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Kreml bestätigt Gespräche mit Kiew – Oligarch als geheimer Bote?

Nach Putin-Hinweisen auf einen Geschäftsmann in Kiew spricht Moskau von offenen und verdeckten Kontakten. Ein ukrainischer Abgeordneter bringt Roman Abramowitsch ins Spiel.

Geopolitik7 Quellen2 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 16:10

Der Kreml hat bestätigt, dass ein bekannter russischer Geschäftsmann im Mai in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammengetroffen ist. In einem Interview des Staatsfernsehens erklärte der außenpolitische Berater von Wladimir Putin, Juri Uschakow, es handle sich um einen „hinreichend großen und weithin bekannten“ Unternehmer, ohne dessen Namen zu nennen. Uschakow betonte zugleich, Russland unterhalte sowohl offene als auch verdeckte Kommunikationskanäle mit der ukrainischen Seite – eine bemerkenswerte Aussage, die andeutet, dass hinter den Kulissen weiterhin Gesprächsfäden bestehen, obwohl die offiziellen Friedensverhandlungen seit Monaten auf Eis liegen.

Die Identität des Emissärs beschäftigt die Öffentlichkeit. Der ukrainische Abgeordnete Oleksij Hontscharenko äußerte in den sozialen Medien, es habe sich um den Oligarchen Roman Abramowitsch gehandelt – eine Angabe, die der Kreml weder bestätigte noch dementierte. Abramowitsch, der über enge Kontakte zu Putin verfügt, war bereits zu Beginn des Krieges in die vergeblichen Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew involviert und gilt als einer der wenigen russischen Milliardäre, die Zugang zu beiden Seiten haben. Sollte sich die Vermutung bewahrheiten, würde dies den diskreten Charakter der Kontakte unterstreichen, denn Abramowitschs Besuche in Kiew waren auch im März 2022 zunächst geheim geblieben.

Die Offenlegung dieser Kontakte fällt in eine Phase, in der diplomatische Initiativen weitgehend zum Erliegen gekommen sind. Nach mehreren ergebnislosen Verhandlungsrunden im Frühjahr 2022 sind offizielle Gespräche blockiert. Dass Putin kürzlich selbst von dem Besuch berichtete und Uschakow nun nachlegt, zeigt das Kalkül des Kremls, Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, ohne eigenes Nachgeben zu offenbaren. Für westliche Beobachter ist dies ein zweischneidiges Signal: Einerseits könnte es ernsthafte Sondierungen für einen Waffenstillstand widerspiegeln, andererseits – so die Sorge in Berlin und anderen Hauptstädten – könnten solche inoffiziellen Kanäle die Einheit des Westens untergraben.

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz bleibt die Frage zentral, ob diese verdeckten Kontakte eine Exit-Option aus dem zermürbenden Stellungskrieg bieten. Die Bundesregierung hat zwar stets betont, dass nur die Ukraine über Zeitpunkt und Bedingungen von Verhandlungen entscheide, doch wächst im deutschen Sprachraum die Ungeduld angesichts der wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Kosten. Hinter den Kulissen könnte man daher in Berlin eine gewisse Erleichterung verspüren, dass zumindest kommuniziert wird. Entscheidend wird sein, ob sich aus diesen Gesprächen belastbare Anknüpfungspunkte ergeben – oder ob es sich, wie bei früheren Anläufen, um ein bloßes taktisches Manöver Moskaus handelt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Stampa russa e CSI · statoStampa iraniana e affini · regime
Stampa russa e CSI/ statopragmatismodistacco

Der Kreml bestätigt, dass es sowohl offene als auch geschlossene Kontakte nach Kiew gibt. Ein bekannter russischer Geschäftsmann, dessen Name nicht genannt wurde, reiste kürzlich in die ukrainische Hauptstadt, was die Existenz paralleler Kommunikationskanäle neben den öffentlichen Verhandlungsrunden unterstreicht.

Stampa iraniana e affini/ regimepragmatismodistacco

Iranische Staatsmedien berichten, dass Moskau private Kontakte zum 'Kiewer Regime' unterhält, unter Berufung auf einen Kremlmitarbeiter. Es wird an frühere offene Verhandlungsrunden erinnert und die fortgesetzte Nutzung vertraulicher Kanäle als pragmatisches Vorgehen dargestellt.

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Lenta.ru7. Juni, 13:31
Vedomosti7. Juni, 14:39
Interfax7. Juni, 12:20
RBK7. Juni, 13:34
Meduza7. Juni, 14:40
Kommersant7. Juni, 13:32
Mehr News English7. Juni, 13:33