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Marjane Satrapi, Schöpferin von „Persepolis“, stirbt mit 56 Jahren an gebrochenem Herzen

Die franko-iranische Künstlerin Marjane Satrapi ist tot. Ihre Graphic Novel „Persepolis“ wurde zum Symbol des Widerstands gegen das iranische Regime.

Gesellschaft23 Quellen8 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 13:29

Die franko-iranische Zeichnerin und Filmemacherin Marjane Satrapi ist am 4. Juni im Alter von 56 Jahren in Frankreich gestorben. Wie ihre Familie der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, starb sie „aus Trauer, etwas mehr als ein Jahr nach dem Tod von Mattias Ripa, ihrem Ehemann und der Liebe ihres Lebens“. Ripa, ein schwedischer Produzent und Schauspieler, war am 8. April 2025 nach langer Krankheit verstorben. Satrapi hatte ihren Schmerz in sozialen Medien mit den Worten „I lost the love of my life“ öffentlich gemacht.

Satrapi wurde 1969 in Rasht im Iran geboren und wuchs in Teheran in einer politisch engagierten Familie auf. Die islamische Revolution 1979 veränderte ihr Leben radikal: Ein Onkel, ein kommunistischer Aktivist, wurde hingerichtet, und die junge Marjane erlebte die Unterdrückung des Regimes. Mit 14 Jahren schickten ihre Eltern sie nach Wien, später kehrte sie kurz in den Iran zurück, bevor sie 1994 endgültig nach Frankreich emigrierte. Ihre autobiografische Graphic Novel „Persepolis“ (2000–2003) schildert diese Erfahrungen in kraftvollen Schwarz-Weiß-Bildern. Das Werk wurde in über 20 Sprachen übersetzt und 2007 mit Vincent Paronnaud als Animationsfilm adaptiert, der in Cannes den Preis der Jury gewann und für einen Oscar nominiert war.

Die internationale Berichterstattung über ihren Tod spiegelt die unterschiedlichen Facetten ihres Wirkens wider. In Frankreich, wo sie seit 2006 Staatsbürgerin war, würdigte Le Figaro ihre Bedeutung für die Bandes Dessinées und ihre unverblümte Kritik am iranischen Regime. Die spanische Zeitung El Mundo erinnert daran, dass Satrapi 2024 mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften ausgezeichnet wurde – eine Ehrung, die ihre Rolle als Brückenbauerin zwischen Kulturen unterstrich. Italienische Medien wie La Repubblica heben ihre politische Aktualität hervor: Noch 2023 hatte sie ein Buch über die iranische Protestbewegung „Frau, Leben, Freiheit“ veröffentlicht und in einem Interview für La Stampa betont, die Revolte habe die „Mauer der Angst“ eingerissen. Die russische Tageszeitung Kommersant wiederum vermerkte trocken, dass Satrapi ihre Trauer auf Instagram teilte, einer in Russland verbotenen Plattform – ein Detail, das die autoritären Verhältnisse indirekt spiegelt, gegen die sie zeitlebens ankämpfte.

Satrapis Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke in der Diaspora und darüber hinaus. Ihre Werke bleiben ein Zeugnis des Überlebenswillens unter Repression und ein Appell an die universellen Werte der Freiheit. In einer Zeit, in der der Iran weiterhin von Protesten erschüttert wird, behält „Persepolis“ seine brennende Aktualität.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Stampa europea continentale · mediterraneaStampa atlantica / anglosfera · progressistaStampa russa e CSI · stato
Stampa europea continentale/ mediterraneavittimismopaternalismo

Die mediterrane Presse stilisiert Satrapis Tod als romantische Tragödie: Sie starb an gebrochenem Herzen, kaum ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes. Die franko-iranische Künstlerin, bekannt für „Persepolis“ und ihre Exil-Kritik am Regime, wird vor allem in ihrer privaten Trauer betrauert, der Verlust wird zur Liebesgeschichte.

Stampa atlantica / anglosfera/ progressistadistaccopragmatismo

Die progressive atlantische Presse würdigt Satrapi als kulturelle Brücke, deren Graphic Novel dem westlichen Publikum half, die iranische Gesellschaft zu verstehen. Ihre offene Kritik am theokratischen Regime und das Exil werden betont; ihr Tod gilt als Verlust für die Völkerverständigung und das Erinnern an Widerstand.

Stampa russa e CSI/ statodistaccoscetticismo

Russische Staatsmedien berichten distanziert über ihren Tod aus Trauer um den Ehemann. Sie erwähnen ihre Trauer-Posts auf Instagram, einer in Russland als extremistisch verbotenen Plattform, und verweben beiläufig den Hinweis auf nationale Internetbeschränkungen.

Diese Geschichte erschien in

23 Quellen · 8 Sprachen · 24h-Fenster

Le Figaro4. Juni, 12:23
La Stampa4. Juni, 12:23
France 244. Juni, 12:23
HuffPost Italia4. Juni, 12:23
Al-Monitor Iran Pulse4. Juni, 12:23
Le Temps4. Juni, 12:23
Open4. Juni, 12:23
Le Monde4. Juni, 12:23