Südafrika: Mehrere afrikanische Länder evakuieren Staatsangehörige nach fremdenfeindlichen Übergriffen
Nigeria, Ghana, Malawi und Mosambik holen Bürger aus Südafrika zurück. Präsident Ramaphosa kündigt hartes Durchgreifen gegen xenophobe Gruppen an.

Nach einer neuen Welle fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika haben mehrere afrikanische Staaten mit der Rückholung ihrer Staatsangehörigen begonnen. Nigerias Regierung verschob zwar den ursprünglich für Montag geplanten ersten Evakuierungsflug auf Mittwoch, wie das Außenministerium in Abuja mitteilte, doch die Maßnahme selbst zeigt die Dringlichkeit: Präsident Bola Tinubu genehmigte fünf Sonderflüge der privaten Airline Air Peace, der erste soll rund 270 Passagiere befördern. Ghana hingegen hat nach Angaben von Außenminister Samuel Ablakwa bereits etwa 1.000 eigene Staatsbürger ausgeflogen und ihnen Wiedereingliederungshilfe zugesagt. Malawi brachte am Montag 150 Menschen auf dem Landweg in Sicherheit; Mosambik beklagte fünf Todesopfer unter seinen Bürgern. In Nigeria haben sich inzwischen über 1.000 Personen für eine freiwillige Rückkehr registriert – eine Verzehnfachung gegenüber früheren Zahlen.
Die Gewalt konzentrierte sich zuletzt auf die Provinz Westkap. Aus Mossel Bay wurden Tür-zu-Tür-Einschüchterungen sowie der gewaltsame Tod zweier Mosambikaner gemeldet, woraufhin zahlreiche Migranten aus Malawi und Mosambik Schutz in Notunterkünften suchten. Anti-migrantische Gruppierungen marschierten durch Townships wie Kwa-Thema und setzten den 30. Juni als Ultimatum für die Ausreise aller Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus. Betroffene berichten von einer Atmosphäre extremer Angst; die Kampagne „March & March“ droht undefinierten Konsequenzen für jene, die der Aufforderung nicht nachkommen.
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa reagierte mit einer Fernsehansprache und kündigte ein scharfes Vorgehen gegen die Drahtzieher an. „Wir werden gegen Kräfte vorgehen, die die berechtigten Sorgen unserer Bevölkerung über illegale Einwanderung für politische, persönliche oder kriminelle Ziele instrumentalisieren“, sagte er, ohne konkrete Maßnahmen zu nennen. Ein anschließend vorgestellter Fünf-Punkte-Plan umfasst Strafen für Verstöße gegen Einwanderungsgesetze – auch für Arbeitgeber, die Migranten ohne Aufenthaltstitel beschäftigen – sowie eine Stärkung der Grenzkontrollen. Ramaphosa mahnte zugleich, Bürger dürften nicht eigenmächtig Ausweiskontrollen auf offener Straße durchführen.
Aus europäischer Perspektive ist die Entwicklung beunruhigend. Südafrika gilt Deutschland, Österreich und der Schweiz als regionaler Stabilitätsanker und wichtiger Wirtschaftspartner. Die Repatriierungen belegen zwar die Fähigkeit afrikanischer Regierungen, in Krisen zu handeln, verschärfen aber das Bild eines Kontinents, in dem innere Spannungen zunehmend in Gewalt umschlagen. Sollte das Ultimatum Ende Juni eine neue Eskalation auslösen, könnten nicht nur die bilateralen Beziehungen Südafrikas zu seinen Nachbarn, sondern auch die migrationspolitischen Dialoge mit der Europäischen Union Schaden nehmen. Ramaphosas Glaubwürdigkeit als Vermittler steht dabei ebenso auf dem Spiel wie das Versprechen, Fremdenfeindlichkeit nicht mit Strafverfolgung gleichzusetzen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Afrikanische Regierungen holen ihre Bürger in aller Eile aus Südafrika zurück, nachdem eine neue Welle tödlicher fremdenfeindlicher Übergriffe das Land erschüttert hat. Die Gewalt forderte Todesopfer, trieb Tausende in Notlager und wurde von Bürgerwehren angefacht, die Migranten mit Ultimaten vertrieben. Obwohl Pretoria hart durchgreifen will, bleiben die Rückholflüge Symbol für Wut und tiefes Misstrauen.
Südafrika wird von einer neuen Welle fremdenfeindlicher Gewalt erschüttert, die Ghana, Nigeria und Malawi zur Evakuierung Tausender Landsleute zwingt. Präsident Ramaphosa verurteilte Bürgerwehr-Gruppen und kündigte ein hartes Vorgehen an, doch die Angriffe – mit mindestens fünf getöteten Mosambikanern – offenbaren tiefsitzende Xenophobie und polizeiliche Versäumnisse. Die Massenevakuierungen erinnern an frühere Unruhen und nähren Sorgen um den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Während Europa auf das Mittelmeer blickt, zwingt eine Welle fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika Ghana, Nigeria und Malawi dazu, Tausende Bürger zurückzuholen. Pretoria kündigte Maßnahmen gegen Bürgerwehren an, doch die wiederholten xenophoben Unruhen belegen, dass Fremdenfeindlichkeit ein globales Phänomen ist – und kein rein europäisches Problem. Die laufenden Evakuierungen offenbaren eine länderübergreifende Schutzlücke.
Südafrikas vielgepriesene 'Regenbogennation' versinkt in blutigen Migranten-Pogromen, während westliche Hauptstädte, einst voller Lob für Mandelas Land, schweigen. Afrikanische Regierungen fliegen ihre Bürger panikartig aus, weil Pretoria, ein Satellit des Westens, nicht in der Lage ist, die Ordnung aufrechtzuerhalten. Die Krise entlarvt die Leere postkolonialer Rhetorik und ist eine Warnung an all jene, die auf westlich importierte Modelle setzen.
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