Iran-nahe Hacker drohen mit Angriffen auf die Fußball-WM – FBI-Drohnen kompromittiert?
Die Gruppe Handala behauptet, monatelang Überwachungsdrohnen des FBI gehackt zu haben, und droht mit Attacken auf das Turnier in Nordamerika. Washington verschärft die Sicherheitsvorkehrungen.

Eine mit Iran verbundene Hackergruppe hat nach eigenen Angaben monatelang die Drohnensysteme der US-Bundespolizei FBI infiltriert und droht nun mit Anschlägen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die Gruppe Handala, die sich selbst als pro-iranische Widerstandsbewegung inszeniert, erklärte über das Monitoring-Netzwerk SITE Intelligence Group, sie habe Zugriff auf sämtliche Bilder und Verdächtigenprofile der vom FBI eingesetzten FPV-Drohnen erlangt – inklusive Gesichtserkennung und Kennzeichen-Scans, die für die Terrorabwehr genutzt werden [A3][A4]. In einer Stellungnahme hieß es: „Verschärft die Sicherheitsvorkehrungen bei der Weltmeisterschaft, wir können einige dieser Mannschaften absolut nicht ausstehen“ [A4]. Zudem will die Gruppe Informationen über FBI-Agenten eingesehen haben [A1].
Aus Washingtoner Sicht gibt es bislang keine offizielle Bestätigung des Einbruchs, doch die US-Behörden haben umgehend reagiert. Rund um die Spielorte in den USA, Kanada und Mexiko wurden Flugverbotszonen für Drohnen eingerichtet und die Cyberüberwachung massiv verstärkt [A5]. Sicherheitsexperten äußern Zweifel am vollen Umfang der Behauptungen, nehmen die Drohung aber ernst, zumal die Weltmeisterschaft mit drei Eröffnungsfeiern in drei Ländern eine nie dagewesene logistische Herausforderung darstellt [A3][A5]. Die Möglichkeit, dass gekaperte Drohnen für physische Angriffe – etwa auf Mannschaftsbusse – genutzt werden könnten, hat die Alarmstufe zusätzlich erhöht [A5].
In Deutschland fällt die Bedrohung in eine ohnehin angespannte Turnierphase. Bundeskanzler Merz telefonierte mit der Nationalmannschaft, eine Geste der Unterstützung inmitten wachsender Sicherheitssorgen [A2]. Gleichzeitig sorgte die verspätete Übertragung der Eröffnungsfeier durch das ZDF für Unmut unter Fans, worauf der Sender mit einer Stellungnahme reagierte [A2]. Die Sicherheit des deutschen Teams und der mitgereisten Anhänger hat für die Bundesregierung Priorität; der Vorfall unterstreicht die Verwundbarkeit globaler Großereignisse durch hybride Bedrohungen.
Geopolitisch reiht sich der Fall in eine Serie pro-iranischer Cyberoperationen ein, die seit Jahren kritische Infrastrukturen der USA und ihrer Verbündeten ins Visier nehmen. Die Drohung gegen die Weltmeisterschaft verleiht dem digitalen Konflikt eine physische Dimension, die über bloße Datendiebstähle hinausgeht. Ob die Gruppe tatsächlich in der Lage ist, die erbeuteten Drohnendaten operativ zu nutzen, bleibt ungewiss – die psychologische Wirkung ist jedoch bereits eingetreten. Das Turnier, das noch Wochen andauern wird, steht unter dem Schatten einer neuartigen cyber-physischen Bedrohung, die Sicherheitskräfte in Nordamerika und die teilnehmenden Nationen vor eine anhaltende Bewährungsprobe stellt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Iranian state-aligned outlets frame the hacking as a major victory, highlighting the group's ability to breach FBI systems and obtain sensitive data. They present the threat to the World Cup as a justified retaliation against US hostile policies, emphasizing Iran's technological prowess and resilience.
Continental European media portray the hack as a serious security breach that raises immediate concerns for the World Cup. The tone is alarmed, emphasizing the vulnerability of US drone systems and the potential for real-world attacks, though they stop short of direct accusations against Iran.
Latin American media cover the story with alarm and indignation, highlighting the severity of the breach and the imminent threat to the World Cup. They stress the group's months-long access to FBI drones and the potential for disrupted global events, framing it as a dangerous escalation.
Arab Levant and Maghreb media report the hack with a measured, skeptical tone, noting the claims without excessive alarm. They focus on the technical details and the threat to the World Cup, but maintain a degree of distance, possibly due to regional geopolitical complexities.
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