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Putin kündigt verstärkte Vergeltungsschläge gegen ukrainische Infrastruktur an

Russlands Präsident droht mit Eskalation als Antwort auf ukrainische Drohnenangriffe – und verspricht, die Wirtschaft sei widerstandsfähig.

Geopolitik4 Quellen2 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 21:28

Präsident Wladimir Putin hat eine deutliche Intensivierung russischer Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur angekündigt. Bei einem Treffen mit Soldaten im Kreml anlässlich des Tages Russlands erklärte er, die Streitkräfte würden ihre Schläge so weit verstärken, dass sie dem Gegner „die Lust nehmen, unsere zivilen Objekte anzugreifen“. Die Ankündigung erfolgte vor dem Hintergrund einer spürbaren Ausweitung ukrainischer Drohnenoperationen, die in den vergangenen Wochen immer häufiger Ziele tief im russischen Hinterland trafen – von Grenzregionen bis in den Ural.

Die ukrainischen Angriffe mit unbemannten Fluggeräten zielen nach Putins Darstellung darauf ab, die russische Gesellschaft zu spalten, Verunsicherung zu säen und der Wirtschaft zu schaden. Insbesondere Raffinerien und Exportknotenpunkte stehen im Fokus; Kiew betrachtet sie als legitime militärische Ziele, weil die Öleinnahmen den russischen Kriegsapparat finanzieren. Putin räumte ein, dass wirtschaftlicher Schaden entstehe, betonte jedoch, alles werde rasch wiederhergestellt und es gebe keine ernsthaften Probleme. „Es wird ihnen weder gelingen, die Gesellschaft zu spalten, noch uns den wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, den sie anstreben“, sagte er.

Die Rhetorik des Kremls verbindet das Eingeständnis begrenzter Verwundbarkeit mit dem Versprechen unnachgiebiger Vergeltung. Putin verwies auf die täglichen Geländegewinne der eigenen Truppen in der Ukraine – „Schritt für Schritt, nicht so schnell, wie wir es uns wünschen, aber wir kommen voran“ – und unterstrich, Russland werde seine Fähigkeiten weiter ausbauen. Die Botschaft richtet sich gleichermaßen an das heimische Publikum wie an Kiew und dessen westliche Unterstützer: Die russische Wirtschaft sei widerstandsfähig, die Gesellschaft geeint, und jeder Angriff werde mit gesteigerter Härte beantwortet.

Beobachter werten die Äußerungen als Signal einer neuen Eskalationsstufe im Drohnenkrieg, der zunehmend symmetrische Züge annimmt. Während Moskau bislang vor allem die ukrainische Energieversorgung attackierte, antwortet Kiew nun mit Schlägen gegen die russische Ölindustrie. Für Deutschland und Europa birgt diese Dynamik das Risiko weiterer Verwerfungen auf den Energiemärkten, auch wenn die direkten Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit bislang begrenzt bleiben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die angedrohte Ausweitung russischer Infrastrukturangriffe die ukrainische Drohnenkampagne tatsächlich eindämmen kann oder ob sich die Spirale wechselseitiger Vergeltung weiter dreht.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Stampa russa e CSI · statoStampa europea continentale
Stampa russa e CSI/ statovittimismorevanscismo

Putin vowed to ramp up strikes on Ukrainian infrastructure to deter Kyiv from hitting Russian civilian targets, stressing that attempts to split Russian society will fail. Russian authorities frame the escalation as a necessary response to Ukrainian provocations, downplaying the economic impact of enemy attacks.

Stampa europea continentaledistaccopragmatismo

Putin accused Ukraine of using drones to sow confusion and damage Russia's economy, while admitting that Ukrainian strikes have caused damage. He vowed to step up attacks on Ukrainian infrastructure to deter further strikes, but Ukraine continues to hit deep inside Russia.

Diese Geschichte erschien in

4 Quellen · 2 Sprachen · 24h-Fenster

Interfax12. Juni, 17:22
Meduza12. Juni, 17:23
Kommersant12. Juni, 18:22
Moscow Times12. Juni, 18:23