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Nach Suizid: Claude Lemieuxs Familie spendet sein Gehirn der CTE-Forschung

Der ehemalige NHL-Star Claude Lemieux ist tot. Seine Familie gibt sein Gehirn für die Erforschung chronisch-traumatischer Enzephalopathie frei – mit weitreichenden Folgen für den Sport.

Sport7 Quellen3 Sprachen3 Min. LesezeitAkt. 14:26

Mit dem Suizid von Claude Lemieux verliert die Eishockeywelt einen ihrer markantesten Wettkämpfer. Die Familie des 60-Jährigen gab am Samstag bekannt, sein Gehirn dem Zentrum für chronisch-traumatische Enzephalopathie (CTE) der Boston University zu spenden. Lemieux war am Donnerstag in Palm Beach, Florida, gestorben; zuvor hatte er noch als Fackelträger vor einem Play-off-Spiel der Montreal Canadiens fungiert. Die Nachricht vom Tod des Stanley-Cup-Rekordgewinners erschütterte nicht nur Nordamerika, sondern auch den europäischen Eishockeyraum, insbesondere die Schweiz, wo sein Sohn Brendan für den HC Davos stürmt.

Lemieux’ Karriere umfasste fast 1500 NHL-Partien und vier Stanley-Cup-Siege. Sein körperbetontes Spiel und seine Präsenz in entscheidenden Momenten machten ihn zu einer Legende – aber auch zu einem typischen Beispiel für die Belastungen, die der Profisport mit sich bringt. Die chronisch-traumatische Enzephalopathie, eine degenerative Hirnerkrankung, wird zunehmend mit wiederholten Kopfstössen in Kontaktsportarten in Verbindung gebracht. In den vergangenen Jahren rückte sie im American Football, Fussball und Eishockey ins Zentrum wissenschaftlicher Untersuchungen. Die Spende von Lemieux’ Gehirn soll nun helfen, die Langzeitfolgen systematisch zu erforschen.

In einem von Tochter Claudia Lemieux Bishop veröffentlichten Statement würdigte die Familie den Verstorbenen als liebevollen und loyalen Menschen, der sich voll und ganz den Seinen widmete. «Für die Eishockeywelt war er eine unvergessliche Persönlichkeit», hiess es. Man hoffe, dass sein Name mit der Forschung verbunden bleibe, um «mehr Verständnis, offenere Gespräche und besseren Schutz für Athleten und ihre Familien in der Zukunft» zu ermöglichen. Diese Worte spiegeln die wachsende Sensibilität für psychische und neurologische Spätfolgen, die weit über den Einzelfall hinausreicht.

Aus Schweizer Sicht erhält der Fall eine besondere Note: Brendan Lemieux, der selbst eine professionelle Karriere verfolgt und aktuell beim HC Davos spielt, trauert öffentlich um seinen Vater. Die Anteilnahme in der Deutschschweiz ist gross; der Bündner Klub hat seine Unterstützung bekundet. Damit wird die Thematik auch für das deutschsprachige Publikum unmittelbar greifbar. In Deutschland und Österreich, wo Eishockey ebenfalls populär ist, richtet sich der Blick verstärkt auf Präventionsmassnahmen im Nachwuchsbereich.

Die Spende von Lemieux’ Gehirn ist mehr als eine private Entscheidung – sie könnte wegweisend für die künftige Sicherheitsdiskussion im Sport sein. Forscher in Boston erhoffen sich neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Mikrotraumata und neurodegenerativen Erkrankungen. Für die Eishockeyverbände in Europa könnte dies den Druck erhöhen, härtere Regeln gegen Checks gegen den Kopf einzuführen und die Aufklärung zu intensivieren. Claude Lemieux’ Vermächtnis reicht damit über seine sportlichen Erfolge hinaus: Es mahnt zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit den Gesundheitsrisiken des Spiels.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Die Hockey-Welt trauert um Claude Lemieux, dessen Gehirn dem ETC-Zentrum der Boston University gespendet wird. Seine Familie hofft, dass diese Tat ehrliche Gespräche über wiederholte Kopfverletzungen anstößt und künftige Generationen besser schützt. Die Spende macht aus Trauer eine Forschungsmission.

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Claude Lemieux nahm sich mit 60 Jahren das Leben; sein Gehirn wird dem CTE-Zentrum der Boston University für die Erforschung der Langzeitfolgen wiederholter Kopferschütterungen übergeben. Die Familie informierte am Tag nach dem Tod und verwies auf seine fast 1500 NHL-Spiele. Der Fokus liegt auf der medizinischen Perspektive.

Diese Geschichte erschien in

7 Quellen · 3 Sprachen · 24h-Fenster

Helsingborgs Dagblad31. Mai, 07:40
Sydsvenskan31. Mai, 11:04
Blick31. Mai, 12:11
TV431. Mai, 07:43
Le Devoir31. Mai, 04:57
The Independent31. Mai, 03:56
Radio-Canada Info31. Mai, 04:57