Mexikos Galavorstellung gegen Serbien – doch Aguirre warnt vor Übermut
Mit einem 5:1 im letzten Test entfacht Mexiko Euphorie für die Heim-WM. Der Trainer mahnt zur Besonnenheit, während der Gastgeber auf eine machbare Gruppe blickt.

Mexiko hat seine Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft mit einem eindrucksvollen 5:1-Sieg gegen Serbien abgeschlossen. Im Estadio Nemesio Díez in Toluca geriet das Team von Javier Aguirre zunächst durch ein Tor von Petar Stanic in Rückstand (19. Minute), doch Johan Vásquez (34.) und ein Eigentor von Stefan Bukinac (45.+2) drehten die Partie noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit erhöhten Raúl Jiménez, ein weiteres Eigentor von Adem Advic und ein Treffer von Luis Chávez zum Endstand [A6][A9][A16]. Trotz des klaren Ergebnisses zeigte sich Aguirre zurückhaltend: „Das Resultat ist ein zweischneidiges Schwert – übermäßiges Selbstvertrauen ist ebenso schädlich wie mangelndes“ [A10]. Zuvor hatte er die defensiven Fehler als „schreckliche Dummheit“ kritisiert [A2][A4].
Die mexikanischen Medien werteten den Auftritt als gelungene Generalprobe und sprühten vor Optimismus. Die Zeitung El Universal betonte, dass die Mannschaft nun seit acht Spielen ungeschlagen sei und mit breiter Brust zum WM-Auftakt am 11. Juni gegen Südafrika reise [A3]. Orbelín Pineda unterstrich den großen Ehrgeiz: „Wir sind zu Großem berufen, die Ambition ist maximal“ [A5]. Zugleich weckte der Gegner Tschechien mit einem 3:1-Erfolg gegen Guatemala Aufmerksamkeit, was die Gruppe A zusätzlich belebt [A1]. Das Duell gegen den Asienvertreter Südkorea komplettiert eine Gruppe, in der Mexiko als Gastgeber eine gute Ausgangslage hat.
Aus internationaler Perspektive stufen Analysten die Gruppe als machbar ein. Der britische Independent sieht Mexiko in einer vermeintlich leichten Gruppe, warnt jedoch vor dem Druck des Eröffnungsspiels im Azteca-Stadion, der die Mannschaft lähmen könnte [A8]. Der serbische Trainer Veljko Paunović prognostizierte dem Gegner eine positive WM, nachdem seine eigene Elf mit einem Eigentor und individuellen Patzern haderte [A4]. In den sozialen Netzwerken kursierten nach dem Spiel zahlreiche Memes, die die erwartungsfrohe Stimmung im Land widerspiegelten [A13].
Mit dem Turnierbeginn rückt für Mexiko ein historischer Moment näher: Zum dritten Mal richtet das Land eine WM aus, und wie 1970 und 1986 könnte das Azteca zum Schauplatz unvergesslicher Duelle werden. Die Euphorie wird durch eine geschlossene Teamleistung genährt, doch Aguirres mahnende Worte erinnern an frühere Enttäuschungen. Die Weltmeisterschaft 2026, mit Teilnehmerfeldern voller Wiedersehen (Schottland trifft in Gruppe C auf Brasilien und Marokko wie 1998 [A12]) und Neulingen (Kanada in Gruppe B [A7]), bietet Mexiko die Chance, nach dem Scheitern in Katar den verlorenen Glanz zurückzugewinnen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Das Freundschaftsspiel zwischen Mexiko und Serbien wird als fernes Sportereignis behandelt. Das Ergebnis und die Torschützen werden mit lebendigen Formulierungen ('Torfest') aufgelistet, ohne emotionale Anteilnahme oder tiefer gehende Analyse.
Mexikanische Medien feiern den Kantersieg als Beweis der WM-Tauglichkeit. Die Stadionatmosphäre mit La Ola und 'Cielito Lindo', Aguirres unverblümte Worte und optimistische Prognosen werden zu einer Erzählung von nationaler Begeisterung und hohen Erwartungen an das Auftaktspiel verwoben.
Der afrikanische Bericht nimmt den mexikanischen Sieg mit Vorsicht auf und verweist auf das Eingeständnis des Trainers, das Ergebnis sei ein zweischneidiges Schwert. Der frühe Schock des Gegentors wird hervorgehoben und der Sieg pragmatisch im Hinblick auf das Eröffnungsspiel gegen Südafrika eingeordnet.
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