Papst León XIV: Scherz über Real Madrid, WM-Hoffnung für die USA
Auf dem Flug nach Madrid beantwortete Papst León XIV die klassische Frage nach seinem Fußballherz mit einem Augenzwinkern: Der Pontifex sei für alle Teams, er selbst aber für Real Madrid. Für die WM 2026 drückt er den USA die Daumen.

Auf dem päpstlichen Flug von Rom nach Madrid löste Papst León XIV am Samstag mit einer schelmischen Antwort Heiterkeit unter den mitreisenden Journalisten aus: Gefragt, ob er Real Madrid oder den FC Barcelona bevorzuge, konterte der Pontifex, das Kirchenoberhaupt sei „für alle Mannschaften“, aber Robert Prevost – sein bürgerlicher Name – halte es mit dem weißen Ballett. Das Bonmot, das an Bord unter gut 80 Medienvertretern für Gelächter sorgte, markierte einen der leichteren Momente der apostolischen Reise nach Spanien, die den Papst auch nach Barcelona und auf die Kanaren führen wird.
Nicht nur im internationalen Klubfußball bezog der aus Chicago stammende Papst Stellung: Auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 angesprochen, kündigte er an, „mit Sicherheit die Vereinigten Staaten“ anzufeuern – „auch wenn ich nicht weiß, wie viele Spiele ich werde sehen können“. Der erste nordamerikanische Papst der Kirchengeschichte, der auch die peruanische Staatsbürgerschaft besitzt, scherzte damit in doppelter Hinsicht: Peru hatte sich nicht für das Turnier qualifiziert, das die USA gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausrichten. Zuvor hatte eine mexikanische Reporterin dem Pontifex ein Trikot der „El Tri“ überreicht; León XIV rief daraufhin dazu auf, den Sport als Vehikel der Einheit zu nutzen.
Die Äußerungen des Papstes fielen in eine Spanienreise, die eine besondere Pointe bereithält: Am Samstagabend stand ein großes Glaubensfest im Estadio Santiago Bernabéu auf dem Programm, der Heimstätte Real Madrids. Dass der Klub bereits nach der Wahl Prevosts zum Papst im Mai 2025 in einem offiziellen Schreiben „ein glückliches Pontifikat“ wünschte und die Hoffnung äußerte, es möge „Frieden, Solidarität und Brüderlichkeit vertiefen“, verlieh der persönlichen Präferenz zusätzliches Gewicht. Klubpräsident Florentino Pérez bekräftigte dies nun: Es sei eine „Ehre und ein Stolz“, dass der Papst mit Real sympathisiert.
Die Mischung aus Selbstironie und sportlichem Bekenntnis fand international ein breites Echo – von italienischen bis zu arabischsprachigen Medien. Dabei blitzte auch eine persönliche Note auf: Weggefährten des früheren Priors der Augustiner wollen wissen, dass der Papst insgeheim dem AS Rom die Treue hält – eine Zuneigung, die zu seiner Zeit in Chicago und Lima gepflegt worden sein soll und nun durch die Real-Madrid-Avancen öffentlichkeitswirksam ergänzt wird.
Leóns XIV. humorvolle Transparenz zeigt einen Papst, der die symbolische Kraft des Sports zu nutzen weiß. Mit seiner Unterstützung für das US-Team und seinem Augenzwinkern gegenüber Real Madrid schlägt er Brücken zwischen seiner amerikanischen Herkunft, seiner neuen Heimat im Vatikan und den Herzen der Gläubigen weltweit – ohne das Amt aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Der Pontifex ließ diplomatischen Takt vermissen und bekannte sich zu Real Madrid und der US-Nationalmannschaft. Die menschliche Geste sorgt für Heiterkeit, wirft aber auch Fragen zur Angemessenheit solcher Offenheit bei einem Staatsbesuch auf.
Der Papst brach schelmisch das Protokoll und erklärte lächelnd seine Unterstützung für Real Madrid und die USA. Die europäischen Medien quittierten den Scherz mit Wohlwollen und zeichneten den Pontifex als gewöhnlichen Fußballfan auf dem Stuhl Petri.
Der Papst nahm ein Trikot der mexikanischen Nationalelf entgegen und sprach über die verbindende Kraft des Sports. Die lateinamerikanischen Medien werteten die Geste als kulturelle Annäherung und registrierten neugierig seine Unterstützung für die USA.
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