Nach iranischem Raketenangriff: Israel und Iran drohen mit verheerender Vergeltung
Iran feuert Raketen auf Israel und warnt vor „verheerender Reaktion“ bei weiteren Angriffen auf Libanon. Israels Armee kündigt ihrerseits verstärkte Schläge gegen die Hisbollah an.

Der jüngste Schlagabtausch zwischen Iran und Israel hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Am Sonntag feuerte Iran eine Salve von Raketen auf israelisches Territorium ab, die nach israelischen Angaben allesamt vom Raketenabwehrsystem abgefangen wurden. Auslöser war die anhaltende Bombardierung des südlichen Beirut und des Hisbollah-Viertels Dahiyeh durch die israelische Armee. Die iranische Führung begründete den Angriff als Vergeltung für die israelischen Operationen im Libanon und warnte vor einer noch verheerenderen Antwort, falls Israel seine Angriffe fortsetze oder zurückschlage.
Aus Teheraner Sicht hat Israel mit seinen Angriffen auf den Libanon „alle roten Linien überschritten“, wie es in einer über das Staatsfernsehen Press TV verbreiteten Erklärung hieß. Generalmajor Ali Abdolahi, Befehlshaber des vereinigten Operationskommandos Khatam al-Anbiya, drohte unmissverständlich: „Sollte Israel seine Angriffe auf dieses Gebiet ausweiten oder auf die Aktion Irans mit weiteren verheerenden und strafenden Attacken reagieren, wird es eine vernichtende Antwort gegen das Regime und seine Unterstützer geben.“ Iran bezichtigt die USA der Komplizenschaft und wirft Washington vor, Israel mit einem „grünen Licht“ zu operieren.
Die israelische Militärführung betont ihrerseits Handlungsbereitschaft. Generalstabschef Ejal Samir erklärte, die Armee werde auf Befehl einen „entschlossenen Schlag“ ausführen, und beriet sich mit der Führungsriege. Armeesprecher Efi Defrin kündigte an, Israel werde die Angriffe auf die Hisbollah im gesamten Libanon intensivieren. Man habe Dahiyeh nach unaufhörlichen Raketenangriffen der Hisbollah auf nordisraelische Ortschaften bombardiert. Die Armee sei auf weitere Entwicklungen vorbereitet.
Der Schlagabtausch markiert eine gefährliche Zuspitzung in der ohnehin volatilen Region. Während Iran seine Rolle als Schutzmacht der Hisbollah unterstreicht, demonstriert Israel seine Fähigkeit, auch massive Raketenangriffe abzuwehren. Beide Seiten scheinen entschlossen, die eigene Entschlossenheit unter Beweis zu stellen, was das Risiko eines umfassenden Krieges erhöht. Internationale Beobachter warnen vor den weitreichenden Folgen für die Stabilität des Nahen Ostens, die auch Europas Energieversorgung und Sicherheitslage beeinträchtigen könnten. Deutschland, Österreich und die Schweiz sind als diplomatische Akteure und gegebenenfalls als Vermittler gefordert, deeskalierend einzuwirken.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die lateinamerikanischen Berichte heben die iranischen Warnungen vor einer 'verheerenderen' Vergeltung hervor und werfen Israel vor, mit einem 'Freifahrtschein des kriminellen Amerikas' alle roten Linien übertreten zu haben. Israels Drohungen mit verschärften Angriffen werden erwähnt, doch die Erzählung kreist um die Ankündigung einer strafenden Antwort.
Die russische Berichterstattung konzentriert sich auf die Einsatzbereitschaft der israelischen Armee: Der Generalstabschef spricht von einem 'entscheidenden Schlag', der Sprecher kündigt verstärkte Angriffe auf die Hizbollah in Dahije an. Die Darstellung bleibt nüchtern und technisch, ohne Wertung des iranischen oder amerikanischen Verhaltens.
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