Irans Revolutionsgericht bestätigt Haftstrafe für Regisseur Jafar Panahi
Die einjährige Haftstrafe und das Reiseverbot wurden trotz Berufung aufrechterhalten – der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Repression gegen regimekritische Künstler.

Teherans Revolutionsgericht hat die einjährige Haftstrafe gegen den international gefeierten Filmemacher Jafar Panahi bestätigt und dessen Berufung verworfen. Wie Panahis Anwalt Mostafa Nili am Sonntag mitteilte, bleibt damit das im Dezember vergangenen Jahres in Abwesenheit verhängte Urteil wegen „Propaganda gegen das Regime“ bestehen. Neben der Freiheitsstrafe wurde ein auf zwei Jahre befristetes Reiseverbot verhängt; zudem darf Panahi keiner politischen Vereinigung beitreten. Eine weitere Berufung vor einem Provinzgericht ist nach iranischem Recht möglich, doch die Bestätigung durch das Revolutionsgericht signalisiert die Härte des Regimes gegenüber kritischen Kulturschaffenden.
Panahi, der im vergangenen Jahr für seinen Film „Ein einfacher Unfall“ sowohl mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet als auch für den Oscar nominiert wurde, war am 30. März nach Iran zurückgekehrt – offenbar in der Hoffnung auf eine Aufhebung oder Milderung der Strafe. Die Nachrichtenagentur ISNA hatte damals über seine Einreise berichtet, doch Panahi selbst hat diese nie bestätigt und sich seither auch in den sozialen Medien nicht mehr geäußert. Der Kontrast zwischen seinem internationalen Renommee und der harschen Behandlung durch die iranische Justiz verdeutlicht die tiefe Kluft zwischen der kulturellen Öffnung des Landes nach außen und der innenpolitischen Repression.
Der Fall Panahi reiht sich in eine lange Geschichte juristischer Schikanen gegen regimekritische Künstler ein. Bereits 2010 war der Regisseur zu sechs Jahren Haft und einem zwanzigjährigen Berufsverbot verurteilt worden, das später in Hausarrest umgewandelt wurde. Dass nun selbst nach einer Phase relativer Lockerung und nach der internationalen Ehrung ein altes Urteil bestätigt wird, zeigt, wie wenig das Regime gewillt ist, abweichende Stimmen zu tolerieren. Die Anklage wirft Panahi vor, durch seine Filme und durch die Unterstützung von Protesten das politische System des Irans delegitimiert zu haben.
Aus europäischer Sicht wirft das Vorgehen Teherans einen Schatten auf den kulturellen Austausch mit dem Iran. Gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz genießen iranische Filmschaffende großes Ansehen, und Filmfestivals haben Panahi regelmäßig geehrt. Der aktuelle Rechtsentscheid stellt die Bemühungen um kulturelle Kooperation infrage und erinnert daran, dass die islamische Republik grundlegende Freiheitsrechte nicht gewährt. Beobachter in Europa sehen darin ein Signal, dass eine Entspannung der Menschenrechtslage unter Präsident Raisi nicht zu erwarten ist. Sollte die Haftstrafe nach Ausschöpfung aller Rechtsmittel tatsächlich vollstreckt werden, wäre dies ein schwerer Rückschlag für die iranische Zivilgesellschaft und ein Affront gegenüber der internationalen Gemeinschaft.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Die iranische Justiz, dem politischen Machtapparat hörig, hat die einjährige Haftstrafe gegen den preisgekrönten Regisseur Jafar Panahi wegen Propaganda gegen das Regime bestätigt. Das Urteil verhängt zudem ein Reiseverbot und untersagt jede politische Betätigung, was die Unterdrückung künstlerischen Widerspruchs deutlich macht.
Ein iranisches Gericht wies die Berufung des Filmemachers Jafar Panahi zurück und beließ es bei der einjährigen Haftstrafe, die nach seiner Rückkehr vom Gewinn der Goldenen Palme in Cannes verhängt worden war. Ein weiterer Einspruch vor einem Provinzgericht ist möglich, sodass das Verfahren nicht endgültig abgeschlossen ist.
Das Revolutionsgericht in Teheran bestätigte die einjährige Haftstrafe gegen den gefeierten Regisseur Jafar Panahi, nachdem es seine Berufung wegen staatsfeindlicher Propaganda abgelehnt hatte. Das Urteil verlängert die seit Jahren andauernden rechtlichen Auseinandersetzungen des Filmemachers mit den iranischen Behörden, während seine Arbeiten international weiter Anerkennung finden.
Ein iranisches Gericht wies die Berufung von Regisseur Jafar Panahi zurück und bestätigte eine einjährige Haftstrafe sowie ein zweijähriges Reiseverbot unter dem umstrittenen Vorwurf der ‚Propaganda‘ gegen die Islamische Republik. Der Filmemacher kann das Urteil noch vor einem Provinzgericht anfechten, sodass der endgültige Ausgang ungewiss bleibt.
Diese Geschichte erschien in
5 Quellen · 3 Sprachen · 24h-Fenster