Macrons letzter Gipfel bringt 93 Milliarden Euro für Frankreichs KI-Träume
Beim neunten «Choose France»-Gipfel in Versailles lockte Emmanuel Macron Investitionen von 93 Milliarden Euro an – mehr als in allen Vorjahren zusammen. Die Hälfte davon stammt von Softbank, doch Kritiker zweifeln an der Nachhaltigkeit.

Am Montag empfing der scheidende französische Präsident Emmanuel Macron zum neunten Mal internationale Konzernlenker im Schloss Versailles, um für den Standort Frankreich zu werben. Mit Zusagen über 93 Milliarden Euro – mehr als die kumulierten 87 Milliarden der vergangenen acht Auflagen – übertraf die Konferenz «Choose France» alle Erwartungen. Allein der japanische Technologieinvestor Softbank kündigte an, bis 2031 Rechenzentren im Umfang von 45 Milliarden Euro zu errichten; andere Quellen sprechen sogar von 75 Milliarden Euro. Schwerpunkt ist die künstliche Intelligenz (KI), mit der Macron das Land zur führenden europäischen KI-Nation machen will.
Neben der KI umfassen die 71 Projekte auch Investitionen in Pharmazie, Logistik und dekarbonisierte Stahlproduktion. Insgesamt sollen über 15.000 Arbeitsplätze entstehen. Aus Pariser Regierungskreisen verlautet, dies sei ein «historischer» Erfolg und belege die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Französische Medien wie «Le Figaro» und «Le Temps» berichteten detailliert über die Sektorenvielfalt, doch letztere werfen ein skeptischeres Licht auf den Gipfel: Handelt es sich um eine industrielle Revolution oder vor allem um eine Kommunikationsoperation des scheidenden Präsidenten, der sein wirtschaftspolitisches Erbe zementieren will?
Aus deutscher, österreichischer und schweizerischer Perspektive ist Frankreichs Vorstoß ein Weckruf. Die «Süddeutsche Zeitung» sah Frankreich auf dem Weg zur KI-Großmacht, während im DACH-Raum die Debatte um Rechenzentren und deren Energieversorgung noch in den Anfängen steckt. Der massive Ausbau der digitalen Infrastruktur beim Nachbarn könnte den Wettbewerbsdruck erhöhen und die Frage aufwerfen, ob Deutschland und die Schweiz bei der Ansiedlung eigener KI-Kapazitäten nicht ins Hintertreffen geraten. Softbanks Engagement erinnert an globale Wettläufe um KI-Dominanz, bei denen Europa oft als Nachzügler gilt.
Die langfristige Wirkung solcher Gipfel bleibt ungewiss. Frühere «Choose France»-Ausgaben mündeten nicht immer in realisierten Projekten, und die Skepsis in Teilen der Medien ist berechtigt. Die Energiewende und strenge EU-Regulierungen könnten den Betrieb energiehungriger Rechenzentren verteuern. Dennoch: Sollte ein Großteil der Investitionen fließen, könnte Frankreich tatsächlich zum europäischen KI-Hub aufsteigen – ein Erbe, das Macrons Nachfolger prägen wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Frankreich verkündet Rekordinvestitionen von 93 Milliarden Euro und setzt auf Rechenzentren, um zu einer KI-Großmacht zu werden. Der 'Choose France'-Gipfel wird als triumphaler Erfolg gefeiert.
Beim 'Choose France'-Gipfel wurden gewaltige Investitionen von 93 Milliarden Euro verkündet, doch manche fragen sich, ob es sich um eine echte industrielle Revolution oder nur um eine PR-Aktion handelt. Die KI-Vorhaben könnten wenig Substanz haben.
Präsident Macron gab beim 'Choose France'-Gipfel Auslandsinvestitionen von 93 Milliarden Euro bekannt, die er als historischen Rekord bezeichnete. Die Summe übertrifft die der vergangenen acht Jahre und soll über 15.000 Arbeitsplätze schaffen.
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