Golfkrise: US-Ultimatum an Iran – Teheran und Oman reklamieren Hormuz-Kontrolle
Washington droht mit Militärschlag, sollte Iran nicht einlenken. Teheran proklamiert mit Oman die gemeinsame Verwaltung der Meerenge. Reeder koordinieren sich heimlich mit der US-Marine.

Die Spannungen am Persischen Golf erreichen einen neuen Höhepunkt. Washington hat Teheran einem Bericht der in Dubai erscheinenden „Gulf News“ zufolge ein Ultimatum bis zum Ende der Woche gestellt: Entweder eine Einigung im Atomstreit oder die Möglichkeit eines Militärschlags. Zeitgleich verlegen die USA mehrere C-17-Globemaster-Transportmaschinen aus der Region nach Europa, was auf eine Neujustierung der Kräfte hindeutet. Als Reaktion darauf versetzte die iranische Revolutionsgarde ihre Einheiten Medienberichten zufolge in volle Gefechtsbereitschaft.
Aus Teheraner Sicht präsentiert sich die Lage jedoch als Ausdruck legitimer Souveränität. Außenminister Abbas Araghchi kündigte an, dass Iran und Oman die Straße von Hormuz „gemeinsam gemäß internationalem Recht verwalten“ werden und berief sich dabei auf das „natürliche Recht“ der beiden Anrainerstaaten. Man werde sich zwar mit anderen Golfstaaten austauschen, die letzte Entscheidung liege aber bei Iran und Oman. Diese Ankündigung, die indonesische Medien unter Berufung auf iranische Staatsquellen verbreiteten, zielt offensichtlich darauf ab, die US-Präsenz in der strategischen Wasserstraße zu delegitimieren.
Das US-Militär zeigt derweil Präsenz. Das Zentralkommando (CENTCOM) gab bekannt, es habe allein am 4. Juni 36 Schiffe mit humanitärer Hilfe passieren lassen, 127 Handelsschiffe umgeleitet und sechs wegen Regelverstößen gestoppt. Diese Zahlen belegen eine faktische Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die US-Streitkräfte. Das State Department warnte zudem alle Amerikaner im Nahen Osten vor „möglichen Feindseligkeiten“ und rief dazu auf, Schutzräume zu identifizieren.
Hinter den Kulissen spielt sich ein anderes Drama ab. Nach Recherchen von Lloyd’s List Intelligence, über die die russische Zeitung „Kommersant“ berichtete, stimmen sich Reeder heimlich mit der US-Marine ab, um ihre im Persischen Golf festsitzenden Schiffe herauszubringen. In den vergangenen drei Wochen gelang so rund 40 Schiffen die Ausfahrt. Die Reeder reichen ihre Transitpläne bei einer Koordinationsgruppe in Bahrain ein, erhalten aber nur begrenzte Sicherheitsgarantien – das Risiko tragen sie selbst.
Die Meerenge, durch die rund ein Fünftel des globalen Öltransports verläuft, entwickelt sich damit zu einem geopolitischen Brennpunkt. Für Europa und insbesondere Deutschland, das auf stabile Energieimporte angewiesen ist, wäre eine Blockade mit gravierenden Folgen verbunden. Die Behauptung Irans, gemeinsam mit Oman die Straße zu verwalten, ist ein diplomatischer Schachzug, um die USA aus der Region zu drängen. Angesichts des Ultimatums und der militärischen Drohkulisse bleibt die Lage jedoch brandgefährlich – eine Lösung zeichnet sich nicht ab.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
Iran erklärt, Teheran und Maskat würden die Straße von Hormus gemeinsam nach internationalem Recht verwalten. Zugleich hat das US-Zentralkommando 36 humanitäre Schiffe durch die Meerenge eskortiert und damit die iranische Blockade umgangen. Beide Positionen werden neutral und unkommentiert wiedergegeben.
Die USA geben eine Sicherheitswarnung für den gesamten Nahen Osten heraus und fordern amerikanische Bürger auf, den nächsten Schutzraum zu identifizieren. Berichten zufolge hat Washington Teheran ein Ultimatum bis zum Wochenende gestellt: Entweder eine Einigung oder militärische Maßnahmen. Mehrere US-Luftwaffenressourcen sind in der Region aktiv, was die akute Bedrohung unterstreicht.
Reeder, die infolge der iranischen Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf festsitzen, koordinieren sich heimlich mit der US-Marine, um ihre Schiffe herauszubringen. Laut Schifffahrtsanalysten haben in drei Wochen etwa 40 Schiffe den Golf verlassen. Diese verdeckte Kooperation offenbart ein pragmatisches Einvernehmen zwischen Handelsflotten und amerikanischen Seestreitkräften.
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