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SpaceX vor historischem Börsengang – S&P bremst rasche Index-Aufnahme

Das Raumfahrtunternehmen strebt eine Rekordbewertung von 1,75 Billionen Dollar an, doch der Indexanbieter hält an seinen strengen Kriterien fest – zum Unmut mancher Investoren.

Finanzen11 Quellen2 Sprachen3 Min. LesezeitAkt. 16:01

Der mit Spannung erwartete Börsengang von SpaceX nimmt konkrete Formen an: Am 12. Juni will das Raumfahrtunternehmen unter dem Kürzel SPCX an der Nasdaq notiert werden. Mit einem Ausgabepreis von 135 Dollar je Aktie und einem angestrebten Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar [A7] würde die Platzierung alle bisherigen Rekorde brechen und SpaceX mit rund 1,75 Billionen Dollar bewerten [A1][A2]. Doch bevor der erste Kurs aufgerufen wird, hat der Indexanbieter S&P Dow Jones Indices den Hoffnungen auf eine rasche Aufnahme in den Leitindex S&P 500 einen Dämpfer versetzt: Man halte an den strengen Regeln fest, die unter anderem einjährige Börsenpräsenz und durchgehende Profitabilität verlangen – beides erfüllt SpaceX derzeit nicht [A3][A10].

An der Wall Street indes überschlagen sich die Investmentbanken in demonstrativem Enthusiasmus. Goldman Sachs und Morgan Stanley haben ihre Empfangshallen mit SpaceX-Motiven dekoriert – Mars-Renderings und Starship-Grafiken sollen die Kunden einstimmen [A2]. JPMorgan-Chef Jamie Dimon lud zu einer aufwendigen Roadshow-Veranstaltung, bei der Elon Musk zugeschaltet wurde und sich als „Edison unserer Zeit“ preisen ließ [A9]. Die Nachfrage ist gewaltig: Berichten zufolge erhalten die begleitenden Analysten bis zu zwanzig Anrufe täglich von interessierten Investoren [A7]. Auch international wächst der Appetit: Von den Vereinigten Arabischen Emiraten [A4] bis nach China [A5] arbeiten sich Privatanleger in die Prozeduren ein, um an der Mega-Emission zu partizipieren.

Die Entscheidung des Indexbetreibers, keine Ausnahmen allein aufgrund der enormen Marktkapitalisierung zu gewähren, hat weitreichende Konsequenzen. Passive Fonds, die den S&P 500 nachbilden, werden die Aktie nicht sofort kaufen müssen; die befürchtete Angebotsverknappung und Kursverzerrung durch automatische Umschichtungen entfällt damit zunächst [A3][A10]. In Peking beobachtet man zudem, dass neben SpaceX auch die KI-Schwergewichte Anthropic und OpenAI auf Börsengänge zusteuern und die Indexanbieter unter Druck setzen könnten, ihre Regeln zu modernisieren [A5]. Doch vorerst bleibt der S&P 500 für das Mars-Projekt tabu.

Hinter dem Börsenfieber steht mehr als Raketentechnik. SpaceX bündelt Geschäftsfelder, die von Satelliteninternet (Starlink) über Weltraum-Rechenzentren bis zu künstlicher Intelligenz reichen – ein Portfolio, das den visionären Anspruch Musks untermauert, aber auch erhebliche Verluste produziert [A6]. Allein die drei genannten KI- und Raumfahrtunternehmen verzeichneten im letzten Jahr zusammen über 250 Milliarden Dollar an Verlusten [A5]. Dass Anleger dennoch Schlange stehen, zeigt den Wandel der Bewertungsmaßstäbe: Die Wette auf disruptive Zukunftstechnologien dominiert die klassische Kennzahlenlogik.

Für den weiteren Verbleib des Jahres zeichnet sich ab, dass die spektakulären Debüts die Gewichte in den großen Indizes verschieben werden – früher oder später dürfte der Regulierungswiderstand nachgeben. Bis dahin bleibt der Börsengang von SpaceX ein Lackmustest für die Aufnahmefähigkeit des Marktes gegenüber Milliardenwetten auf Visionen, die weit über irdische Geschäftsmodelle hinauszielen. Elon Musk könnte noch im Juni zum ersten Billionär der Geschichte werden – ein Titel, der die bislang abstrakten Bewertungshorizonte endgültig materialisieren würde.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Die Wall Street feiert den Börsengang von SpaceX als historisches Ereignis: Banken schmücken ihre Lobbys mit SpaceX-Logos und veranstalten glamouröse Events. Jamie Dimon verglich Musk mit Edison, und den Anlegern wird eine Beteiligung an Science-Fiction-Ambitionen wie Marskolonien versprochen, was einen Hype um das möglicherweise größte Börsendebüt aller Zeiten anheizt.

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Die Begeisterung um den SpaceX-Börsengang wird durch die regulatorische Realität gedämpft: Der Betreiber des S&P 500-Index weigert sich, von seinen strengen Aufnahmeregeln abzuweichen und blockiert den schnellen Einstieg des Unternehmens. Während deutsche Kleinanleger eingeladen werden, Aktien für 135 Dollar zu kaufen, bleibt der Weg in den Index versperrt, und die astronomische Bewertung von 1,8 Billionen Dollar wird eher kritisch unter die Lupe genommen als bejubelt.

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SpaceX hat den IPO-Preis auf 135 Dollar je Aktie festgesetzt, während Insider von einer unstillbaren Nachfrage sprechen, doch die Kampagne stieß bereits an eine Mauer: S&P Dow Jones Indices lehnte es ab, seine Regeln für eine vorzeitige Aufnahme zu ändern, sodass das Unternehmen mindestens ein Jahr warten muss, um in den wichtigsten US-Leitindex aufgenommen zu werden. Die russische Berichterstattung unterstreicht den enormen Appetit auf die Aktie, weist aber darauf hin, dass selbst Musk die Regeln des Finanzestablishments nicht beugen kann.

Diese Geschichte erschien in

11 Quellen · 2 Sprachen · 24h-Fenster

Vedomosti5. Juni, 11:26
Zawya5. Juni, 06:53
Bild5. Juni, 12:39
Forbes Russia5. Juni, 11:27
Business Insider5. Juni, 11:27
Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)5. Juni, 11:26
Gulf News5. Juni, 04:40
Financial Times5. Juni, 06:53