 verursacht hat, kämpft nun die Hauptstadtregion mit Überflutungen und massiven Verkehrsbehinderungen.

Am frühen Mittwochmorgen japanischer Zeit erreichte Taifun Jangmi die südliche Spitze der Präfektur Wakayama und löste umgehend eine Notwarnung der höchsten Kategorie aus. Um 5.35 Uhr gaben die japanische Wetterbehörde und die Präfekturverwaltung für den Koza-Fluss die Warnstufe 5 heraus – die erste ihrer Art seit der jüngsten Reform des Warnsystems. Der Fluss trat nahe dem Tsukinose-Bezirk in der Stadt Kozagawa über die Ufer, woraufhin für mehrere Gebiete Evakuierungsaufrufe ergingen, die die Bevölkerung zu sofortigem Handeln zum Schutz des eigenen Lebens aufforderten.
Aus meteorologischer Sicht verursachte eine lineare Regenbande im Süden Wakayamas die intensiven Niederschläge, die binnen kürzester Zeit enorme Regenmengen brachten. Der Sturm, der inzwischen zum tropischen Tief herabgestuft wurde, zog weiter nordostwärts und erreichte am selben Tag die dicht besiedelte Region um Tokio. Dort führten anhaltende Starkregenfälle zu steigenden Pegelständen – am Zenpukuji-Fluss im Zentrum der Hauptstadt wurden Anwohner aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. Fernsehbilder zeigten braune, schlammige Wassermassen, die kurz vor dem Überlaufen standen.
Internationale Reisende und die Luftfahrtindustrie spürten die Auswirkungen unmittelbar: Japans zwei größte Fluggesellschaften, All Nippon Airways und Japan Airlines, strichen zusammen 616 Flüge. Mehr als 5.000 Haushalte im Großraum Tokio waren ohne Strom, der Straßenverkehr kam vielerorts zum Erliegen, und der Bahnverkehr wurde massiv eingeschränkt oder eingestellt. Schulen in der Hauptstadt blieben geschlossen. Bereits am Dienstag hatte der Sturm im Süden Japans 15 Menschen verletzt und Tausende Haushalte von der Stromversorgung getrennt.
Beobachter in der Region verweisen darauf, dass Jangmi bereits der sechste benannte Sturm dieser Saison ist und die frühzeitige Intensität auf eine ungewöhnliche Wetterdynamik hindeutet. Japans hoch entwickeltes Warnsystem, das erst vor Kurzem um die fünfte Alarmstufe ergänzt wurde, bewährt sich als entscheidendes Instrument zur Gefahrenabwehr, doch die wiederholten Extremereignisse stellen auch die Infrastruktur einer der am besten vorbereiteten Nationen vor Herausforderungen. Für europäische Unternehmen mit Niederlassungen in Japan und Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bleiben die Entwicklungen vor Ort von Bedeutung, auch wenn unmittelbare Auswirkungen auf den Reiseverkehr nach Europa bislang ausblieben.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Taifun Jangmi traf in der Präfektur Wakayama auf Land und löste eine Notfall‑Hochwasserwarnung der Stufe 5 für den Koza‑Fluss aus. Erstmals wurde diese Warnstufe ausgerufen; die Behörden fordern die Bewohner von Kozagawa und Kushimoto zur sofortigen Evakuierung auf.
Der heftige Sturm Jangmi fegte über Japan hinweg, führte zur Streichung von über 600 Flügen, verletzte 15 Menschen und unterbrach die Stromversorgung für Tausende Haushalte. Während das System auf Tokio zusteuert, warnen die Behörden vor großflächigen Überschwemmungen und weiteren Beeinträchtigungen.
Der Taifun führte zur Annullierung von über 850 Flügen in ganz Japan und legte den Reiseverkehr lahm. Die Wetterbehörde forderte außerdem die Evakuierung von Anwohnern der Flüsse Hiroto und Sakatani wegen drohender Überschwemmungen.
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