Schweres Erdbeben vor Kalabrien: Stärke 6,2 in großer Tiefe – weithin spürbar, keine Schäden
Ein starkes Seebeben südlich von Italien erschütterte die Region Kalabrien und war bis Neapel zu spüren. Wegen der Tiefe blieben größere Schäden aus, die Überprüfung läuft.

In der Nacht zum Dienstag erschütterte ein starkes Erdbeben die süditalienische Region Kalabrien. Verschiedene seismologische Institute maßen eine Magnitude zwischen 6,1 und 6,2. Das Beben ereignete sich um kurz nach Mitternacht Ortszeit im Tyrrhenischen Meer, etwa 20 Kilometer südwestlich der Stadt Paola (Provinz Cosenza) in einer ungewöhnlichen Tiefe von rund 240 bis 250 Kilometern. Während das italienische Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) von 6,1 ausging, meldeten die US-Erdbebenwarte USGS und das Europäisch-Mediterrane Seismologische Zentrum (EMSC) 6,2; das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) wiederum bestätigte eine Magnitude von 6,1 bei 253 Kilometern Tiefe.
Die Erschütterungen waren aufgrund der großen Herdtiefe über ein weites Gebiet hinweg wahrzunehmen. In der gesamten Region Kalabrien, aber auch in der nördlich gelegenen Metropolregion Neapel mit dem Vesuv-Gebiet und in der östlich angrenzenden Basilikata spürten die Menschen das Beben. Selbst noch auf Sizilien, etwa 120 Kilometer vom Epizentrum entfernt, wurden leichte Vibrationen registriert. Die tiefe Lage des Hypozentrums dämpfte jedoch die seismische Energie an der Oberfläche stark ab – ein typisches Merkmal von Tiefherdbeben in Subduktionszonen, wie sie unter dem Tyrrhenischen Meer vorliegen.
Bis zum frühen Morgen lagen den Behörden keine Meldungen über Verletzte oder nennenswerte Gebäudeschäden vor. Die örtlichen Einsatzkräfte sowie der nationale Zivilschutz leiteten umgehend Inspektionsrunden ein, um mögliche Schäden an älterer Bausubstanz oder Infrastruktur zu erfassen. Fachleute betonten, dass tiefe Erdbeben zwar oft ein größeres Territorium beeindrucken, aber seltener zerstörerische Folgen haben als flachere Ereignisse. Die Bewertungsarbeiten dauern indes an, insbesondere in den bergigen, schwer zugänglichen Landstrichen Kalabriens.
Das Ereignis reiht sich in die seismisch aktive Geschichte des Mittelmeerraums ein. Die Region um die Straße von Messina und das Tyrrhenische Meer ist geprägt durch die Kollision der Eurasischen und Afrikanischen Platte. Tiefbeben in über 200 Kilometer Tiefe treten dort regelmäßig entlang der abtauchenden Lithosphärenplatte auf. Die nun betroffene Zone ist für Geowissenschaftler von bleibendem Interesse, da solche Beben wertvolle Daten über das Spannungsregime im oberen Erdmantel liefern. Internationale Kooperationen – unter anderem zwischen dem INGV, dem GFZ und dem EMSC – ermöglichen die schnelle und präzise Lokalisierung, die im Ernstfall lebensrettend sein kann. Für Italien und die gesamte Mittelmeerregion bleibt das Erdbebenrisiko ein ständiger Begleiter.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Ein sehr starkes Erdbeben hat Europa erschüttert, mit dem Epizentrum in Italien. Regimenahe Berichterstattung schlägt dramatische Töne an und betont die Stärke des Bebens, das bis Neapel zu spüren war, sowie die Außergewöhnlichkeit des Ereignisses.
Ein schweres Erdbeben hat Süditalien erschüttert; Seismologen warnen, dass es mäßige Zerstörungen verursachen könnte. Die große Tiefe des Bebens hat die Schäden jedoch begrenzt, Opfer wurden bisher nicht gemeldet.
Ein Erdbeben der Stärke 6,2 wurde in Süditalien registriert, aber laut USGS wird es als 'leicht' eingestuft. Dank der großen Tiefe des Hypozentrums, die die Erschütterungen an der Oberfläche abmilderte, wurden keine Schäden oder Verletzten gemeldet.
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