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Montag, 8. Juni 2026 · Ausgabe von 06:00 CET

Israel zerstört riesiges Hisbollah-Tunnelnetzwerk mit iranischer Finanzierung

Das israelische Militär hat ein ausgedehntes, vom Iran geplantes und finanziertes Tunnelnetzwerk der Hisbollah nahe der Festung Beaufort zerstört, das der Kontrolle des galiläischen Zipfels diente und Platz für hunderte Kämpfer bot.

Geopolitik5 Quellen2 Sprachen2 Min. LesezeitAkt. 09:39

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben ein weitverzweigtes und mehrstöckiges Tunnelnetzwerk der libanesischen Hisbollah-Miliz in der Region um die Festung Beaufort (Qalaat asch-Schaqif) im Südlibanon aufgespürt und zerstört. Die Anlage, die nach israelischen Erkenntnissen vom Iran geplant und finanziert wurde, befand sich nur sechs Kilometer von der nordisraelischen Grenzstadt Metulla entfernt und bot eine operative Kontrolle über den sogenannten Galiläa-Finger. Das System umfasste zahlreiche Gänge und Räume, die für die gleichzeitige Unterbringung hunderter bewaffneter Kämpfer ausgelegt waren, sowie Aufenthaltsräume, Küchen, Badeinrichtungen und sogar einen Operationssaal, hieß es von der Armee.

Spezialeinheiten der Golani-Brigade sowie der Kommandoeinheiten Maglan und Yahalom waren mit Geheimdienstunterstützung an der Aufdeckung beteiligt. In einem der Tunnel, der eine Länge von etwa einem Kilometer aufwies, fanden die israelischen Kräfte sechs unterirdische Zugänge, Waffenlager und eine Abschussrampe für Panzerabwehrraketen. Die gesamte Anlage war mit Strom- und Wasserinfrastruktur ausgestattet und bot damit Voraussetzungen für einen längeren Aufenthalt und Kampfeinsatz. Die Hisbollah hatte das Netzwerk nach israelischen Angaben im zivilen Bereich errichtet und als regionales Hauptquartier genutzt.

Die Enthüllung wirft ein Schlaglicht auf die anhaltende iranische Unterstützung für die Hisbollah, die gegen UN-Resolutionen verstößt. Von libanesischer Seite blieb eine offizielle Reaktion zunächst aus, doch unterstreicht der Fund die tiefe Verankerung der Miliz in der Grenzregion. Aus Washingtoner Sicht verschärfte Präsident Donald Trump zeitgleich den Ton: In einem Interview warnte er, die USA würden die militärischen Fähigkeiten Irans notfalls so weit schwächen, dass eine sichere Entfernung hochangereicherten Urans möglich werde, sollten die laufenden Verhandlungen über das Nuklearprogramm scheitern. Diese Drohung verknüpft indirekt die regionale Proxystrategie Teherans mit der Eskalation um die Atomfrage.

Die Zerstörung des Tunnelsystems ist Teil der israelischen Bemühungen, die Hisbollah von der Grenze zurückzudrängen und ihre Angriffsfähigkeit zu mindern. Zugleich stellen sich Fragen nach der Wirksamkeit der UNIFIL-Mission und der libanesischen Staatsgewalt in dem Gebiet. Für Deutschland und Europa, die auf Diplomatie setzen, könnte die enge Verzahnung von iranischer Nuklearpolitik und der militärischen Unterstützung für Terrorgruppen die Chancen auf eine Wiederbelebung des Atomabkommens zusätzlich erschweren. Experten rechnen mit anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, die auch Auswirkungen auf die globale Sicherheitsarchitektur haben werden.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Die israelischen Darstellungen führen unbelegte Behauptungen über ein Tunnelnetz nahe der libanesischen Grenze ins Feld und werten diese als Konstrukt, um eine lang andauernde Militärpräsenz zu rechtfertigen und eine neue Kontrolllinie im Südlibanon zu verankern. Die ohne unabhängige Nachweise vorgebrachten Aussagen werden als Propaganda abgetan, die auf innen- und regionalpolitische Ziele zugeschnitten ist.

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Die israelische Armee gab bekannt, sie habe ein ausgedehntes unterirdisches Tunnelnetz aufgespürt und zerstört, das der Hisbollah im Gebiet der Festung Beaufort im Südlibanon zugeschrieben wird. Militärquellen zufolge war die Infrastruktur vom Iran geplant und finanziert worden, erstreckte sich in einem zivilen Bereich wenige Kilometer von der Siedlung Metula entfernt und diente der Gruppe als Führungszentrum.

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Israelische Kräfte haben eine regelrechte Tunnelstadt aufgedeckt, die von der Hisbollah mit Geld und Planung des iranischen Regimes im Südlibanon errichtet wurde. Der Fund offenbart das Ausmaß der regionalen Bedrohung und legt die destabilisierende Rolle Teherans offen, was die Notwendigkeit einer harten Haltung gegenüber seinen Stellvertretermilizen unterstreicht.

Diese Geschichte erschien in

5 Quellen · 2 Sprachen · 24h-Fenster

Sky News Arabia8. Juni, 00:03
Voice of America (VOA) Persian8. Juni, 00:04
An-Nahar7. Juni, 20:17
Iran International7. Juni, 20:15
Al-Modon7. Juni, 20:16