OPEC+ vor erneuter Quotenerhöhung – doch der Golfkrieg drosselt die Fördermengen
OPEC+ steuert auf vierte Quotenerhöhung zu – trotz Lieferkrise am Persischen Golf. Anhaltende Kriegsfolgen und Produktionseinbrüche lassen Zweifel an der Marktwirksamkeit aufkommen.

Die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) stehen vor einer weiteren Quotenerhöhung: Für Juli wird eine Anhebung der nominellen Fördermengen um rund 188.000 Barrel pro Tag erwartet – die vierte Steigerung in ebenso vielen Monaten. Dies verlautete aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen am Sonntag, als die zuständigen Minister zu einer virtuellen Sitzung zusammenkamen. Eine endgültige Entscheidung stand zunächst zwar noch aus, doch deuteten mehrere Quellen auf eine Fortsetzung des schrittweisen Ausbaus hin.
Die beschlossenen Erhöhungen bleiben indes weitgehend symbolisch. Seit den amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran Ende Februar ist die strategisch zentrale Straße von Hormus faktisch blockiert, was die weltweiten Öllieferungen dramatisch einschränkt. Saudi-Arabien, der Irak und andere Golfstaaten – eigentlich die tragenden Säulen des Kartells – können ihre Kunden seit zwei Monaten nicht mehr vollständig beliefern. So fiel die tatsächliche Fördermenge der OPEC+-Gruppe im April auf durchschnittlich 33,19 Millionen Barrel pro Tag, verglichen mit 42,77 Millionen im Februar, wie interne OPEC-Daten belegen. Gleichzeitig haben die sieben Kernländer, darunter Russland, ihre offiziellen Quoten von April bis Juni um fast 600.000 Barrel pro Tag heraufgesetzt – ohne dass dies die reale Produktion nennenswert steigern konnte.
Die geopolitische Zerrüttung des Kartells wird durch den jüngsten Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der Quotendisziplin der OPEC nach knapp 60 Jahren Mitgliedschaft zusätzlich verschärft. Wichtige Akteure wie Moskau und Riad bemühen sich zwar um Geschlossenheit, doch die faktische Ohnmacht der Organisation ist offenkundig. Aus Iraner Sicht hat der Krieg die Fähigkeit des Westens, die Ölmärkte zu kontrollieren, nachhaltig untergraben, während aus Indien und anderen großen Importländern die Sorge vor anhaltend hohen Energiepreisen wächst.
Die Rohölpreise haben sich seit Ausbruch der Kampfhandlungen nahezu verdoppelt und heizen weltweit die Inflation an. Analysten wie der von Al-Monitor zitierte Jorge sehen daher kaum Chancen, dass die neuerliche Quotenerhöhung den Markt spürbar bewegen wird. „Die geopolitischen Realitäten werden die Preisnadel nicht verschieben“, so die Einschätzung. Selbst wenn die Ziele auf dem Papier steigen, bleibt die physische Lieferfähigkeit durch die Blockade des Hormus eingeschränkt.
Für die kommenden Monate rechnen Beobachter daher mit anhaltender Volatilität. Die OPEC+ testet mit ihren symbolischen Quotenschritten die Grenzen ihrer Glaubwürdigkeit, während die Weltwirtschaft zunehmend unter dem Angebotsdefizit leidet. Sollte sich die Sicherheitslage im Golf nicht entspannen, dürften die tatsächlichen Fördermengen weit hinter den politischen Vorgaben zurückbleiben.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Während der Iran-Krieg die Straße von Hormus blockiert, kommen die OPEC+-Minister zusammen, um die Quoten zu erhöhen, doch Analysten warnen, dass jede Entscheidung angesichts der geopolitischen Lähmung kaum Wirkung auf die Preise zeigen wird. Das Rohöl hat sich seit Ende Februar nahezu verdoppelt und treibt die globale Inflation an, während die tatsächliche Förderkapazität des Kartells durch den Konflikt zerstört wurde.
Die OPEC+ kämpft darum, den Ölmarkt aus einer Krise zu retten, die durch den amerikanischen Krieg gegen den Iran ausgelöst wurde und die Lieferwege durch die Straße von Hormus gekappt hat – der schlimmste Angebotsschock aller Zeiten. Selbst Schlüsselmitglieder wie Saudi-Arabien können die Kundennachfrage nicht decken, und der Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der Organisation nach sechzig Jahren vertieft die Katastrophe.
Die OPEC+-Länder, darunter Russland, werden voraussichtlich eine weitere Erhöhung der Produktionsziele für Juli beschließen, doch die tatsächliche Förderung ist wegen gesunkener Exporte der Golfstaaten gefallen. Der US-iranische Krieg hindert weiterhin mehrere Teilnehmer daran, das Angebot auszuweiten, obwohl die Gruppe die Quoten in drei Monaten um fast 600.000 Barrel pro Tag angehoben hat.
Die OPEC+ steht offenbar kurz davor, die vierte monatliche Erhöhung der Förderquoten in Folge seit der Schließung der Straße von Hormus zu beschließen, wobei der Juli um 188.000 Barrel pro Tag steigen soll. Der US-Krieg mit dem Iran hat die Golf-Lieferungen abgewürgt und Saudi-Arabien daran gehindert, seine Kunden vollständig zu bedienen, während der Austritt der VAE aus der OPEC die Turbulenzen verschärft.
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